Spaniens „Augenbrauen-Journalisten“: Schweigen, Komplizenschaft, kein Geld zurück

Journalisten, die korrupte Politiker gegen öffentliches Geld weißgewaschen haben. Die Debatte darüber, ob sie es zurückzahlen müssen, und das Muster medialer Straflosigkeit.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spaniens „Augenbrauen-Journalisten“: Schweigen, Komplizenschaft, kein Geld zurück

Nach dem Bildarchiv der Künstler und Intellektuellen, die Zapatero mit der erhobenen Augenbraue unterstützten, rückt nun die Aufmerksamkeit auf die Journalisten, die denen das Wasser gereicht haben, die heute auf der Anklagebank sitzen. Die Frage ist klar: Werden sie das öffentliche Geld zurückzahlen, das sie dafür kassiert haben, ihre Geschichte zu erzählen?

Weißwäsche gegen öffentliche Aufträge

In den letzten Tagen hat die Debatte über die mediale Komplizenschaft bei politischer Korruption an Kraft gewonnen. Eine Gruppe von Journalisten wird dafür kritisiert, dass sie – so die Quellen – heute wegen schwerer Straftaten Ermittelte entweder offen unterstützt oder zumindest nie in Frage gestellt hat. Im Gegenzug erhielten sie üppige Aufträge und Radio- und TV-Kooperationen, finanziert mit öffentlichen Geldern. Jetzt versuchen viele einen schnellen Mantelwechsel mit Ausreden wie „Ich wusste nichts“.

Die Debatte um die Rückzahlung

Diskutiert wird, ob diese Berufstätigen das Geld für ihre Legitimierungsarbeit zurückzahlen sollten. Während manche wirtschaftliche Verantwortung fordern, warnen andere vor symbolischer oder realer Gewalt. Ceaușescus Hinrichtung wird als Metapher erwähnt, wobei die Beteiligten jegliche Gewalt ausdrücklich ablehnen. Der Vorschlag beschränkt sich auf eine sarracena Forderung: Sie sollen zurückzahlen, was sie kassiert haben, falls die Politiker, die sie verteidigt haben, verurteilt werden.

Ein sich wiederholendes Muster

Der Thread ist Teil einer Serie, die mit Künstlern und Intellektuellen begann, die mit erhobener Augenbraue posierten – eine Geste der Unterstützung für Zapatero. Jetzt sind die Journalisten dran. Die Kritik lautet: In jeder gesunden Gesellschaft wären diese Berufstätige gesellschaftliche Geächtete. Aber in Spanien fürchtet man, dass sie einfach auf den Zug des nächsten starken Mannes des Tages aufspringen.

Vor diesem Hintergrund bleibt die Frage offen: Werden sie irgendwelche wirtschaftlichen Konsequenzen tragen oder sich darauf beschränken, abzuwarten, bis der Skandal vorüber ist?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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