Banco de España: 24 Millionen Migranten für Renten nötig

Der Banco de España beziffert den Bedarf an Migranten auf 24 Millionen, um die Rente in 30 Jahren zu sichern. Ein Tweet rundet auf 25 Millionen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Banco de España: 24 Millionen Migranten zur Sicherung der Renten

Ein Tweet von @Forocoches hat eine heftige Debatte ausgelöst: „Spanien braucht 25 Millionen Ausländer, um die Renten bis 2053 zu finanzieren.“ Die Zahl ist kein nächtlicher Hirngespinst. Der Banco de España versucht seit Langem, das demografische Problem zu quantifizieren, und das Ergebnis ist eine Gleichung, die jeden kalt lässt, dessen Gehalt zwischen Hypothek und Einkaufskorb zerrieben wird. 24 Millionen Arbeitsmigranten, um das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentnern aufrechtzuerhalten. Übersetzt: Die spanische Bevölkerungspyramide hat eine schmale Basis und eine breite Spitze, und jemand muss die Rechnung bezahlen.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Innerhalb weniger Stunden wandelte sich die Überraschung in Ärger und der Ärger in Kalkül. Denn wenn das System 24 Millionen Menschen benötigt, um zu funktionieren, stellt sich die offensichtliche Frage, wer die Renten dieser 24 Millionen bezahlt, wenn sie selbst im Ruhestand sind.

Was genau sagt der Banco de España über Migranten und Renten?

Die Institution unter der Leitung des Gouverneurs hat keine politische Parole ausgegeben, sondern eine demografische Projektion vorgelegt. Ángel Gavilán, Generaldirektor für Wirtschaft und Statistik beim Banco de España, warnte bereits davor, dass in den nächsten 30 Jahren 24 Millionen Arbeitsmigranten erforderlich sein werden, um das Verhältnis von Arbeitnehmern zu Rentnern aufrechtzuerhalten und das System zu stützen. Die im Umlauf befindliche Zahl aus dem Tweet rundet nach oben: 25 Millionen.

Die zugrunde liegende Diagnose ist bekannt: Die Geburtenrate in Spanien liegt seit Jahrzehnten unter dem Niveau des Generationenersatzes, die Lebenserwartung steigt, und das Umlageverfahren —das manche mit Kapitalismus verwechseln, obwohl es ein Juwel des Wohlfahrtsstaates ist— stützt sich auf aktuelle Beiträge. Weniger Beitragszahler, mehr Rentner, derselbe Topf. Die Arithmetik stimmt.

Was hakt, ist die Lösung. Denn die Importierung von Arbeitnehmern im erwerbsfähigen Alter löst das heutige Ungleichgewicht, verschärft es aber morgen: Dieselben Arbeitnehmer werden altern und ihre Rente einfordern. Dies ist das Argument, das die gesamte Debatte durchzieht, und es stammt nicht von einem Talkshow-Gastgeber, sondern von jedem, der multiplizieren kann.

Der Anker-Effekt: Von 25 Millionen auf 8 und dann auf so viele wie nötig

Es gibt einen wiederkehrenden Verdacht: Die Zahl von 25 Millionen ist kein Ziel, sondern ein Anker. Man wirft eine große Zahl in den Raum, damit jede kleinere Menge danach vernünftig erscheint. Man nennt dies den Ankereffekt. Wenn sich die öffentliche Debatte an 25 Millionen gewöhnt, wird die Aufnahme von 8 oder 10 Millionen als Zurückhaltung wahrgenommen.

Die Kettenkalkulation ist erbarmungslos. Wenn 24 Millionen die aktuellen Renten finanzieren, werden noch viel mehr benötigt, um deren eigene Renten zu finanzieren. Und so weiter ins Unendliche. Die Schlussfolgerung, die viele ziehen, ist, dass das Umlagesystem in seiner aktuellen Gestaltung die Struktur eines Schneeballsystems hat: Es benötigt ständig neue Eintritte, um die bestehenden Teilnehmer zu bezahlen. Wenn die Eintritte versiegen, bricht das Schema zusammen.

Dagegen spricht ein technisches Argument: Demografie lässt sich nicht mit Reden reparieren. Spanien hat die niedrigste Geburtenrate in der entwickelten Welt, und keine öffentliche Politik konnte dies in vierzig Jahren umkehren. Wenn sie nicht von außen kommen, kommen sie gar nicht.

Warum über Geburtenraten diskutiert wird, nicht nur über Migration

Die häufigste Kritik richtet sich nicht gegen Migranten, sondern gegen die politische Klasse, die das Problem seit vier Jahrzehnten nicht an der Wurzel packt. Förderung der einheimischen Geburtenrate — erschwinglicher Wohnraum, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, direkte Zuschüsse — wäre der logische Weg gewesen. Das wurde nicht getan. Man entschied sich für die Importierung von Arbeitskräften als Flickschusterei.

Das Ergebnis ist laut dieser Lesart eine faktische demografische Substitution: Niemand muss sie dekretieren; es reicht aus, dass die Geburtenraten der einheimischen Bevölkerung sinken, während die Migration das Defizit ausgleicht. Kultur, Sprache und Gewohnheiten verwischen sich, ohne dass jemand ein Dekret unterschreibt.

Der Vergleich mit Rom taucht mehrfach auf: Ein Imperium, das Arbeitskräfte importierte, bis sich die ursprüngliche Bevölkerung in ihrem eigenen Territorium nicht mehr wiedererkannte. Der Vergleich ist grob, aber der beschriebene Mechanismus — einheimische Überalterung plus massive Migration — ist derselbe.

Das unbeantwortete Problem: Woher sollen 25 Millionen Arbeitsplätze kommen?

Hier bricht die Debatte ab. Denn es reicht nicht, 25 Millionen Menschen herzuholen: Man muss sie unterbringen, ihnen produktive und beitragspflichtige Arbeit geben und dies in einem Land tun, das hohe strukturelle Arbeitslosigkeit und einen angespannten Wohnungsmarkt aufweist. Es werden nicht einmal 100.000 Wohnungen pro Jahr gebaut. Bei diesem Tempo würden 25 Millionen Neuankömmlinge in peripheren Siedlungen zusammengepfercht, während die Mietpreise weiter steigen.

Die Sektoren, die ausländische Arbeitskräfte fordern — Landwirtschaft, Gastronomie, Bauwesen — suchen nicht gerade Ingenieure. Sie suchen Hände. Und diese Hände konkurrieren bei ihrer Ankunft auf demselben Boden mit Inländern um niedrige Löhne. Die offene Frage bleibt: Woher sollen 25 Millionen produktive Arbeitsplätze in einem Land kommen, das nicht einmal genug für die bereits dort Lebenden schafft?



Die Diskussion endet nicht. Einige sehen in der Zahl eine technische Warnung, die eine Reform des Rentensystems erzwingt — späteres Renteneintrittsalter, höhere Beiträge, Ergänzung durch private Pläne—. Andere sehen darin den Beweis, dass das Umlagesystem gebrochen ist und dass massive Migration nur ein Pflaster ist, das das Loch verdeckt, während man entscheidet, wer den Zusammenbruch bezahlt. Und dritte betrachten einfach die Bevölkerungspyramide und berechnen, wie viele 2053 nötig sein werden, um die Renten derer zu zahlen, die 2030 kommen. Die Rechnung geht nicht auf. Nie.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (122 Antworten).

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