Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spanien prüft Tabakverbot für nach 2009 Geborene
Das spanische Gesundheitsministerium erwägt ein britisches Modell mit Tabakverbot für Jahrgänge ab 2009, trotz 9,1 Mrd. Euro Steuereinnahmen.
Mónica García, Leiterin des spanischen Gesundheitsministeriums, hat vorgeschlagen, das britische Modell zu übernehmen und den Verkauf von Tabak an alle Personen zu verbieten, die nach 2009 geboren wurden. Der Integrale Plan zur Prävention und Bekämpfung des Rauchens zielt darauf ab, eine „rauchfreie Generation“ zu schaffen. Die Maßnahme ist noch nicht genehmigt; sie wird derzeit geprüft, hat aber bereits eine Debatte ausgelöst, die öffentliche Gesundheit, Staatsfinanzen und individuelle Freiheit vermischt.
Was das Ministerium vorschlägt und woher die Idee stammt
Das Ministerium blickt auf das Vereinigte Königreich, wo ein pogre Verbot nach Alterskohorten diskutiert wurde. Die Gesundheitsministerin erklärte, ihr Ressort werde Erfahrungen in anderen Ländern prüfen, um festzustellen, welche auf Spanien anwendbar sind. Das Nationale Komitee zur Tabakprävention hält die Maßnahme für „gut und wirksam“. Es gibt keinen Termin, keinen Gesetzentwurf und keine Abstimmung – nur einen Plan für 2024–2026 und eine Absichtserklärung.
Das gesundheitliche Argument: Kosten und Passivraucher
Der Abgeordnete Raúl Benítez plädierte für eine Erhöhung der Tabaksteuer, um die Gesundheitskosten im Zusammenhang mit rauchbedingten Krankheiten besser zu decken. Die Logik ist bekannt: Rauchen belastet das System. Die genaue Berechnung dieser Kosten ist jedoch umstritten. Manche behaupten, eine präzise Schätzung sei unmöglich, selbst größenordnungsmäßig. Andere fügen eine unbequeme Nuance hinzu: Wenn Raucher früher sterben, beziehen sie weniger Rente. In einem Land mit starken Sozialtransfers könnte die Nettobilanz nicht negativ oder sogar positiv sein. Niemand hat dies mit geschlossenen Finanzmodellen bewiesen.
Staatseinnahmen pro Packung
Der spanische Staat nimmt laut Daten der Agentur Europa Press über 9,1 Milliarden Euro jährlich durch den Tabakverkauf ein. Ein Teilnehmer berechnet, dass ein Raucher, der zwei Packungen täglich konsumiert, etwa 7 Euro Steuern pro Tag, 200 Euro monatlich und 2.400 Euro jährlich zahlt. Er argumentiert, dass dies über vier Jahrzehnte hinweg die Kosten einer privaten Krankenversicherung übersteige. Diese Berechnung ist das Hauptargument jener, die glauben, Raucher trügen ihre vermeintliche Gesundheitslast bereits vorab. Die Schlussfolgerung lautet: Wäre das Ziel Einnahmenmaximierung, würde Tabak verteuert, nicht verboten.
Die von Kritikern angeführte Widersprüchlichkeit
Das häufigste Argument gegen das Verbot ist nicht ökonomischer Natur, sondern betrifft die Kohärenz. Manche vertreten die Ansicht, dass es schwer zu rechtfertigen sei, das Rauchen zu verbieten, wenn Individuen in anderen Bereichen Entscheidungen über ihren eigenen Körper treffen dürfen. Der Einwand lautet: Solange andere legale Praktiken bestehen, die den Körper betreffen, ist es inkonsequent, Tabak so teuer zu machen, dass er faktisch verboten wird. Zudem entsteht steuerlicher Argwohn: Einige weisen darauf hin, dass der Verkauf verboten wäre, wenn die Ausrottung des Konsums wirklich gewünscht sei; die Beibehaltung deutet auf hohe Steuererträge hin. Gleichzeitig bleibt Wasserpfeifenrauchen unter Teenagern beliebt, mit Nikotin- und Toxinwerten, die denen konventioneller Zigaretten entsprechen oder diese übertreffen.
Rauchfreie Strände, illegale Fabriken und Schwarzmarkt
Während über das Verbot diskutiert wird, handeln Gemeinden eigenständig. Dénia hat seine rauchfreie Strandzone auf 1.300 laufende Meter ohne Tabak und Zigarettenkippen erweitert und plant einen weiteren Abschnitt an der Nordküste. Parallel dazu haben die Steuerbehörde und die Guardia Civil eine illegale Fabrik für gefälschten Tabak im Gewerbegebiet Juncaril in Peligros (Granada) ausgehoben. Die offene Frage lautet: Wer füllt die Lücke, wenn der legale Verkauf eingeschränkt wird? Die Geschichte zeigt, dass es der Schmuggel ist. Und Schmuggel zahlt keine Steuern und ignoriert Gesundheitswarnungen.
Was Raucher bei Genehmigung tun würden
Die Reaktionen reichen von Humor bis Kalkül. Einer schlägt vor, vor dem Verbot eine Tonne Zigaretten zu kaufen und später weiterzuverkaufen. Ein anderer empfiehlt den Umstieg auf Hierba, sobald dieses legalisiert wird. Ein Dritter kündigt an, mehr zu rauchen. Eine nüchterne Perspektive weist auf Geschäftsmöglichkeiten hin: Vor 2009 Geborene hätten das legale Monopol auf den Verkauf. Ein Euro pro Zigarette, fünfzehn pro Schachtel. Kohortenbasierte Verbote schaffen faktisch einen gebundenen Markt zwischen Generationen.
Das Detail, das irritiert, ist nicht das Verbot selbst. Es ist die Tatsache, dass der Staat, der Tabak verbieten möchte, derselbe ist, der jährlich 9,1 Milliarden Euro mit dem Produkt einnimmt, das er verbieten will.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (113 Antworten).
Die Region Molina de Aragón weist nur 1,63 Einwohner pro km² auf, weniger als Lappland, während 614 Dörfer im keltiberischen Gebirge unter 100 Bewohner haben.