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Taktisches Wählen für die PP, um VOX in Spanien zu stoppen
Ein Aufruf fordert Linke in Spanien auf, die PP zu wählen, um eine Regierung mit VOX zu verhindern. Die Debatte über die taktische Stimme spaltet die Linke und lässt ein Dilemma offen.
Mit geschnürter Nase die PP wählen, um VOX zu stoppen: das Paradox, das Spaniens Linke spaltet
Die Rechte steht einen Schritt vor der Regierung, und die Linke kommt zahlenmäßig nicht aus. Ausgehend davon macht ein Aufruf die Runde in den sozialen Medien: die PP wählen, wenn auch mit geschnürter Nase, damit Feijóo die absolute Mehrheit erreicht und nicht von VOX abhängig ist. Der Vorschlag, als letztes antifaschistisches Opfer dargeboten, hat ein Wespennest aufgestochen. Denn die Grunddiagnose des Verfassers der Nachricht ist vernichtend: Selbst wenn pogre Wähler massenhaft mobilisieren würden, reichten die Sitze von PSOE, Sumar und Podemos nicht aus, um die Rechte zu überholen.
Der Verfasser der ursprünglichen Nachricht nimmt kein Blatt vor den Mund: "Uns bleibt nur die Möglichkeit, mit geschnürter Nase Feijoo zu wählen." Er präsentiert es als das kleinere Übel gegenüber einer Koalitionsregierung mit der extremen Rechten. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Aus dem pogre Lager kommt eine brüske Ablehnung: "Ich bin pogre und werde die extreme Rechte nicht aufhalten, geschweige denn für das Anti-Spanien stimmen, das Verbrechen, Verrat und Korruption verkörpert." Der Widerspruch ist serviert.
Die Rechnung, die sich niemand zu traut
Der Kern der Debatte ist arithmetischer Natur. Wenn die Summe der Linken nicht reicht, wäre der einzige Weg, VOX vom Ministerrat fernzuhalten, eine absolute Mehrheit der PP zu ermöglichen. Es ist die Logik der taktischen Stimme in ihrer extremsten Form: Es geht nicht darum, denjenigen zu wählen, den man bevorzugt, sondern denjenigen zu blockieren, den man fürchtet. Das Problem: Diese Rechnung verlangt einen Glaubensakt. Denn nichts garantiert, dass ein Linkswähler, der die PP wählt, dies ohne Folgen tut. Und der Preis ist für viele zu hoch.
Der Vorschlag fand Echo in Kreisen, die seit Langem vor dem Vormarsch der Rechten warnen. Doch er hat auch Misstrauen geweckt. Manche sehen darin eine Falle: Wenn die PP VOX nicht braucht, regiert sie ohne Fesseln und setzt ihr Programm um. Und dieses Programm, so das Argument, enthalte Kürzungen, die die Linke nicht akzeptieren will. Das Dilemma ist also nicht nur taktisch. Es ist auch ideologisch.
Der Arbeitgeberverband und die echte Macht: das Argument, das verunsichert
Mitten im Lärm taucht eine These auf, die den Fokus verschiebt. "PP/VOX haben ein Problem. DER ARBEITGEBERVERBAND. Er ist es, der regiert. Wenn sie Arbeitskräfte brauchen, müssen sie schlucken, sonst werden es 4 Jahre Qual sein." Die Idee: Die Wirtschaftsmacht bestimmt jedes Programm, auch das der Rechten. Und die Migrationspolitik ist, weit entfernt von einer Grundsatzfrage, eine Frage der Marktinteressen. Eine Sichtweise, die zumindest dazu einlädt, die tatsächliche Macht der Wahlurnen zu relativieren.
Dieses Argument verbindet sich mit einer anderen Strömung in der Debatte: dem Misstrauen gegenüber der offiziellen Erzählung. "Sie tun alles, um das Land zu ruinieren, damit wir sie danach brauchen, um die Armut zu lindern. Klassische sozialistische Strategie." Der Satz, ohne Betäubung ausgesprochen, fasst den Skeptizismus derjenigen zusammen, die glauben, dass die politische Klasse – alle zusammen – die Krise zu ihrem eigenen Nutzen verwaltet. Es ist keine Mehrheitsmeinung, aber sie liegt in der Luft.
Vom "Wahlbetrug" bis zu den Enkeln: der Hintergrundlärm
Das Gespräch driftet, wie so oft, in andere Themen ab. Nachrichten über einen angeblichen Wahlbetrug, massenhaft vergebene Staatsbürgerschaften oder die Rolle von Unternehmen bei der Auszählung folgen aufeinander, ohne jeden Beleg. Es sind Falschmeldungen, die nicht als plausibel dargestellt werden dürfen. Doch ihre Präsenz offenbart ein Misstrauensklima, das jede Debatte vergiftet. Und es erklärt zum Teil, warum ein Aufruf wie der ursprüngliche auf Widerstand stößt: Dem pogre Wähler vertraut niemand.
Unterdessen bleibt die eigentliche Frage unbeantwortet. Ist die Wahl der PP ein akzeptables Opfer, um die Rechte aufzuhalten? Oder ist es eher eine vorzeitige Kapitulation? Der Verfasser der Nachricht ist sich sicher: "Weiterleiten." Der Ball liegt bei jedem einzelnen Wähler. Und die Uhr läuft.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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