30 % mehr als 2019 verdienen und weniger sparen. Ganar un 30% más que en 2019 y ahorrar menos que entonces
Das Sparen hat sich gespalten. Wer einen Polster hatte, leert ihn. Wer sparte, hat halbiert. Und wer knapp dastand, ist jetzt schlechter dran. Das ist der neue Boden, so die These am Anfang. Die Diagnose – die Lebenshaltungskosten liegen vor den Einkünften – wird fast niemandem bestritten.
Zahlt die Einkommensteuer (IRPF) die Hälfte eines 60.000-Euro-Gehalts?
Nein. Die Verwechslung des Grenzsteuersatzes mit dem effektiven Satz ist der häufigste Rechenfehler: Die IRPF-Stufen entsprechen nicht dem Prozentsatz, der vom Lohn abgeht. Dennoch ist der reale Abzug kein Witz. Vom Bruttolohn des Arbeitnehmers werden rund 6,5 % Sozialversicherungsbeiträge abgezogen, und der Arbeitgeber zahlt zusätzlich 33 % bis 35 % auf denselben Lohn. Das ist Arbeitskosten, die den Mitarbeiter nie erreichen.
Dieser Umstand erklärt, warum das Rentensystem keinen Spielraum hat, die Beiträge zu senken, und liefert gleichzeitig einen nützlichen Hinweis: Es gibt einen bezuschussten Ausbildungs-Guthaben – bis zu hundert Stunden im Jahr –, den viele Unternehmen einfach nicht nutzen.
Die geschätzten 50 % und die 30 % mehr an Lohn
Um zu wissen, ob eine Gehaltserhöhung kompensiert, muss man vergleichen. Eine Familie, die seit Jahren monatlich rechnet, fixe Ausgaben kürzt, zu Hause kocht, nachts die Waschmaschine laufen lässt und mit dem Fahrrad fährt, schätzt, dass die Lebenshaltungskosten seit Beginn der Pandemie um 50 % gestiegen sind. Und sie spart nichts. Die Rechnung ist eine Schätzung, wie derjenige zugibt, aber die Richtung des Vektors bestreitet niemand.
Am anderen Ende bestätigt jemand, der 30 % mehr als 2019 verdient, dass er damals mehr sparte und jetzt Preise vergleicht, ohne fast etwas beiseite zu legen. Er verdient mehr. Kauft weniger. Das ist die brutale Zusammenfassung des Zeitraums von der Gesundheitskrise bis heute.
Warum das fünf-Liter-Öl hinter Glas steht
Öl ist zum sichtbarsten Thermometer geworden. In kleinen Supermärkten sind die Fünf-Liter-Flaschen versteckt oder hinter Vitrinen platziert, wie hochprozentiger Alkohol. Der Grund: Diebstähle von zwei Flaschen, die rund hundert Euro ausmachen, gelten als geringfügig. Öffentliche Daten erlauben keine Aussage über einen weit verbreiteten Trend, aber das Phänomen ist keine Anekdote mehr.
Unterdessen wird gebrauchtes Küchenöl gehandelt. Manche nennen es grünes Gold, und laut veröffentlichten Informationen gibt es bereits spezialisierte Diebe. Von Abfall zu begehrtem Rohstoff in wenigen Jahren.
York-Schinken zu 6,67 €/kg im Vergleich zu 23 €/kg
Der nützliche Vergleich ist nicht der teure gegen den billigen Einkaufswagen, sondern dasselbe Produkt in zwei verschiedenen Ketten. Zwei Etiketten im Detail gelesen: ein 300-Gramm-Packung York-Schinken für 2 Euro, das sind 6,67 Euro pro Kilo; und ein extrafeines Scheibchen Kochschinken für 3,45 Euro, 23 Euro pro Kilo. Dieselbe Produktkategorie, ein Preis, der sich mehr als verdreifacht.
Ist der Teurere per Definition besser? Da beginnt der Streit. Die Zusammensetzung des Billigen umfasst Wasser, Stärke, Dextrose, Sojaprotein, Stabilisatoren (E-451 und E-407), Antioxidationsmittel (E-316), Konservierungsmittel (E-250) und Farbstoff (E-120). Der vernünftige Zweifel ist nicht der Preis: Es ist die Frage, was genau man mit jeder Packung kauft.
Warum sind die Terrassen voll, wenn alles steigt?
Weil zwei Wirtschaften im selben Land koexistieren. Manche beobachten überfüllte Terrassen, volle Restaurants und im Voraus gebuchtes August, mit Tischen, an denen 100 Euro pro Paar ausgegeben werden, ohne zu blinzeln. Das Paradoxon erklärt sich durch eine Segment mit abbezahlter oder fast abbezahlter Wohnung, ohne neue Hypothek und mit hohem Einkommen, für die Inflation eine Belästigung und kein Drama ist.
Die unangenehmste Analyse geht dahin: Wer eine Beamtenprüfung bestand oder eine Wohnung kaufte, als gesagt wurde, Immobilien seien ein Betrug, zahlt heute die Hälfte der monatlichen Rate, die jemand heute abschließen würde. Die Kluft ist nicht nur Einkommen. Es ist das Einstiegsdatum.
Derjenige, der 58.000 Euro verdient und sich für keine Beförderung entscheidet
58.000 oder 59.000 Euro brutto verdienen und das Angebot erhalten, die Stufe zu wechseln. Mehr Verantwortung, mehr Stunden, mehr Leute, die auf einen achten, Stress. Und auf dem Papier behält die Steuerbehörde (IRPF und indirekte Steuern) die Hälfte dieser Verbesserung. Lohnt es sich, diesen Verschleiß zu übernehmen, oder ist es besser, stillzuhalten und andere rudern zu lassen? Die Frage beantwortet sich in zu vielen Fällen von selbst, und das ist die Anreizfalle, die niemand behebt.
Mit diesen Elementen wäre es vernünftig, zu erwarten, dass der Verbrauch erstickt wird und der Preisdruck sich etwas mildert. Das kann passieren. Oder die Gehälter laufen weiter hinterher, und der Boden, von dem am Anfang die Rede war, konsolidiert sich als Landschaft. Solange das Öl unter Verschluss bleibt und das Etikett des Schinkenprodukts den Preis verdreifacht, ist die Vorhersage leicht zu treffen und schwer zu glauben.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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