Eine kurze Überlegung zur Politisierung

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Mir ist gerade eingefallen: Ein Thema hört auf, politisiert zu sein, wenn die Gegner des Themas besiegt wurden.
Ich schreibe es hier auf, bevor ich es vergesse.
Als wissenschaftliches Beispiel: Die Anti-Einstein-Leute mögen in den 20er-30er Jahren noch viele gewesen sein, heute gibt es keine mehr.
Ein politischeres Beispiel: Unter Franco gab es keine echte Politik, weil die Gegner besiegt worden waren.
In der Zukunft: Der Feminismus wird aufhören, politisch zu sein, wenn wir, seine Gegner, nicht mehr existieren.
Also weder Carl Schmitt noch Macchiavelli und gar nichts. Mao hatte recht: Die politische Macht wächst aus der Mündung eines Gewehrs (Achtung: Der Lauf der Zeit und der natürliche Tod sind auch ein Gewehr). Klarer gesagt: Die politische Macht entsteht aus dem Tod des Gegners.
Wenn es auch nur einen einzigen Spanier gibt, der sich dem Hund widersetzt, hat der Hund nicht 100 % der politischen Macht.
Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich mache, ihr Riesen…

Die Idee, die dieser Kollege hier anführt, ist ziemlich direkt und, ehrlich gesagt, zum Nachdenken anregend. Er sagt im Grunde, dass ein Thema aufhört, umstritten zu sein, auf der politischen Agenda zu stehen, wenn seine Gegner verschwinden – sei es durch Niederlage oder, drastischer gesagt, durch den Lauf der Zeit und den Tod. Er bringt klare Beispiele: Einsteins Wissenschaft, die heute keine Debatte mehr erzeugt, weil die Gegner nicht mehr leben, oder das Spanien Francos, wo das Fehlen einer Opposition dazu führte, dass es keine "Politik" im Sinne einer Debatte gab.

Die These ist unmissverständlich: Die politische Macht in ihrer reinsten Form entsteht aus der Beseitigung des Gegners. Es geht nicht um große Theorien, sondern um eine brutale Realität: Solange es Dissens gibt, wird die Macht niemals absolut sein. Das Beispiel des "Hundes" (ich verstehe, dass ein Führer oder eine Ideologie gemeint ist) ist anschaulich: Bleibt auch nur ein einziger Spanier dagegen, hat er nicht die totale Kontrolle. Es ist ein schonungsloser Blick, ja, aber er zeigt, wie sich Macht im Laufe der Geschichte festigt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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