Spaniens PP kann keine Begeisterung erzeugen

Die spanische Rechte geht ihre Wahltermine mit einer Wählerschaft an, die mehr aus Ablehnung des Gegners als aus Zustimmung zum Programm wählt. So lässt sich dieser Verschleiß messen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein Teil der rechten Wählerschaft in Spanien wählt die PP (Spaniens größte konservative Partei), um die Linke aufzuhalten, nicht aus Identifikation mit ihrem Programm. Diese Mobilisierung durch Angst funktioniert, erzeugt aber keine Begeisterung und eint nicht auf Dauer.

Die spanische Politik bewegt sich seit geraumer Zeit in einem Paradox. Es gibt Wähler, die mit zugehaltener Nase zur Wahl gehen und den Stimmzettel wählen, der ihnen am wenigsten zuwider ist. Das ist kein neues Phänomen, aber es ist strukturell geworden.

## Die geliehene Stimme, die nie nach Hause zurückkehrt

Bei den letzten Wahlen hat die PP einen erheblichen Zustrom von Stimmen erhalten, die ihr nicht gehören. Es sind Wähler, die von **Vox**, aus der Enttäuschung und aus der Angst vor dem kommen, was sie Kommunismus nennen. Dieses Darlehen wird verlängert, solange der Gegner Angst einflößt.

Das Problem tritt auf, wenn die Angst nachlässt. Ohne diesen Treibstoff bleibt der geliehene Wähler zu Hause oder sucht eine andere Option. Begeisterung lässt sich nicht mit einem Wahlkampf von drei Wochen herstellen.

## Der Vergleich mit den USA

In den **USA** mobilisierte der Wahlkampf von **Donald Trump** **2024** eine Wählerschaft, die **Kamala Harris** als Bedrohung sah. Der Sieg war überzeugend. Dieses Ergebnis wurde mit einer Kommunikationsmaschine und einem Sieg-Narrativ erklärt, das hier kein Pendant hat.

In Spanien fehlt der **PP** eine derartige Struktur. Es gibt keinen **Elon Musk**, der ein Narrativ der Zuversicht finanziert und verstärkt. Dieser Mangel zeigt sich bei jeder Wahl.

## Patriotismus als Wahlfahne

Der Diskurs, der der spanischen Rechten am besten dient, ist der der Verteidigung des Vaterlandes. Der Sieg wird als Abwehr gegen den Kommunismus dargestellt. Dieser Rahmen mobilisiert, eint aber nicht über die Ablehnung des Gegners hinaus.

Begeisterung verlangt mehr als einen Feind. Sie verlangt ein Projekt, das der Wähler als sein eigenes erkennt. Ohne das wird jede Wahl zum Plebiszit über den jeweiligen Gegner.

## Die wichtigsten Punkte

- Die PP ist zur Mobilisierung auf geliehene Stimmen von **Vox** und auf die Angst vor der Linken angewiesen.
- **Donald Trump** gewann **2024** mit einer Kommunikationsmaschine, die die PP nicht nachbilden kann.
- Das Fehlen eines spanischen **Elon Musk** begrenzt die Fähigkeit, Wahlbegeisterung zu erzeugen.
- Der Diskurs der Vaterlandsverteidigung mobilisiert, baut aber keine dauerhafte Zustimmung auf.
- Begeisterung lässt sich nicht improvisieren: Sie erfordert ein Projekt, ein Team und ein eigenes Narrativ.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (5 Antworten).

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