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Spanien teilt Wohnungsdekret in zwei: „Mari“ und „Carmen“
Spaniens BOE veröffentlicht zwei Wohnungsdirekte: Mari verlängert den Räumungsstopp für schutzbedürftige Haushalte bis 2030, Carmen öffnet die Tür zu unbefristeten Mietverträgen.
Das BOE (Spanisches Staatsanzeiger) enthält nun zwei Wohnungsdirekte: Das Mari-Dekret bündelt den sozialen Schutzschirm, Mietverlängerungen und Steuererleichterungen; das Carmen-Dekret öffnet die Tür, herkömmliche Mietverträge in unbefristete umzuwandeln und Mieter zu entschädigen, wenn der Vertrag nicht verlängert wird.
## Zwei Dekrete im BOE: Mari und Carmen
Das **BOE** hat das Wohnungspaket nun in zwei Dekreten veröffentlicht. Das erste, das Dekret **Mari**, vereint den breiten und fiskalischen Block mit Maßnahmen, die mit der Mehrheit der Investiturpartner vereinbart wurden. Das zweite, das Dekret **Carmen**, ist spezifischer und umstrittener: Es bündelt Forderungen des linken Flügels der Regierung und von sozialen Gruppen.
Das Mari-Dekret ist der Text mit dem größten Umfang an Maßnahmen. Es betrifft Mieten, Räumungen, Investmentfonds und Steuern. Das Carmen-Dekret steht und fällt mit der parlamentarischen Billigung, da seine Maßnahmen im Kongress weniger gesicherte Unterstützung haben. Scheitert es, tritt es nicht in Kraft.
## Mieten, Räumungen und Investmentfonds
Das Mari-Dekret verlängert den Schutz und die Aussetzung von Räumungen für schutzbedürftige Haushalte ohne alternative Unterkunft bis **2030**. Es führt eine automatische Verlängerung um zwei weitere Jahre für laufende Mietverträge ein, die vor dem **31. Dezember 2028** auslaufen. Außerdem regelt es Saison- und Zimmerverträge, um deren missbräuchliche Nutzung zur Gesetzesumgehung zu verhindern.
Es verbietet den Kauf von öffentlichem oder gefördertem Wohnraum durch Investmentfonds bis **2028**. Wird eine Wohnung an einen solchen Fonds verkauft, hat das Vorkaufsrecht des Mieters Vorrang. Die Verwaltungen müssen private Eigentümer entschädigen, wenn eine Räumung aus Schutzgründen gestoppt wird.
## Besteuerung und Plan Tu Casa
Das Mari-Dekret gewährt Mietern mit Einkommen unter **33.000 Euro** jährlich eine Einkommensteuerermäßigung (IRPF). Im Bauwesen senkt es die Mehrwertsteuer auf 4 % für geförderten und öffentlich geförderten Wohnraum und erhöht die IBI-Grundsteuer für leerstehende Wohnungen.
Außerdem schafft es den Plan **Tu Casa** mit zinsfreien Kreditlinien zur Finanzierung von bis zu 20 % des Preises der ersten eigenen Wohnung. Dies sind Steuer- und Kreditmaßnahmen aus dem Mari-Block.
## Das Carmen-Dekret und die Entschädigung von 12 Monatsmieten
Das Carmen-Dekret geht zum Kern des Mietvertrags. Seine Vorzeigemaßnahme ist der rechtliche Rahmen, der es ermöglicht, herkömmliche Mietverträge in unbefristete umzuwandeln. Es legt strenge Grenzen und harte rechtliche Gründe fest, unter denen ein Eigentümer kündigen oder nicht verlängern darf. Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, muss den Mieter laut Gesetz entschädigen.
Der umstrittenste Punkt sind Frist und Entschädigung. Der Vermieter muss **6 Monate** im Voraus Bescheid geben, wenn er nicht verlängern will. Die Entschädigung entspricht **12 Monatsmieten** der aktuellen Miete. Das ist ein hoher Betrag und erklärt, warum dieser Text der angreifbarste der beiden ist.
Mit diesem Design bündelt das Mari-Dekret den sozialen Schutzschirm und die steuerlichen Anreize. Das Carmen-Dekret will das Wesen des Wohnraummietens verändern. Die Billigung im Kongress entscheidet, ob beide wie bisher vorankommen. All dies ersetzt weder den im BOE veröffentlichten Text noch eine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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