Spaniens Mittelschicht gibt 5.000 Euro für Show-Urlaub aus

5.000 Euro für 15 Tage Strand: ein Porträt einer spanischen Mittelschicht, die den Urlaubsstatus mit Hypothek und Eigenmarken aus dem Supermarkt bezahlt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Mittelschicht, Status und 5.000 Euro: der Preis des Show-Urlaubs

Was kostet es, sich zwei Wochen lang etwas vorzumachen? Rund 5.000 Euro, so die Zahlen, die kursieren: 3.000 für ein «chic»-Appartement an der Küste und weitere 2.000, um den Schein zu wahren. Die eigentliche Rechnung wird den Rest des Jahres bezahlt – mit Hypothek und Eigenmarken im Einkaufskorb.

Die Logik ist die des Status. Charo braucht das «coole» Restaurant für die WhatsApp-Fotos; ohne Geschichten heimzukommen gegenüber der Kollegin, die auf Sardinien war, wäre ein Fiasko. Konsum, der kein Vermögen schafft, nur einen Feed. Die Alternative gibt es allerdings: zwölf Tage in Vinaròs für 1.260 Euro, mit Zwei-Zimmer-Appartement, Pool und nicht überlaufenen Stränden. Kommt zwar nicht auf Instagram, aber man kommt bis Monatsende über die Runden.

Die Karikatur, die die Kontroverse auslöste, bleibt zu oberflächlich, kritisieren manche: Da fehlen die Mercadona-Paella, das Zehn-Euro-Eis oder die Qualleninvasion, die fünf auf Raten bezahlte Tage ruiniert. Und im Hintergrund schimmert der Touristenüberdruss: «Ich habe Touristen bis zum... satt», «go home». Mit dem ironischen Trost, dass bei so vielen Sommerurlaubern an der Küste «die Berge freier bleiben».

Fazit: Während die einen für Status zahlen und die anderen für Erholung, bleibt die Mittelschicht zwischen Show und Girokonto gefangen. Das sollte jemand zeichnen – aber richtig.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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