Spaniens Schulden bei 1,62 Billionen, Rekordarbeitslosigkeit

Die spanische Staatsverschuldung übersteigt 1,62 Billionen Euro und wächst stündlich um 9,6 Millionen, während die reale Arbeitslosigkeit 3,3 Millionen erreicht.

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Spaniens Schulden bei 1,62 Billionen, Rekordarbeitslosigkeit
Gute Nachrichten für Spanien: 1,62 Billionen Schulden und Rekordarbeitslosigkeit

Wann wurde zuletzt eine spanische makroökonomische Zahl gefeiert, ohne dass jemand an einer Schönfärberei zweifelte? Die Staatsverschuldung übersteigt 1,626 Billionen Euro, nachdem sie in einem Jahr fast 56 Milliarden hinzugefügt hat, und wächst laut Debattendaten mit einer Rate von 9,6 Millionen pro Stunde. Seit 2018 hat sich mehr als 517 Milliarden angesammelt. Vor diesem Hintergrund klingt die Schlagzeile „gute Nachrichten“ wie ein unfreiwilliger Witz.

Das Thema beginnt mit einer knappen Nachricht: Ein Link zu Diario Crítico und ein ironischer Dank. Ab dort wird das Material zu einer Amateurprüfung der öffentlichen Kassen, mit Presseausschnitten, Analysten-Tweets und einer schwebenden Frage: Wenn die offiziellen Zahlen so gut sind, warum widerspricht jede veröffentlichte Daten ihnen?

Was sagen die neuesten Daten zu Schulden und Defizit?

Die offizielle Schuldensumme liegt bei etwa 1,62 Billionen, aber manche behaupten, die relevante Buchführung sei anders. Es wird argumentiert, dass die reale Verschuldung, einschließlich nicht im Verfahren bei übermäßigem Defizit erfasster Verbindlichkeiten, zwei Billionen übersteigt, was etwa 140 % des BIP entspräche. Diese technische Unterscheidung ändert das Bild völlig: 1,6 zu schulden ist nicht dasselbe wie 2,0.

Auch das Defizit stimmt nicht überein. Zirkulierende Daten sprechen von 77.663 Millionen zwischen Q1 2023 und Q1 2024, wobei sich 39.237 Millionen allein auf Q1 2024 konzentrieren, 89 % der Jahresprognose. Die wiederholte Frage: Wie kann ein Geschäftsjahr mit diesem Ausgabentempo abgeschlossen werden, ohne dass Alarmglocken läuten?

Hinzu kommt das Tropfen der Sozialversicherung. Beitragseinnahmen decken nicht die Ausgaben für Leistungen, Löhne und Verbrauchskosten, und das reale Defizit des Systems ist laut geteilten Berechnungen siebenmal höher als die offizielle Zahl. Die Nachhaltigkeit des Systems hört auf, eine abstrakte Debatte zu sein, und wird zur Subtraktion.

Beschäftigung, die nicht zur Erzählung passt

Die Arbeitslosigkeit stieg im September um 3.164 Personen, und die Schaffung neuer Jobs fiel auf ein Tief: 8.805 Stellen, die niedrigste Septemberzahl seit 2013. Bei SEPE (Staatlicher Arbeitsdienst) Gemeldete übertreffen drei Millionen, und Arbeitssuchende erreichen 4,2 Millionen. Im dritten Quartal wurden 195.000 Stellen vernichtet, der schlechteste Wert seit 2012.

Manche relativieren, dass ein Teil dieser Verschlechterung saisonal bedingt ist. Das Argument hat Gewicht, kollidiert aber mit einem anderen Datum: Spanien führt den europäischen Armutsindex an und hat die höchste Arbeitslosenquote in der EU. Wenn die reale Arbeitslosigkeit bei 3,3 Millionen Menschen liegt, 700.000 mehr als registriert, erklärt Saisonalität weniger und Struktur mehr.

Der Arbeitsmarkt hat eine andere Seite: Insolvenzverfahren unter KMU wuchsen 2024 um 20 %, während die Lohnkosten seit 2019 um 18,1 % stiegen. Der Mindestlohn steigt, die Beiträge steigen und die Gewinnmargen kleiner Unternehmen schrumpfen. Das ist keine Meinung, es ist eine Sequenz.

Warum wächst das BIP, wenn alles andere schlechter wird?

Weil mehr als die Hälfte des Wachstums aus öffentlichen Ausgaben stammt. Im dritten Quartal 2024 stieg das BIP um 0,83 %, und 56 % dieses Anstiegs werden durch erhöhten öffentlichen Konsum erklärt. Die Wirtschaft wächst nicht, weil der Privatsektor zieht, sondern weil der Staat mehr ausgibt. Es ist Wachstum, das mit Schulden bezahlt wird und sich per Definition nicht von selbst wiederholt.

Die Episode des BIP von 2021 streut Salz in die Wunde. Das INE (Nationales Statistikinstitut) bestätigte, dass ein Teil des Wachstums in diesem Jahr auf Geld aus Drogen und Prostitution sowie Trinkgeldern und informellen Aktivitäten zurückging. Die Statistik ist nach europäischen Handbüchern legitim, aber als Schlagzeile für Wirtschaftsmanagement lässt sie viel zu wünschen übrig.

Unterdessen verliert die spanische Industrie an Gewicht: Ihr Beitrag zum industriellen BIP sank 2023 um 0,9 % auf 14,7 %, verglichen mit 18,2 % in der EU und 17,7 % in der Eurozone. Frankreich und Deutschland verbessern sich leicht. Spanien nicht. Und ausländische Investitionen brachen um 55 % ein.

Steuern, Hilfen und Fonds: Wohin geht das Geld?

Hacienda (Steuerbehörde) nahm im Oktober fast 50 Milliarden Euro ein, ein historischer Rekord. Steuern auf Arbeit stiegen zwischen 2022 und 2023 um 0,62 Punkte auf 40,23 %, der größte Anstieg in der EU im letzten Jahr. Steuerzahler zahlen mehr und erhalten denselben Dienst oder weniger: Gesundheit, Bildung, Pflege und Sicherheit sind prekär, laut Listen von Verschwendung mit Doppelstrukturen, nutzlosen Staatsunternehmen, inaktiven Einrichtungen und Parteisubventionen.

Die allgemeinen Haushaltspläne fügten 25 Milliarden Euro mehr Ausgaben hinzu, wobei laufende Kosten um 26,3 % und reale Investitionen um 18,2 % stiegen. Entwicklungshilfe wuchs zwischen 2018 und 2023 um 235,9 % und übertraf 1,75 Milliarden. Und EU-Fonds kommen in einem Tempo voran, das Brüssel missbilligt.

Ein Detail illustriert das Ganze: Hilfen von Mercadona an Mitarbeiter, die von der DANA (schwerer Sturm) betroffen sind, werden besteuert. Hacienda nimmt einen Anteil dessen, was ein Unternehmen gibt, um eine Katastrophe zu lindern. Es ist nicht illegal. Es ist einfach das System, das so funktioniert, wie es entworfen wurde.



Mit diesen Grundlagen erfordert die Schlagzeile „gute Nachrichten“ einen Glauben, den die Zahlen nicht tragen. Vielleicht ist das Problem nicht der Überbringer, sondern dass niemand dem Überbringer mehr glaubt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (115 Antworten).

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