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Spanien streicht 13 von 27 bestellten A400M-Militärtransporter
Spanien plant die Stornierung von 13 noch nicht gelieferten A400M-Transportflugzeugen. Jedes Exemplar kostet rund 200 Millionen Euro und wird in Sevilla montiert.
Spanien kürzt A400M-Flotte: 13 von 27 Maschinen gestrichen
Die Nachricht kam mit einer irreführenden Schlagzeile – der Storno von 23 Flugzeugen –, doch die Realität sah anders aus. Von den 27 A400M, die Spanien bestellt hatte, bleiben nur 13 vor der Auslieferung im Hangar; die übrigen 14 sollen operativ bleiben. Diese Präzision ist mehr als eine buchhalterische Detailfrage. Die Maschinen sind zudem teuer: Ein Exemplar kostet laut Brancheninformationen rund 200 Millionen Euro.
Warum wurden 27 Flugzeuge bestellt, wenn sie nicht gebraucht wurden?
Weil die Bestellung nicht auf einem operativen Bedarf basierte, sondern auf industriellen Bedingungen. Damit die Endmontagelinie des A400M in Sevilla angesiedelt wurde, verlangte Airbus einen Mindestauftrag von 27 Einheiten. Spanien kaufte nicht 27 Flugzeuge, weil es diese Anzahl brauchte, sondern um die Produktion im Land zu halten. Der ursprüngliche Plan war, überschüssige Einheiten an Dritte weiterzuverkaufen, was sich jedoch zerschlug, da internationale Bestellungen nur schleppend eintrafen.
Die Rechnung war von Anfang an grotesk. Die Luftwaffe betrieb zuvor ein Dutzend Hercules C-130 und stand plötzlich vor der Perspektive von 27 Maschinen, die jeweils 1,5 Hercules entsprachen und zusammen eine theoretische Kapazität von fast 40 Schwertransportern ergaben. Niemand in der Streitkraft benötigte solche Luftmacht. Nun ist der vernünftigste Ausweg, die ausstehenden Lieferungen zu stornieren und Vertragsstrafen in Kauf zu nehmen, statt ungenutzte Flugzeuge zu behalten.
Die C-295 und das Paradoxon des rein spanischen Flugzeugs
Während das große europäische Projekt in Kostenüberschreitungen und Verzögerungen verwickelt war, dominierte das kleinere Schwestermodell den Markt. Die C-295, vollständig spanisch entwickelt (ein Erbe der ehemaligen CASA), hat außerhalb Europas beachtlichen kommerziellen Erfolg erzielt. Die Ironie liegt auf der Hand: Das national entwickelte Flugzeug exportiert gut, während das gemeinsam mit europäischen Partnern getragene Projekt ins Stocken gerät.
Das Problem liegt nicht an der Maschine selbst, sondern daran, dass sie von zu vielen Händen mit unterschiedlichen Anforderungen entworfen wurde. Das Ergebnis ist ein Hochleistungsflugzeug mit Betriebskosten, die jeden ohne starkes Budget abschrecken.
Software-Abhängigkeit und Skepsis gegenüber der F-35
Auf dem Tisch liegt eine weitere Debatte. Viele spanische Kampfflugzeuge, die F-18, fliegen mit Software US-amerikanischen Ursprungs. Einige Analysen behaupten, diese Abhängigkeit lasse eine Hintertür offen: Wenn der Anbieter Druck ausübt, könnte die halbe Flotte zum nutzlosen Schrott werden. Daher tauchen Vorschläge zur Prüfung alternativer Hardware regelmäßig wieder auf, obwohl Logistik und Wartung den Wechsel erschweren.
In diesem Zusammenhang betrachten einige die F-35 mit Misstrauen. Der Kampfjet der fünften Generation ist im Katalog exzellent, stellt in der Praxis aber eine lebenslange Bindung dar: Wartung, Updates und Avionik hängen vom selben Lieferanten ab. Als Alternative wird oft die Stärkung des Eurofighters oder Gripens genannt, oder Investitionen in die eigene Industrie, auch wenn dies kurzfristig teurer ist. Die Kernfrage ist nicht, welches Flugzeug besser fliegt, sondern wer es abschalten kann.
200 Millionen pro Maschine gegen die Ausgabenprioritäten
Dreizehn Maschinen zu je rund 200 Millionen Euro. Hier hört die Angelegenheit auf, technisch zu sein, und wird zur politischen Ausgabefrage. Der Vergleich, der jede Diskussion begleitet, ist altbekannt: Kürzungen beim Militärtransport, während andere Posten wachsen, ohne dass nach der Rendite gefragt wird. Manche argumentieren, das Problem sei nicht Geldmangel, sondern wie es ausgegeben wird.
Dem steht das Argument des internationalen Vergleichs entgegen, das ebenfalls seine Berechtigung hat. Russland produziert Berichten zufolge etwa 100 Einheiten pro Monat aus Panzern vom Typ T-90 und Armata. Bei deutlich niedrigeren Löhnen und Kosten als im Westen reicht das Geld dort viel weiter. Das macht ihre Waffen nicht automatisch besser, erklärt aber, warum die Verteidigungsarithmetik stark von den Stückkosten abhängt, ebenso wie vom Gesamtbudget.
Die Diskussion hat eine unbequeme Ebene: die Außenpolitik. Hardliner argumentieren, Spanien entscheide weder über Einsatzorte noch Gegner, da es weder vollständig produziere noch befehlige. Mit Bedrohungen für Ceuta, Melilla und die Kanaren im Hintergrund fehlt heute eine beruhigende Antwort darauf, ob das Material einem echten Konflikt standhält. Und mit 14 statt 27 Flugzeugen sind die Kapazitäten nicht unbedingt ausreichend. Die Frage bleibt, ob jemand einen Plan für den Ernstfall hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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