Spaniens Mietdekret zielt auf über 10 Millionen potenzielle Wähler ab

In Spanien wohnen mehr als 10 Millionen Menschen zur Miete, fast 3 Millionen geben über 30 % ihres Einkommens dafür aus. Warum das politisch zählt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

In Spanien leben etwas mehr als 10 Millionen Menschen zur Miete, eine Zahl höher als die Bevölkerung Kataloniens und die des Baskenlandes, jeweils einzeln gezählt. Fast 3 Millionen geben mehr als 30 % ihres Einkommens für die Miete aus, so die genannten Daten.

## Mehr als zehn Millionen Mieter
In Spanien liegt die Zahl der Menschen, die zur Miete wohnen, nach verfügbaren Schätzungen bei etwas mehr als **10 Millionen**. Diese Zahl ist kein Detail am Rande.

Das INE (spanisches Statistikamt) und das Mietobservatorium beziffern den Anteil der Mieterhaushalte auf zwischen **20,4 %** und **24,7 %**. Das Gewicht steigt, weil der Wohnungskauf teurer geworden ist. Fast 1 von 4 Spaniern greift auf diese Form zurück. Mehr als die Hälfte der Mieter, rund 5,2 Millionen, wurden im Ausland geboren. Die Jüngsten mieten aus Notwendigkeit.

## Katalonien und Baskenland im Vergleich
Katalonien hat rund **8.201.735** Einwohner. Das Baskenland etwa **2.252.857**. Zusammen kommen sie kaum über die **10 Millionen** Mieter hinaus.

Einzeln betrachtet wiegen die Mieter mehr als jede dieser Regionen. Daher stammt die These, die Mieten mit der Wahlarithmetik verknüpft: Ein Block von mehr als zehn Millionen potenzieller Wähler wäre größer als die baskischen und katalanischen Unabhängigkeitswähler, die nach dieser Lesart in mehreren Legislaturperioden Regierungen entschieden haben. Es ist eine politische Interpretation, keine offizielle Zahl.

## Der finanzielle Druck, der die Stimme beeinflusst
Fast **3 Millionen** Mieter geben mehr als **30 %** ihres Monatseinkommens für die Miete aus. In diesem Zusammenhang weisen manche darauf hin, dass steigende Treibstoffpreise einen Teil dieser Mieter die Miete schon jetzt unmöglich machen und dass die Lebensmittelpreise den Spielraum weiter verengen könnten.

Dieser Cocktail macht die Miete zu einer Geldfrage, nicht nur zu einer Wohnungsfrage. Wer zwischen vollem Kühlschrank und Monatsmiete wählen muss, wählt anders. Manche behaupten, dass das Dekret namens **Mari Carmen** auf diese Wahlkalkulation zurückgeht. Es ist keine offizielle Zahl, sondern eine Interpretation.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (4 Antworten).

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