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Spanien plant Maskenpflicht und Selbstbescheinigung bei Krankheit
Das Gesundheitsministerium prüft die Möglichkeit einer dreitägigen Selbstbescheinigung bei leichten Erkrankungen, obwohl im Regelsystem diese Tage bereits unbezahlt sind.
Masken in Praxen und dreitägige Selbstbescheinigung: Wer zahlt die Rechnung?
Kann man sich krank melden, ohne den Arzt aufzusuchen? Die Gesundheitsministerin möchte die Maskenpflicht in Gesundheitseinrichtungen wieder einführen und prüft gleichzeitig, ob Bürger sich bis zu drei Tage selbst für leichte Erkrankungen krankschreiben können. Zwei Maßnahmen, die im Diskurs als gegenläufige Bewegungen wahrgenommen werden. Beide haben Haken.
Der Vorschlag bleibt vorerst eine Ankündigung: Die Maskenpflicht muss von den autonomen Gemeinschaften umgesetzt werden, und die Selbstbescheinigung wird noch geprüft. Alles andere – wer diese Tage bezahlt bekommt, wer sie verliert und wer sie zum Skifahren nutzen könnte – ist offiziell unbeantwortet.
Die ersten drei Krankentage sind unbezahlt
Hier liegt der entscheidende Punkt, der die Euphorie dämpft. Mehrere Teilnehmer erinnern daran, dass das allgemeine System die ersten drei Krankentage nicht vergütet. Die Selbstbescheinigung würde also genau den Zeitraum abdecken, den Arbeitnehmer derzeit aus eigener Tasche finanzieren müssen. Drei Tage Grippe bedeuten drei Tage ohne Gehalt und null Leistungen.
Dies hängt vom Tarifvertrag ab. Manche Unternehmen zahlen ab dem ersten Tag 100 % des Gehalts weiter, andere reduzieren es auf 75 %, sobald die Krankschreibung beginnt. Laut jenen, die ihre Lohnabrechnungen überprüft haben, ist der häufigste Fall, dass man für diese drei Tage nichts erhält. Das Maßnahme würde also die Wartezeiten in den Ambulatorien verkürzen, aber nicht die Geldbörse der Nutzer entlasten.
Hinzu kommt die Unsicherheit, ob diese Tage bei betriebsbedingten Kündigungen wegen Fehlzeiten angerechnet werden. Gerüchten zufolge sollen sie nicht zählen, doch die rechtliche Grauzone einer selbst erklärten Arbeitsunfähigkeit – ohne ärztliches Attest oder behördliche Prüfung – bereitet vielen Sorgen.
Warum beschränkte sich das Vorbild Valencia auf vier Tage pro Jahr?
Ein Teilnehmer berichtet von früheren Erfahrungen in Spanien, die wenig positiv waren. In der Regionalregierung Valencia genügten zwei Tage Fehlzeit ohne formelle Krankschreibung: Ein ärztliches Attest reichte aus, später sogar gar keines. Das System wurde ausgeweitet, bis Berechnungen zur Schließung führten: Vier Tage jährlich, maximal, jeweils in Blöcken von zwei Tagen.
Im öffentlichen Dienst wurden laut einem anderen Forumsteilnehmer vier Tage unentschuldigter Fehlzeit wegen Krankheit anerkannt – die sogenannten „Grippe-Tage“ –, um frühere Kürzungen auszugleichen: den Wegfall eines Bonus und die Aussetzung dienstaltersbasierter Freitage. Daher befürchten einige, dass eine unbegrenzte Selbstbescheinigung zu einem ständigen Tropfen von Unpässlichkeiten über das Kalenderjahr verteilt führen könnte.
Deutschland nutzt dieses System seit über zehn Jahren
Laut einem Teilnehmer, der dort lebt, funktioniert es im Ausland. In Deutschland gibt es den Mechanismus der drei Tage ohne ärztliches Attest seit mehr als zehn Jahren, und er hat keine Massenkrankschreibungen ausgelöst: Wer Grippe hat, bleibt zu Hause, und wer wirklich schwer krank ist, geht irgendwann zum Arzt, da ernsthafte Erkrankungen länger als drei Tage dauern.
Das Argument ist einfach, aber unbequem: Das Problem liegt nicht im Design, sondern im Missbrauch. Dort funktionieren Anreize, weil die Mehrheit keine Abkürzungen nimmt; hier stellt sich die Frage, ob die Kultur der Umgehung diesem Test standhält.
MUFACE, Beamte und doppelte Standards
Ungleichbehandlungen liegen auf dem Tisch. Wie ein Teilnehmer erklärt, haben Beamte mit MUFACE-Versicherung historisch 100 % ihres Gehalts während der gesamten Krankheitsphase erhalten, mit drei Monaten Deckung vor der direkten Zahlung und erheblichen Reduktionen danach. Der Privatsektor vergleicht diese Zahl mit seinen drei unbezahlten Tagen.
Politische Kontroversen begleiten die Ministerin: Presseberichten zufolge musste Mónica García 13.000 Euro zurückzahlen, weil sie als Abgeordnete mit exklusiver Tätigkeit Bezüge erhielt, während sie krankgeschrieben war. Gleichzeitig prahlt sie in sozialen Medien damit, bergauf mit Maske zu laufen. Die Erzählung hat zumindest ungleiche Kapitel.
Wenn die Selbstbescheinigung hilft, die Ambulatorien zu entlasten, gebührt das Verdienst denen, die den Arzt meiden. Wenn Ihr Tarifvertrag auf 100 % aufstockt, kann ein Grippetag kostenlos zum Skifahren genutzt werden. Andere wissen Bescheid: Prüfen Sie Ihre Lohnabrechnung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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