Spaniens neue 400-Vorwahl gegen Spam schon nach einer Woche für Betrug missbraucht

Ein Nutzer aus Córdoba meldete einen Betrugsversuch von einer +400-Nummer, die sich als Iberdrola ausgab. Die Lokalpolizei warnt: Die Vorwahl garantiert nichts.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die 400-Vorwahl, die in Spanien seit dem 17. Oktober für Werbeanrufe vorgeschrieben ist, hindert Betrüger nicht daran, sie nachzuahmen: Ein Nutzer aus Córdoba meldete einen Versuch, Bankdaten mit einer +400-Nummer zu stehlen, die sich als Iberdrola ausgab.

Die Verordnung, die die 400-Vorwahl in Spanien für Werbeanrufe reserviert, trat am Samstag, dem **17. Oktober**, in Kraft. Die Logik war einfach: Beginnt die Nummer mit 400, weiß der Anrufer, dass ihm etwas verkauft werden soll, und kann entscheiden, ob er abnimmt. Weniger als eine Woche später lag bereits die erste Anzeige wegen eines missbräuchlichen Gebrauchs genau dieser Vorwahl vor.

## Eine +400-Nummer gab sich als Iberdrola aus

Ein Nutzer aus **Córdoba** wandte sich an die Lokalpolizei, um einen versuchten Telefonbetrug anzuzeigen. Der Anruf kam von einer Nummer, die mit **+400** begann, und am anderen Ende gaben sich die Anrufer als Mitarbeiter von **Iberdrola** aus. Ziel war es nicht, einen Tarif zu verkaufen: Es ging darum, an die persönlichen und Bankdaten des Mannes zu gelangen.

Der Fall zeigt die Kehrseite der Maßnahme. Die Vorwahl kennzeichnet Unternehmen, die die Regel einhalten, bestätigt aber nicht, wer am anderen Ende der Leitung ist. Jeder kann eine Nummer wählen, die mit 400 beginnt, und das Handydisplay unterscheidet den seriösen Verkäufer nicht vom Hochstapler.

## Die Warnung der Lokalpolizei

Die Lokalpolizei betont einen Gedanken, den man sich merken sollte: Ein Anruf, der mit der Vorwahl **+400** beginnt, ist nicht automatisch seriös. Kriminelle können diese Nummern ausnutzen, um Menschen zu täuschen – und haben das bereits getan.

Ihre Ratschläge sind die üblichen, aber sie funktionieren trotzdem. Misstrauisch sein bei unerwarteten Anrufen, bei denen nach Daten oder Bankinformationen gefragt wird. Keine Passwörter oder Kartenverifizierungscodes weitergeben. Und sich nicht allein auf die Nummer auf dem Display verlassen, denn sie kann ein falsches Vertrauensgefühl erzeugen. Im Zweifel: auflegen und das Unternehmen über seine offiziellen Kanäle kontaktieren.

## Was sich mit der 400-Vorwahl ändert – und was nicht

Die Verordnung schreibt vor, dass alle Werbeanrufe von einer neunstelligen Nummer abgegeben werden müssen, die mit 400 beginnt. Spaniens Minister für Digitale Transformation und öffentlichen Dienst, **Óscar López**, stellte sie als Möglichkeit vor, dass jeder in Spanien einen Werbeanruf leicht erkennen und entscheiden kann, ob er abnimmt. Wer die Regel missachtet, kann bei der Oficina de Atención al Usuario de Telecomunicaciones (Beschwerdestelle für Telekommunikationsnutzer) beanstandet und angezeigt werden.

Was die Verordnung nicht leistet, ist die Authentifizierung des Anrufursprungs. Sie blockiert Spam von nicht registrierten Anbietern, ähnlich wie es bei SMS bereits der Fall ist, verhindert aber nicht, dass ein Betrüger eine 400-Nummer wählt und sich als bekanntes Unternehmen ausgibt. Das Etikett hilft beim Filtern; es ersetzt kein gesundes Misstrauen.

Wenn ein Anruf Bankdaten, Passwörter oder Verifizierungscodes verlangt, ist es klug, aufzulegen und das Unternehmen über seinen offiziellen Kanal anzurufen. Kein seriöses Unternehmen erledigt eine dringende Angelegenheit am Telefon mit Zeitdruck.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (2 Antworten).

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