Spaniens PSOE erwagt Klage gegen PP wegen KI-Video mit Gómez, Zapatero und Cerdán

Der spanische PSOE prüft rechtliche Schritte gegen ein KI-Video der PP, das auf X über eine Million Aufrufe erreicht hat. Ferraz nennt weder Straftatbestand noch Zeitplan.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der spanische PSOE erwagt eine Klage gegen die PP wegen eines mit künstlicher Intelligenz erstellten Videos, in dem Begoña Gómez, Zapatero und Cerdán Unregelmäßigkeiten eingestehen. Ferraz hat noch nicht entschieden, ob geklagt wird und wegen welcher Straftatbestände.

Der PSOE erwägt, die PP wegen eines mit künstlicher Intelligenz gefertigten Videos vor Gericht zu bringen. Darin sind Begoña Gómez, die Ehefrau Pedro Sánchezes, sowie aktuelle und frühere sozialistische Funktionäre wie José Luis Rodríguez Zapatero und Santos Cerdán zu sehen, die mutmaßliche Straftaten eingestehen. Die PP veröffentlichte das Video am Mittwoch auf ihren offiziellen Kanälen; es hat inzwischen über eine Million Aufrufe auf X.

## Ein Video, das die sozialistische Parodie imitiert

Das Partido Popular baute den Clip auf Basis eines früheren PSOE-Videos. Darin bekräftigte Sánchez angesichts des Besuchs des argentinischen Präsidenten Javier Milei in Madrid seinen Stolz, „Linksorientierter" zu sein. Die PP dreht die Parole „zurdos y orgullosos" (stolze Linke) um: „lerdos y orgullosos" (trottelig und stolz) ist am Ende zu lesen. Die Imitation nutzt KI, um den Genannten Geständnisse unregelmäßiger Aktivitäten in den Mund zu legen, die niemand je in der Realität aufgezeichnet hat.

## Ferraz prüft den rechtlichen Weg, ohne die Straftat festzulegen

Quellen aus Ferraz (der PSOE-Zentrale) bestätigen, dass man rechtliche Schritte prüft und diese Option nicht ausschließt. Eine Entscheidung liegt nicht vor. Auch ist nicht festgelegt, wegen welcher Straftatbestände man vor Gericht gehen würde. Das heißt: Die Klage ist eine Möglichkeit auf dem Tisch, keine offizielle Ankündigung.

## Die Reichweite des Videos in den sozialen Medien

Die Verbreitungszahlen sind Teil der Angelegenheit. Auf X hat das Video die Million Aufrufe überschritten. Auf Instagram zählt es etwas mehr als **500.000** Aufrufe, auf TikTok über **200.000** Wiedergaben. Diese Zahlen stammen aus dem Bericht von El Debate.

## Was man sagen darf und was nicht

Ein Video dieser Art wirft ein rechtliches Problem mit zwei Fronten auf: das Persönlichkeitsrecht der Menschen, deren Bild manipuliert wird, und die Verbreitung irreführender Inhalte. KI ermöglicht es, Aussagen zu fabrizieren, die nie existiert haben, und wer sie ohne Kontext sieht, kann sie für echt halten. Jede gerichtliche Schritte müssten den Schaden und die Urheberschaft des Clips nachweisen. Es empfiehlt sich, die offiziellen Schritte abzuwarten, bevor man eine Klage als beschlossene Sache betrachtet.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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