Spanien hebt Mindestrenten um 6 % und IMV um 9 % an

In Spanien steigen die Mindestrenten 2025 um 6 %, während nicht beitragsgedeckte Leistungen und das Existenzminimum (IMV) um 9 % erhöht werden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanien hebt Mindestrenten um 6 % und IMV um 9 % an
Spanien hebt Mindestrenten um 6 % und IMV um 9 % an

Der Ministerrat hat ein Königliches Dekret-Gesetz verabschiedet, das mehr als 12 Millionen Renten für 2025 aufwertet. Die allgemeine Erhöhung beträgt 2,8 %, aber die beitragsgedeckten Mindestrenten steigen um rund 6 %, und die nicht beitragsgedeckten Renten sowie das Ingreso Mínimo Vital (Existenzminimum) um 9 %. Die Erhöhung tritt ab dem 1. Januar in Kraft. Die Mindestaltersrente für Einpersonenhaushalte wird auf 12.241,6 Euro jährlich festgelegt, gegenüber 11.552,8 Euro im Jahr 2024.

Was steigt und wie viel: Die Zahlen des Dekrets

Das Königliche Dekret-Gesetz formalisiert die Aufwertung der Renten im System der Sozialversicherung, der Staatsbeamtenpensionen (Clases Pasivas del Estado) und anderer öffentlicher Leistungen. Die allgemeine Erhöhung liegt bei 2,8 %, doch die Regierung wollte, dass die niedrigsten Leistungen an Kaufkraft gewinnen. Die beitragsgedeckten Mindestrenten steigen um rund 6 %, während die nicht beitragsgedeckten (fürsorgerischen) Renten und das Ingreso Mínimo Vital um 9 % zulegen. Innerhalb der Mindestrenten gibt es Ausnahmen: Renten mit unterhaltspflichtigem Ehepartner und Witwenrenten mit Unterhaltslasten erhöhen sich um 9,1 %. Die SOVI-Renten (vor 1967 erworbene Ansprüche) werden um 6 % aufgewertet, bis zu 560 Euro monatlich bei nicht konkurrierenden Fällen und 543,60 Euro bei konkurrierenden Fällen. Der Zuschlag zur Verringerung der Geschlechterlücke steigt um 8,1 % und erreicht 35,9 Euro pro Monat pro Kind.

Beiträge: Solidaritätsabgabe und MEI

Das Dekret enthält Änderungen bei den Beiträgen, die in den Rentenreformen beschlossen wurden. Ab Januar 2025 wird die Solidaritätsabgabe erhoben, ein Satz, der auf den Teil des Gehalts angewendet wird, der über der Höchstbemessungsgrundlage liegt: 0,92 % für Gehälter nahe der Höchstgrenze, 1 % für das mittlere Segment und 1,17 % für höhere Löhne. Zudem steigt der Mechanismus zur intergenerationellen Gerechtigkeit (MEI) um 0,8 %, wovon 0,67 % vom Arbeitgeber und 0,13 % vom Arbeitnehmer getragen werden. Die Höchstbemessungsgrundlage für Beiträge steigt voraussichtlich um 4 % im Jahr 2025 und nähert sich damit 5.000 Euro monatlich (60.000 Euro jährlich). Die höchste beitragsgedeckte Rente wird auf 3.267,60 Euro monatlich in 14 Zahlungen festgelegt.

Unmut der Beitragszahler: „Nur Anpassungen“

Die Maßnahme hat starken Unmut unter den Beitragszahlern ausgelöst. Einige Teilnehmer argumentieren, dass die Erhöhungen der nicht beitragsgedeckten Leistungen und des IMV die Arbeitsanreize mindern. Es wird angeführt, dass ein Leistungsempfänger 560 Euro beziehen kann, während ein Teilzeitbeschäftigter netto 519 Euro für 20 Stunden oder 648 Euro für 25 Stunden erhält, und dass SEPE (spanischer Arbeitsdienst) für ihn auf Basis von 125 % des Mindestlohns (SMI) Beiträge leistet, was ihm eine höhere Altersrente garantiert als jemandem, der gearbeitet hat. Andere weisen darauf hin, dass die Mindestrenten relativ gesehen 35 % stärker gestiegen sind als die Höchstrenten, was sie als übertrieben betrachten. Es gibt auch Kritik daran, dass der private Sektor Lohnstopps erlebt, während die Leistungen steigen.

System unter Verdacht

Die Debatte dreht sich um die Nachhaltigkeit des Systems. Es wird behauptet, das System werde zusammenbrechen und der letzte Schneeflocke löse eine Lawine aus. Die Situation wird mit dem peronistischen Argentinien verglichen, wobei kritisiert wird, dass Angestellte und Selbstständige ausgebeutet werden, um Leistungsempfänger zu finanzieren. Auch wird angemerkt, dass das IMV um 9 % steigt, während der SMI nur um 4 % zunimmt, was beide Beträge praktisch gleichzieht. Einige verteidigen, dass öffentliches Geld niemandem gehört und Erhöhungen für die Schwächsten willkommen sind. Die Diskussion endet mit einer offenen Frage: Was wird die Menschen zum Umdenken bewegen?



Schlüsseldaten

  • Allgemeine Rentenerhöhung: 2,8 %
  • Beitragsgedeckte Mindestrenten: rund 6 %
  • Nicht beitragsgedeckte Renten und IMV: 9 %
  • Mindestaltersrente für Einpersonenhaushalte: 12.241,6 Euro jährlich
  • Solidaritätsabgabe: 0,92 %, 1 % und 1,17 % je nach Segment
  • MEI: 0,8 % (0,67 % Arbeitgeber, 0,13 % Arbeitnehmer)
  • Höchstbemessungsgrundlage: nähert sich 5.000 Euro monatlich
  • Höchste beitragsgedeckte Rente: 3.267,60 Euro monatlich in 14 Zahlungen

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (135 Antworten).

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