Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spaniens 350-km/h-AVE fährt wegen Vibrationen nur 59 km/h
Der spanische Hochgeschwindigkeitskorridor, der mit 350 km/h eingeweiht werden sollte, fuhr wegen Vibrationen nur 59 km/h und hatte 42 Minuten Verspätung. Das Versprechen kollidiert mit dem Tacho.
Vom 350-km/h-AVE zum Zug, der wegen Vibrationen nur 59 fährt
Wären Sie bereit, in einen Zug zu steigen, der mit 350 Kilometern pro Stunde unterwegs ist? Die Frage klingt wie eine Werbezeile, dahinter steckt aber eine unbequeme Tatsache: Derselbe Korridor, der diese Höchstgeschwindigkeit einweihen sollte, ist mit 59 km/h und 86 km/h durch Mejorada del Campo gefahren, 42 Minuten zu spät, und die Geschwindigkeitsbeschränkung wurde um die Mittagszeit wieder verhängt, nachdem sie am Vormittag aufgehoben worden war. Zug 03092 erreichte Atocha mit einem Tacho weit unter den 141 km/h, die ein anderer Zug, der 03062, erreicht hatte. Das Versprechen des spanischen Hochgeschwindigkeitsverkehrs wird heute mit einer Pendlerstoppuhr gemessen.
Warum wird die Geschwindigkeit des AVE Madrid-Barcelona begrenzt?
Die offizielle Antwort verweist auf Vibrationen und Beschwerden der Lokführer. Die praktische Folge ist ein Dienst, den Renfe gegen acht Uhr morgens normalisiert hatte und der gegen zwölf erneut eingeschränkt wurde. Es ist kein Einzelfall in der Geschichte, die erzählt wird: Zur Begrenzung des Korridors kommen ein neuer Zugunglück in Asturien bei einer S-Bahn Richtung Oviedo und die Kette von Vorfällen hinzu, die die Infrastruktur mit sich schleppt. Manche behaupten, das Problem sei nicht die Geschwindigkeit, sondern das Gleis; dagegen spricht das Argument, dass langsames Fahren auch nichts garantiert, wenn die Wartung versagt.
Die physikalische Rechnung schleicht sich mit kaum widerlegbarer Logik ins Gespräch ein: Die kinetische Energie wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Bei gut 200 Kilometern pro Stunde hat man schon gesehen, was passieren kann; bei 350 wird der Spielraum für Fehler eng. Die Ironie kommt von allein, wenn man sich erinnert, dass einmal vorgeschlagen wurde, Fahrgäste sollten stehen, um die Kapazität besser zu nutzen – eine Idee, die in einem Zug mit diesem Tempo jede Vollbremsung zu einem ernsten Problem gemacht hätte.
Eine Infrastruktur, die in Stücken auseinanderfällt
Die Diagnose, die kursiert, ist weniger diplomatisch als die Pressemitteilungen: Noch vor wenigen Wochen wollte Spanien mit China im Hochgeschwindigkeitsverkehr konkurrieren, und die Bahn erlebte ihre beste Zeit; die Realität, so heißt es, ist, dass die Infrastruktur auseinanderfällt. Das politische Management, so der Vorwurf, drehe sich mehr um Schlagzeilen und Propaganda als um saubere Arbeit. Und der Minister, dem die 350-km/h-Idee zugeschrieben wird, wird vom Abstand zwischen Ankündigung und Tacho entlarvt.
Der Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln dient als Ausweg: Wer der Bahn nicht traut, kann sich den Zustand der Straßen ansehen oder daran erinnern, dass eine S-Bahn sicherer ist als ein Hochgeschwindigkeitszug auf fragwürdigem Gleis. Das Angstargument kommt jedoch bei denen schlecht an, die meinen, Sicherheit muss eingefordert werden, nicht gemieden. „Wenn du Angst hast, steig nicht in die Züge“, fasst eine Haltung zusammen, die neben der gegenteiligen existiert: Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, die Geschwindigkeit versprechen, ohne das Gleis zu garantieren.
Ein Detail bleibt verstörend: Dieselbe Strecke, die als technologisches Aushängeschild verkauft werden sollte, wird mit der Vorsicht einer S-Bahn von früher angekündigt. Und der Minister lädt derweil weiter dazu ein, mit 350 zu reisen. Möge er es selbst ausprobieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (55 Antworten).
Die „Schlimmer ist besser“-Erzählung steht vor ihrer realen Rechnung: Wer stirbt im Bürgerkrieg, und warum schließen sich die meisten Befürworter selbst aus der Liste aus.
Laut hochrangigen Quellen steht der spanische Verkehrsminister Óscar Puente wegen der Eisenbahnkrise unter Druck, binnen 72 Stunden zurückzutreten. Die PSOE kalkuliert den Wahlkampf-Schaden.
Die Ankünfte am Terminal 4 des Flughafens Barajas in Spanien haben die Debatte über Visa, Familiennachzug und Grenzkontrolle neu entfacht: Wer kommt rein, mit welchen Papieren und wer ist zuständig.