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Spaniens Ceuta-Krise kostet 25 Millionen trotz offizieller Entwarnung
Die spanische Regierung gibt 25 Millionen Euro für minderjährige Migranten in Ceuta aus, während die Guardia Civil 6.000 Personen sucht und Junts seine Stimmen an die Verteilung knüpft.
25 Millionen für die Minderjährigen von Ceuta: Die Krise, die kein Ende nimmt
Am Dienstag kündigte Elma Saiz, Spaniens Ministerin für Inklusion, Sozialversicherung und Migration, eine außerordentliche Zuwendung von 25 Millionen Euro zur Versorgung der unbegleiteten minderjährigen Migranten an, die nach Ceuta gelangt sind. Wenige Stunden zuvor hatte die offizielle Darstellung noch gelautet, die Krise sei gelöst und alle seien nach Marokko zurückgekehrt. Das passt nicht zusammen.
Die Rechnung der „Normalität"
Die 25 Millionen kommen zu weiteren 5 Millionen hinzu, die bereits für denselben Zweck genehmigt wurden. Das Problem: Niemand weiß, wie viele Minderjährige es tatsächlich sind. Während die Regierung damit prahlt, alle zurückgeschickt zu haben, sucht die Guardia Civil (spanische Paramilitärische Polizei) 6.000 Personen, die noch immer durch die Stadt streifen. Und auch die Ankunftszahlen sind umstritten: Die Überarbeitung geht von 72.000 Ankünften aus statt von den ursprünglichen 60.000.
Ein Vergleich, der derzeit kursiert, bringt es in Perspektive: Ein Löschflugzeug vom Typ Canadair kostet 50 Millionen Euro. Die Ankündigung der sofortigen Versorgung der Minderjährigen erreicht genau die Hälfte. Für Alzheimer hingegen gibt es ein Veto des Gesundheitsministeriums, das 50.000 Patienten betrifft. Hier zeigen sich die Prioritäten.
Wer bekommt das Geld?
Die Skepsis richtet sich auf den Verbleib der Gelder. Eine Strömung vertritt die Auffassung, die 25 Millionen würden die Budgets von NGOs und sektornahen Unternehmen aufstocken, ohne Kontrolle der Ergebnisse. Der Vergleich mit anderen Verwaltungen nährt den Verdacht: Die Region Madrid gab im vergangenen Jahr 63 Millionen Euro für Minderjährige aus und stellte gerade 19 Millionen Euro für eine Einrichtung in Fuenlabrada mit 4.000 m² und hundert Plätzen bereit. Die Kosten pro Platz und pro betreutem Minderjährigen ergeben, einmal aufgeschlüsselt, Zahlen, die nach Erklärung verlangen.
Eine andere, allgemeinere Position erinnert daran, dass die Vormundschaft über ausländische Bürger nicht zu Lasten des spanischen Staates gehen sollte: Marokko sollte die Kosten tragen. Manche fordern sogar den konsularischen Weg und die Rechnungsstellung an das Herkunftsland, wie es andere Staaten bei abgelaufenen Visa praktizieren.
Katalonien wehrt sich gegen die Verteilung
Die Verteilung der Minderjährigen auf die Regionen ist zum politischen Machtkampf geworden. Junts hat Pedro Sánchez gewarnt, dass es ihm keine einzige Stimme geben wird, wenn Katalonien nicht aus der Verteilung herausbleibt. Die Sprecherin Miriam Nogueras sprach dies am 5. August aus. Der Druck von Aliança Catalana, die in einigen Umfragen bereits vorne liegt, treibt Junts zur Abgrenzung. Währenddessen führt das PSC weiterhin die Wahlabsichten an, doch der Boden bewegt sich.
Die Krise, offiziell gelöst, erzeugt unaufhörlich neue Rechnungen und Reibereien. Das Aufschlussreichste daran: Obwohl angeblich alle Minderjährigen zurück sind, sucht die Guardia Civil noch immer 6.000 Personen in der Stadt. Etwas geht nicht auf.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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