Spanien: Senioren in Navarra müssen für minderjährige Migranten weichen

Die Entscheidung der Regionalregierung von Navarra, Senioren in eine 'Betonwüste' umzusiedeln, um Platz für minderjährige Migranten zu schaffen, entfacht die Debatte über die...

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Navarra siedelt Senioren in eine 'Betonwüste' um, um Platz für minderjährige Migranten zu schaffen

Ende dieses Monats wurden die Bewohner eines Seniorenheims im Zentrum eines Dorfes in Navarra, Nordspanien, in ein Gewerbegebiet am Stadtrand verlegt. Der Grund: Das Gebäude soll künftig unbegleitete ausländische Minderjährige aufnehmen. Die neue Unterkunft wurde von den Betroffenen selbst als 'Betonwüste' beschrieben – ohne Zugang zu Supermärkten, Kirchen oder Grünflächen.

Die Entscheidung, die von der Regionalregierung unter María Chivite (PSOE) vorangetrieben wurde, entfacht die Debatte über den Umgang mit öffentlichen Mitteln neu. Während die Regierung die Integration junger Migranten verteidigt, kritisieren Gegner, dass diejenigen geopfert werden, die am meisten in das System eingezahlt haben. Das Wahlkalkül bleibt nicht verborgen: Bei schlechten Umfragen scheinen die junge und die Migranten-Stimmen ein politisches Ziel zu sein.

Der Fall hat eine zusätzliche Komponente: Das ursprüngliche Seniorenheim liegt am Camino de Santiago. Einige lokale Händler befürchten, dass der Pilgerstrom nachlässt, wenn die Umgebung als unsicher wahrgenommen wird. Der Generationentausch hinterlässt derweil eine offene Frage: Inwieweit ist intergenerationale Solidarität ein beidseitiger Vertrag?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (10 Antworten).

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