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Löhne und Steuern: eine Rechnung entfacht die Debatte in Spanien
Eine kursierende Rechnung behauptet, dass von 300.000 € Umsatz der Arbeitnehmer 24.000 € brutto erhält, während der Nettogewinn bei rund 129.000 € liegt.
Eine Rechnung zu Löhnen und Steuern entfacht die Debatte neu
Die Aussage des Präsidenten des spanischen Arbeitgeberverbands CEOE, Antonio Garamendi, man könne die Löhne nicht erhöhen, weil die Arbeitgeber «sich steuerlich schwarz ärgern», hat die Debatte darüber neu entfacht, wer tatsächlich das Geld erhält, das ein Arbeitnehmer erwirtschaftet. Die Diskussion, die bereits 231 Tage läuft, hat zu einer betriebswirtschaftlichen Rechnung geführt, die nach Ansicht ihrer Verfechter mehrere festgefahrene Überzeugungen widerlegt. Eine im Sektor kursierende Rechnung besagt, dass von den 300.000 Euro Jahresumsatz, die ein Unternehmen mit einem Service erzielt, der Arbeitnehmer rund 24.000 Euro brutto erhält, während der reale Nettogewinn für Selbstständige oder das Unternehmen nach Steuern bei etwa 129.000 Euro liegt. Die Zahl bringt diejenigen ins Wanken, die dachten, der Großteil gehe an das Finanzamt.
Wie viel behält der Staat wirklich von 300.000 Euro Umsatz?
Die in der Analyse geteilte Aufschlüsselung geht von einer Rechnung über 300.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer aus. Die tatsächliche Bemessungsgrundlage liegt bei 247.934 Euro, wovon 52.066 Euro auf die abgeführte Mehrwertsteuer entfallen. Die Gesamtkosten des Arbeitnehmers — Bruttogehalt plus Sozialversicherung des Unternehmens — belaufen sich auf 31.608 Euro. Die vom Arbeitnehmer einbehaltene Einkommensteuer (IRPF) erreicht kaum 2.640 Euro. Der Gewinn vor Steuern liegt bei 216.326 Euro. Nach Anwendung der Einkommensteuer des Selbstständigen, rund 40 %, bleibt ein realer Nettogewinn von 129.800 Euro. Die daraus gezogene Schlussfolgerung ist für die offizielle Erzählung unbequem: Der Staat nimmt nicht die Hälfte, aber das Unternehmen schüttet auch nicht so viel aus, wie manchmal vermutet wird.
Die Falle von Brutto und Netto
Manche behaupten, das Problem sei nicht, wie viel das Finanzamt einbehält, sondern dass der Arbeitnehmer nie das Gesamtbild sieht. Der Vorschlag, dass die Gehaltsabrechnungen das volle Gehalt vor Steuern und die Arbeitgeberbeiträge ausweisen soll, wird immer wieder geäußert. Ziel wäre es, dass jeder Mitarbeiter auf einen Blick sieht, was sein Arbeitsplatz wirklich kostet und wie viel bei ihm ankommt. Die Erfahrung mehrerer Unternehmen deutet in dieselbe Richtung: Wenn ein Arbeitnehmer in eine höhere Stufe eingestuft wird oder eine Gehaltserhöhung erhält, verwässert die Erhöhung in Sozialbeiträgen und Einkommensteuer, bis nur noch Erhöhungen von zwanzig Euro übrig bleiben. Das Ergebnis ist ein Gefühl des Betrugs, das die Schwarzarbeit befeuert.
Warum Gehaltserhöhungen am Ende nichts bringen?
Der Mechanismus ist einfach zu erklären und schwer zu verdauen. Eine Gehaltserhöhung erhöht die Beitragsbemessungsgrundlage, treibt die Einkommensteuer in die Höhe und stuft den Arbeitnehmer in vielen Stufen in einen Grenzsteuersatz ein, der den Großteil des Zuwachses auffrisst. Das Unternehmen trägt derweil höhere Kosten für denselben Mitarbeiter. Das Ergebnis ist, dass beide Seiten verlieren und nur die Verwaltung mehr einnimmt. Mehrere konkrete Fälle in der Analyse beschreiben Beförderungen, die sich in zwanzig Euro mehr pro Monat niederschlagen. Die Schlussfolgerung lautet, dass das Steuersystem Produktivität bestraft und Gehaltsverbesserungen abschreckt.
Der Unternehmensgewinn unter Verdacht
Die andere Seite der Debatte richtet sich darauf, dass das Problem nicht die Steuern seien, sondern die Gewinnmarge. Bei einem Nettogewinn von 129.000 Euro durch einen einzigen Kunden lautet die Frage, warum nicht ein größerer Teil an diejenigen verteilt wird, die diesen Wert schaffen. Die Antwort aus Unternehmenssicht ist, dass dieser Gewinn Selbstständigenbeiträge, Investitionen, Zeiten ohne Tätigkeit und Risiken abdecken muss. Die Antwort aus Arbeitnehmersicht ist, dass 24.000 Euro brutto für denjenigen, der 300.000 erwirtschaftet, ein schwer zu rechtfertigendes Verhältnis darstellen. Der Stillstand ist noch nicht erreicht.
Die Diskussion läuft weiter. Garamendi beharrt darauf, dass die Steuern jede Lohnerhöhung ersticken. Die kursierenden Zahlen deuten darauf hin, dass der Staat einen relevanten Teil erhält, aber nicht die Hälfte. Und der Arbeitnehmer, der 300.000 Euro erwirtschaftet, schaut weiter auf seine Gehaltsabrechnung und versteht nicht ganz, wohin der Rest geht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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