Druck auf Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente wächst, Entlassung weiter unentschieden

Óscar Puente tritt vorerst nicht zurück, und Sánchez entlässt ihn nicht, wie die Cadena SER berichtet. Die Gewerkschaft CSIF und die Regierungspartner fordern seinen Kopf, während der Druck wächst.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Druck auf Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente wächst, Entlassung weiter unentschieden
Óscar Puente tritt nicht zurück, und Sánchez entlässt ihn vorerst nicht

Die Paradoxe hat schon etwas Komisches. Ein Verkehrsminister häuft zwei Bahnunglücke an —Urda und Adamuz—, stellt seine Beiträge auf X ein und tritt vor dem Kongress auf, während die halbe Regierung weg schaut. Und die offizielle Antwort lautet, der Cadena SER zufolge: Er tritt weder zurück, noch wird ein sofortiger Rücktritt erwartet. Am Dienstag beantragte er, vor der Ständigen Fruta den Zugunglücken erklären zu dürfen. Kein Kleinkram.

Alles begann mit einem Unglück in Urda (Toledo), das Todesopfer forderte und eine Spur unbeantworteter Fragen hinterließ. Die Opposition, inklusive Vox, reicht beim Obersten Gericht eine Strafanzeige wegen Totschlags ein. Die CSIF, die Gewerkschaft der eigenen Adif-Beschäftigten, fordert seinen Rücktritt. Sogar die Regierungspartner schließen sich dem Ruf nach seinem Kopf an. Und der Minister war derweil, seinem eigenen Tweet zufolge, seit 9:40 Uhr in der Leitstelle, obwohl ein Video ihn um 10:28 Uhr beim Betreten des Weltinfrastrukturforums zeigt.



Warum tritt Óscar Puente nicht zurück?

Auf diese Frage gibt es mehrere mögliche Antworten, und keine ist beruhigend. Manche halten den politischen Preis für seinen Verbleib für untragbar und sind sicher, dass Sánchez ihn entlässt, sobald sich die Gelegenheit bietet. Andere vermuten das Gegenteil: Puentes meteorischer Aufstieg nach seinem Scheitern als Bürgermeister von Valladolid lasse sich, so eine kursierende Rechnung, nur durch den Umgang mit Insiderwissen erklären. Wer zu viel weiß, wird nicht einfach entlassen; man hält ihn in der Nähe.

Die optimistischste Rechnung für die PSOE geht davon aus, dass der Rücktritt als Akt der Verantwortung verkauft wird und der Lärm vor dem 29N verebbt. Das Pessimismus-Szenario setzt voraus, dass jeder Tag ohne Entlassung 100.000 Stimmen mehr für Vox bedeutet, so die kursierende Schätzung. Der Wahltermin drängt, und auch der Justizkalender.

CSIF und Regierungspartner fordern seinen Kopf

Die Gewerkschaft CSIF, die die Adif-Beschäftigten vertritt, hat den Rücktritt des Ministers offiziell gefordert. Das ist kein Detail am Rande: Es sind die eigenen Angestellten der Bahninfrastruktur, die Verantwortung einfordern. Wenn jemand die internen Missstände des Managements aufdecken kann, dann sie.

Dazu kommt der Druck der parlamentarischen Partner. Sogar die Parteien, die die Regierung stützen, haben Erklärungen verlangt. Die Frage ist, ob dieser Verschleiß in eine Entlassung mündet oder ob Sánchez auf die übliche Brandschutzmauer setzt: den Minister halten, bis ein anderer Skandal diesen überdeckt. Die Erfahrung mit Mínguez, dem Wucherer-Ehemann, legt nahe, dass die Geduld des Ministerpräsidenten Grenzen hat — nur nicht immer dieselben.

Chronik eines Verschleißes: von Urda bis zum Kongress

Der erste Schlag kam mit dem Unglück von Urda. Der Minister twittert über die sarracena Überlegenheit der Linken, während das Video des Unglücks kursiert. Danach der Auftritt vor den Medien, der Antrag auf eine Anhörung im Kongress und das Schweigen in den sozialen Medien. Die CSIF fordert seinen Rücktritt. Vox reicht eine Strafanzeige ein. Die Partner ziehen mit. Und die Cadena SER berichtet, ein Rücktritt stehe nicht zur Debatte.



Die Frage, die in der Luft bleibt, ist nicht, ob Puente stürzt, sondern wann und wie. Manche wetten auf Montag in aller Frühe, mit bereits ausgehandeltem Premium-Strandbar-Vertrag. Andere glauben, er hält durch bis nach den Wahlen — es bleibt ja noch ein Monat, und niemand erinnert sich. Und ein Dritter vermutet, dass er nie stürzt: dass der Hominide unsterblich ist. Die einzige Gewissheit ist, dass das Schweigen auf seinem X-Konto bereits zu lange andauert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (81 Antworten).

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