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Quero an Rufián: „Du bist der Henker meiner Generation“
Die Debatte über das Wohnen in Spanien hat zu einem Schlagabtausch zwischen dem Vox-Abgeordneten Carlos Quero und dem ERC-Sprecher Gabriel Rufián geführt. Alles begann, als Rufián kritisierte, dass Vox sein Wohnungsprogramm in einem Fünf-Sterne-Hotel in Saragossa vorstellte, mit Kosten von 250 Euro pro Nacht. Queros Antwort war eine Breitseite, die durch das Land hallte: „Eures, das jenseits von zwei populistischen Parolen und einer billigen PowerPoint-Präsentation nicht existiert, werdet ihr es in einer überfüllten Wohnung oder einem Coliving präsentieren, oder?“ Die Diskussion eskalierte zu einer generationsübergreifenden Abrechnung darüber, wer junge Menschen dazu verurteilt hat, kein Haus kaufen zu können.
Was Quero über Wohnen und Immigration sagte
Der Vox-Abgeordnete beließ es nicht beim Stich über das Hotel. In seiner Antwort warf er Rufián vor, dass seine Partei seit acht Jahren Teil der katalanischen Koalitionsregierung sei und in dieser Zeit keine einzige öffentlich geförderte Wohnung (VPO) gebaut habe. „Du wirst uns nicht überzeugen, dass du nur vorbeigekommen bist, dass die ERC nicht einmal ein Treppenhaus regiert hat“, schrieb er. Er fügte hinzu, dass die Politik der Knappheit Investmentfonds und Immobilienbesitzern zugutekomme und dass die Ankunft von einer halben Million Wohnungssuchenden pro Jahr das Problem verschärfe. „Die Zahlen stimmen nicht, Gabriel“, urteilte er.
In einer späteren Nachricht beharrte Quero auf derselben Idee: „Es bringt nichts, 5 Häuser zu bauen, wenn täglich 2.000 Personen eintreten.“ Er betonte, dass mehr als die Hälfte der Einwanderer nach 2020 nach Spanien gekommen seien, was seiner Meinung nach Auswirkungen auf Wartelisten, Bildung und den Zugang zum Wohnraum habe. Dies ist eine These, die Vox bei jeder Kundgebung wiederholt und nun in Quero eine schärfere Stimme als bei seinen Fraktionskollegen findet.
Rufiáns Antwort und der Schlagabtausch
Rufián hat nicht auf Queros konkrete Argumente reagiert. Seine Partei, ERC, hat Katalonien in einer Koalition regiert und Maßnahmen wie Mietobergrenzen und das nationale Wohnungsgesetz verteidigt. Befürworter dieser Politiken argumentieren, dass das Problem nicht die Nachfrage, sondern das fehlende öffentliche Angebot und Spekulation sei. Quero sieht es umgekehrt: „Wenn spekuliert werden kann, Gabriel, dann weil es immer weniger Häuser und immer mehr Suchende gibt.“ Der Vox-Abgeordnete kritisierte auch Rufiáns Abwesenheit im Parlament und seinen Mangel an technischer Vorbereitung in Steuerfragen.
Der Austausch blieb nicht auf der persönlichen Ebene. Quero beschuldigte Rufián, „die Versicherungsgesellschaft für hohe Renditen der Immobilienbesitzer“ zu sein und ein Land erfunden zu haben, „um deinem Cousin aus Jaén das Schulessen-Stipendium nicht zu bezahlen“. Rufián hat seinerseits öffentlich nicht auf diese Anschuldigungen geantwortet.
Das Argument der Steuern und des öffentlichen Wohnraums
Eine Zahl, die Quero auf den Tisch legte, waren die 52 Milliarden Euro, die seiner Ansicht nach jährlich an Wohnungssteuern eingenommen werden. „Damit könntet ihr eine halbe Million VPO-Wohnungen pro Jahr bauen, aber ihr habt nicht einmal einen Legoturm gebaut“, schrieb er. Dies ist eine Zahl, die Vox häufig zitiert, um ihre These zu untermauern, dass das Problem nicht Geldmangel, sondern mangelnder politischer Wille sei.
Die Diskussion drehte sich auch um die Rolle der Investmentfonds. Quero argumentiert, dass die Knappheitspolitik, die er ERC und der Zentralregierung zuschreibt, es diesen Fonds ermöglicht, Geschäfte zu machen. Befürworter der Mietkontrollpolitiken argumentieren das Gegenteil: Ohne Intervention explodieren die Preise und junge Menschen werden vom Markt ausgeschlossen.
Was für die Generation auf dem Spiel steht, die kein Haus kaufen kann
Der Hintergrund des Schlagabtausches ist eine Realität, die beide Seiten anerkennen: Junge Spanier haben es zunehmend schwerer, Wohneigentum zu erwerben. Quero sprach von einer Generation „mit Wut und Gedächtnis“, die in Colivings, WG-Zimmern oder im Elternhaus lebt. „Früher kaufte der Arbeiterkind in wenigen Jahren ein Haus. Jetzt kauft es ein Fonds, und das Arztsohn lebt wie eine Schnecke, zieht ständig um“, schrieb er. Dieses Bild fasst das Unbehagen einer Altersgruppe zusammen, die sich vom Markt verdrängt fühlt.
Die Debatte bleibt offen. Quero hat Rufián zu einer Debatte im Parlament aufgefordert. Rufián hat nicht bestätigt, ob er teilnehmen wird. Währenddessen bleiben die Wohnungspreise und Mieten das Hauptproblem für Millionen von Spaniern, deren Gehalt nicht ausreicht, um unabhängig zu werden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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