Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Mietvertragsverlängerung bis 2028, Zwangsräumungen bis 2030 verboten
Kritiker sehen in der Verlängerung von Mietverträgen bis 2028 und dem Räumungsverbot bis 2030 eine Ausbremsung des Angebots für kleine Vermieter.
Zwei Jahre automatische Verlängerung, keine Zwangsräumungen bis 2030
Das Mietenwesen in Spanien ist nicht mehr nur ein Vertrag zwischen zwei Parteien, sondern wurde zu einer politischen Zwangsverlängerung. Im Oktober 2026 verabschiedete der Ministerrat ein Maßnahmenpaket – bekannt als Dekret Maricarmen, aufgeteilt in zwei Texte –, das die obligatorische Verlängerung aller vor dem 31. Dezember 2028 auslaufenden Verträge um zwei Jahre vorsieht und Zwangsräumungen bis 2030 untersagt. Das Kleingedruckte relativiert die Ankündigung: Es gibt keine Vermögensgrenze. Damit sind private Eigentümer mit einer einzigen Wohnung genauso betroffen wie Fonds mit Tausenden.
Was ändert das Wohnbaudekret vom Oktober 2026?
Der Text wurde in zwei Dekrete aufgespalten, um die Koalitionspartner zufrieden zu stellen. Die Verhandlungen zogen sich bis zum Morgen hin und verzögerten den Beginn des Ministerrats um eine Stunde. Die Kernmaßnahme ist die Verlängerung: Jeder Mietvertrag, der vor dem 31. Dezember 2028 endet, wird automatisch um zwei Jahre verlängert. Der zweite Teil ist das Verbot von Zwangsräumungen, das bis 2030 gilt.
Die Regierung beantragte eine Sondersitzung im Kongress zur Bestätigung der Maßnahmen. Bis dahin bleibt das Paket eine Ankündigung ohne sofortige Rechtskraft. Und die Verlängerung ist nicht optional: Wenn der Mieter bleiben will, bleibt er.
Wer ist betroffen: Großvermieter oder kleine Eigentümer?
Hier liegt die erste Falle. Das Dekret enthält keine Vermögensschwelle. Das bedeutet, dass ein Eigentümer mit zwei vermieteten Wohnungen denselben Zwang zur Verlängerung unterliegt wie ein Großvermieter, ein Fonds oder Sareb (spanische Immobilienverwaltungsgesellschaft). Laut Debatte spricht die Statistik gegen die offizielle Darstellung: Die Mehrheit der Mietwohnungen gehört kleinen Eigentümern mit ein oder zwei Häusern, nicht anonymen Gesellschaften.
Junts forderte einen „Schutz für kleine Vermieter“, was praktisch ein Sonderregime unterhalb einer bestimmten Anzahl von Wohnungen bedeuten würde. Sumar legte sein Veto ein. Vorläufig gelten alle Regeln gleich, mit dem Unterschied, dass Fonds Anwälte haben und Privatpersonen Hypotheken.
Die unerwartete Entschädigung von 12 Monatsmieten
Laut einer am 30. September verbreiteten Aktualisierung muss ein Vermieter, der den Vertrag nicht erneuert, den Mieter mit 12 Monatsmieten entschädigen. Früher war es umgekehrt: Der Vermieter verlangte eine Kompensation vom Mieter bei vorzeitiger Kündigung; nun hat sich die Richtung der Verpflichtung komplett umgekehrt.
Die paradoxe Situation: Ein Vermieter kann auch einen säumigen Mieter nicht räumen lassen und müsste ihn bei Nichtverlängerung entschädigen. Die häufig genannte Rechnung: Bei einer monatlichen Miete von 1.060 Euro summiert sich dies bis 2030 auf 41.440 Euro. Der Anreiz, nicht zu zahlen, verschwindet damit keineswegs.
Die rechtliche Lücke, die vor Gericht führen wird
ElConfidencial berichtete, dass die Dekrete eine rechtliche Lücke öffnen, die dazu führen könnte, dass Verlängerungen vor Gericht landen. Juristen und Parlamentarier warnen vor Unklarheiten darüber, welches Gesetz gilt, falls das zweite Dekret scheitert, und über die Auswirkungen während der Stunden, in denen nur das erste in Kraft ist. Bedenken bestehen hinsichtlich der Rechtssicherheit, des Legalitätsprinzips und eines Anstiegs der Litigation.
Kurz gesagt: Selbst die Urheber des Pakets wissen nicht genau, welcher Text最终 gilt. In einem Mietvertrag ist das ein Problem, das Monate später vor Gericht ausgefochten wird.
Der parlamentarische Kampf: PNV, Junts und der Fokus im Kongress
Die Bestätigung ist nicht gesichert. Der PNV kündigte an, dem Dekret mit Steuerhilfen und Schutz vor Räumungen zuzustimmen, aber das Dekret zur automatischen Vertragsverlängerung abzulehnen. Alle Augen richten sich auf Junts, das noch die Amnestiefrage offen hat und laut Analysen kein Interesse an vorgezogenen Neuwahlen hat.
Gleichzeitig wird vermutet, dass das Thema andere Wochenthemen übertönen soll. Auch ein Regierungswechsel könnte das Paket aufheben, sollten sich die Umfragen bestätigen. Die Begünstigten würden entsprechend abstimmen.
Auswirkungen auf die Arbeitsmobilität
Ein kaum diskutierter Nebeneffekt: Ein besser bezahlter Job in einer anderen Provinz erfordert oft, die eigene Wohnung zu vermieten und eine neue anzumieten. Mit der Zwangsverlängerung und dem Räumungsverbot trägt der umziehende Eigentümer zwei Risiken gleichzeitig: Er zahlt die Hypothek für die Wohnung, die er nicht zurückbekommt, plus die Miete am neuen Ort. Hinzu kommen Kosten für Gerichtsverfahren.
Das Fazit aus konkreten Fällen ist unbequem: Der Umzug zwischen Provinzen wird für Eigentümer vermieteter Wohnungen fast unmöglich. Die Paradoxie: Derselbe Markt, der geschützt werden soll, verliert an Mobilität und Anpassungsfähigkeit.
Da die Bestätigung noch aussteht und der Fokus auf den Koalitionspartnern liegt, ist die vorsichtigste Prognose nicht, dass die Regeln stabil werden, sondern dass Monate vergehen, bevor klar ist, was Bestand hat. Bis dahin wird das Angebot auf dem Mietmarkt schrumpfen. Und der Eigentümer, der es stützen sollte, wird sich anderweitig orientieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (297 Antworten).
Dank des spanischen Enkelgesetzes erhalten hunderte Verwandte, darunter Urenkel und Neffen, die Staatsbürgerschaft. Ein Migrationsphänomen mit wirtschaftlichen Folgen.