Spaniens Ministerpräsident hat Glück: Prozess gegen Begoña Gómez trifft auf Ceuta-Krise

Der Prozessbeginn gegen Begoña Gómez fällt mit der Krise in Ceuta zusammen und lenkt die mediale Aufmerksamkeit ab. Der spanische Ministerpräsident setzt auf die Unparteilichkeit der Geschworenen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das Glück, mehr noch als die Gerechtigkeit, scheint auf der Seite des Ministerpräsidenten **Sánchez** zu stehen, der von der medialen Ablenkung profitiert, die der Prozessbeginn gegen seine Frau **Begoña Gómez** mitten in der Krise in **Ceuta** ausgelöst hat.

## Wenn Justiz auf Politik trifft

Die Justiz hat den Ministerpräsidenten **Pedro Sánchez** erneut in Bedrängnis gebracht, doch diesmal hat der Zufall dafür gesorgt, dass sich das mediale Interesse anderswohin verlagert hat. Die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen **Begoña Gómez**, die Ehefrau des Ministerpräsidenten, durch Richter **Peinado** fiel mit der Krise in **Ceuta** zusammen, einem Ereignis, das nach Einschätzung einiger Beobachter die schwerste Tragödie ist, die Spanien seit der Wiederherstellung der Demokratie **1975** erlebt hat. Die Schwere der Lage in **Ceuta** hat die Nachrichten rund um das Gerichtsverfahren zumindest vorübergehend in den Schatten gestellt.

**Sánchez** selbst hat die Unschuld seiner Frau verteidigt, das gerichtliche Vorgehen als möglichen Schaden für die Justiz bezeichnet und die Unparteilichkeit des Richters **Peinado** in Frage gestellt. Diese Haltung fügt sich in das Narrativ des **"Lawfare"** ein, das die Regierung stets vertreten hat und das eine politische Verfolgung über die Gerichte suggeriert. Das vom Ministerpräsidenten geäußerte Vertrauen, dass eine Jury im Fall **Begoña Gómez** Gerechtigkeit schaffen wird, steht im Kontrast zu früheren Erfahrungen, etwa der Verurteilung seines Bruders **David Sánchez** wegen Rechtsbeugung im Amt, einem Urteil, das später angefochten wurde.

## Das Glück als Verbündeter der Regierung

Das Zusammentreffen des Prozessbeginns gegen **Begoña Gómez** mit der Krise in **Ceuta** kann als Glücksfall für **Sánchez** interpretiert werden. Während sich die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit auf die Lage an der Südgrenze richtet, treten die Details des Gerichtsverfahrens gegen die Ehefrau des Ministerpräsidenten in den Hintergrund. Diese Dynamik ermöglicht es der Regierung, zumindest im Moment, die Image- und politische Krise zu bewältigen, die ein Justizverfahren gegen den engsten Umfeld des Ministerpräsidenten bedeutet.

Die Strategie der **PSOE** scheint darauf abzuzielen, das gerichtliche Vorgehen zu diskreditieren und es als Verschwörung gegen die Partei und ihren Vorsitzenden darzustellen. Die Aussage **Sánchez**' , **Peinado** habe "der Justiz großen Schaden zugefügt" und werde nicht als "unparteiischer Richter in Erinnerung bleiben", ist ein klares Beispiel für diese Argumentationslinie. Obwohl frühere Beschwerden gegen denselben Richter, eingereicht vom Ministerpräsidenten und seiner Frau, vom Obersten Gerichtshof von Madrid abgewiesen wurden, beharrt die offizielle Erzählung auf der Politisierung der Justiz, wann immer diese nicht im Interesse der Regierung entscheidet.

## Die Geschworenenjury – ein zweischneidiges Schwert

Die Wahl eines Verfahrens mit Geschworenenjury im Fall **Begoña Gómez** bringt ein Element der Unsicherheit mit sich und wirkt für manche absurd. Das Geschworenengesetz, das **1995** in **Spanien** von der sozialistischen Regierung **Felipe González** eingeführt wurde, könnte nun seine Schwächen offenbaren. Die Schwierigkeit, neun Bürger zu finden, die den Fall nicht kennen und ein unparteiisches Urteil fällen können, ist ein wiederkehrendes Problem.

**Sánchez** hat seine Hoffnung auf die Ausgewogenheit der Jury zum Ausdruck gebracht und erklärt, dass die "völlige Unschuld" **Begoña Gómez**' anerkannt werden werde. Moncloa, das Amt des Ministerpräsidenten, hat dieses Vertrauen in einer Erklärung bekräftigt. Die jüngere Geschichte deutet jedoch darauf hin, dass die Justiz, selbst mit Geschworenenjury, nicht immer mit den Wünschen des Ministerpräsidenten übereinstimmt. Die Verurteilung seines Bruders **David Sánchez** ist eine Erinnerung daran, dass Gerichtsverfahren unerwartete Ergebnisse haben können, unabhängig von den Erwartungen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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