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Spaniens Lebensmittelsammlung 2023 startet mit weniger Spendern
Lebensmittel sind seit Sept. 2021 um 28,4 % teurer. Spaniens diesjährige Sammlung beginnt mit weniger Spendenbereitschaft.
Die Lebensmittelsammlung 2023 in Spanien begann ohne offizielle Ankündigungen oder Plakate: nur ein gefaltetes Blatt in den Schulranzen der Kinder. Mitte November erhielten Familien von Privatschulen – auch Ikastolas – Notizen mit Listen benötigter Artikel und Empfänger. Der Mechanismus ist unverändert. Was sich geändert hat, ist die Reaktion. Viele regelmäßige Spender haben aufgehört zu spenden, nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus rechnerischen.
Wann beginnt die Lebensmittelsammlung 2023?
Die Kampagne erreicht Haushalte über Schulen. Die erste Benachrichtigung datiert vom 14. November, als eine Privatschule Zettel verteilte, die nun Details nennen: spezifische Produkte, Mengen und begünstigte Organisationen. Lehrer erinnern die Familien, und der Prozess verzweigt sich: Schulnotizen werden zu Einkaufstaschen im Supermarkt, Spendentischen und Freiwilligen, die Säcke verteilen. Alles beginnt diskret, ohne vorherige Medienaufmerksamkeit.
Es gibt keine zentrale Kampagne. Jede Schule, Pfarrei und Vereinigung organisiert ihren eigenen Zeitplan. Sie teilen jedoch den sozialen Kalender: von Mitte November bis zu den Wochen vor Weihnachten, wenn die Großzügigkeit ihren Höhepunkt erreicht und die Kisten gefüllt werden – oder nicht. Dieses Jahr lautet die Frage nicht, ob geholfen wird, sondern wie viel man sich leisten kann.
Warum ist der Warenkorb um 28,4 % teurer geworden?
Diese Daten erklären alles. Die Lebensmittelpreise in Spanien sind in den letzten 25 Monaten so stark gestiegen wie in den vorherigen 18 Jahren. Der Warenkorb ist 28,4 % teurer als im September 2021, mit einem zusätzlichen monatlichen Anstieg von 1,3 % im Oktober. Praktisch bedeutet das: Thunfischdosen für 3 € und Öl für 10 €.
Für jene, die Überschüsse spendeten, hat sich die Rechnung geändert. Nichts bleibt mehr übrig, oder fast nichts, und was übrig bleibt, kostet Erstwelt-Preise bei Nicht-Erstwelt-Gehältern. Früher war das Spenden von Grundnahrungsmitteln vernachlässigbar; jetzt, mit explodierenden Ölpreisen, ist Geben kein billiges Gestus mehr, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung.
Warum sagen viele Spender, sie geben nichts mehr?
Preisargumente sind nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte ist Misstrauen. Umlaufende Erzählungen deuten konsistent in eine Richtung: Vermeidung von Freiwilligen mit Taschen; Infragestellung von Organisationen, die Lebensmittel sammeln, während Hunger nicht offensichtlich sichtbar ist; bevorzugtes Tragen abgetragener Kleidung statt Nutzung von Spendencontainern.
Eine häufige Anekdote beschreibt das Betreten eines Supermarkts, wo eine Freiwillige eine Tasche mit einer spezifischen Liste anbietet – Spülmittel, Öl, Fischkonserven –, da andere Artikel reichlich vorhanden sind. Die oft geteilte Reaktion, um Unbehagen zu erzeugen, lautet: Mir hilft niemand. Diese kleine Geste spiegelt die Stimmung ehemaliger Mitwirkender wider.
Priorisieren Tafeln Migranten?
Diese Behauptung kursiert weit, entbehrt aber Beweisen. Manche behaupten, Verteilungsorganisationen bedienten zuerst Ausländer und ließen Spanier hinten anstellen; andere nennen dies als Grund für ihr Ende des Spendens. Keine Dokumente, Kriterien oder offiziellen Zahlen stützen diese Versionen. Es handelt sich um isolierte Zeugenaussagen.
Neben diesem Verdacht entstehen Zweifel an öffentlichen Geldern. Eine runde Summe von 692 Millionen Euro, zugewiesen an Organisationen für Migranten, wird als Beweis für Umleitung zitiert. Fondsziele, Transparenz der Entitäten und die Rolle religiöser Orden beim Management der Tafeln bleiben unbelegte Vermutungen. Fakt ist, dass das Volumen institutioneller Hilfe nicht mit den steigenden Preisen für Kichererbsen Schritt hält.
Von Schulnotizen zu Supermarkt-Schlangen
Andere beobachten von außen. Ohne zu spenden, schauen manche zu, wer sammelt und wer wartet: Sie bemerken konstante Kampagnen an verschiedenen Geschäften – nicht nur bei Tafeln – und erkennen, dass Bittsteller nicht immer dem Profil extremer Bedürftigkeit entsprechen. Einige fordern Audits der verwaltenden Stiftungen, bevor sie ihre Geldbörsen wieder öffnen.
Langzeitarbeitslosigkeit untermauert die Debatte. Wiederkehrende Geschichten beinhalten Väter, die zwei Jahre arbeitslos waren, Jobs bei denselben Entitäten beantragten, die nun nach Essen fragen, und angeblich hörten, Positionen seien reserviert. Ob wahr, übertrieben oder verbittert, solche Narrative schüren die Ablehnung. Am anderen Ende stehen jene, die beschlossen haben, nichts zu spenden – weder an NGOs, Schulen noch an irgendwen.
Was ist von der Kampagne zu erwarten?
Mit Körben, die 28,4 % teurer sind, und geringem Vertrauen der Spender ist es vernünftig, weniger gefüllte Kisten als vor zwei Jahren und teilweise Erfüllung der Schullisten zu erwarten. Weihnachtsbegeisterung könnte einige Lücken füllen, und veröffentlichte Endzahlen könnten eine andere Geschichte erzählen. Solange der Fokus nicht auf den Lebensmittelpreisen liegt, sondern auf der Identität der Empfänger, wird jede Heimnotiz kämpfen müssen, um ihre Tasche zu sichern.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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