Spanien: Haftbefehl gegen Journalist Vito Quiles wegen Missachtung von Vorladungen

Ein Haftbefehl wurde gegen den spanischen Journalisten Vito Quiles erlassen, weil er gerichtliche Vorladungen ignorierte. Er erschien freiwillig mit Anwalt, wodurch der Befehl aufgehoben wurde.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vito Quiles im Visier des Haftbefehls: Politische Verfolgung oder juristische Farce?

Der Haftbefehl gegen den Journalisten und Provokateur Vito Quiles markiert einen Wendepunkt in seinem fortwährenden Konflikt mit der Justiz. Nachdem er monatelang Vorladungen wegen angesammelter Anklagen wegen Ungehorsams und Vorfällen am Parlamentssitz ignoriert hatte, aktivierte das Ermittlungsgericht die Fahndung. Doch der Schuss ging für die Anklage nach hinten los: Quiles stellte sich freiwillig mit einem Anwalt, und der Befehl wurde sofort deaktiviert. Das Ergebnis: Gratis-Schlagzeilen und eine polarisierte Debatte zwischen denen, die eine politische Hexenjagd sehen, und denen, die glauben, er habe es selbst provoziert.

Eine Geschichte der Konflikte mit dem Gesetz

Quiles, Anfang zwanzig, hat Akten angehäuft, die von Auseinandersetzungen mit Regierungsmitgliedern bis zu Verstößen im Congreso de los Fruta (spanisches Parlament) reichen, wo ihm vor etwas mehr als einem Monat vorübergehend die Akkreditierung entzogen wurde. Die gerichtliche Entscheidung, einen Haftbefehl auszustellen, erfolgte, nachdem festgestellt wurde, dass er mehreren vorherigen Vorladungen nicht gefolgt war. Laut Rechtsensrecht ist diese Maßnahme üblich, wenn ein Beschuldigter vom Radar verschwindet, doch in diesem Fall wird sie von seinen Sympathisanten als übertrieben interpretiert.

Das Bemerkenswerte an der Sache ist, dass Quiles unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht vor Gericht erschien und der Befehl damit hinfällig wurde. "Es reichte, dass er mit einem Anwalt auftauchte, um die ganze Inszenierung der Festnahme zunichte zu machen", fasste eine Online-Analyse zusammen. Quiles selbst, der Provokation zu seiner Arbeitsmethode gemacht hat, verwandelte den Vorfall in ein neues Kapitel seines Kreuzzugs gegen das, was er "den Club der 61 Lakaien des Sanchismus" (Bezug auf den politischen Kreis um Premierminister Pedro Sánchez) nennt.

Politische Verfolgung oder prozessuales Spiel?

Die Interpretationen gehen auseinander. Auf der einen Seite stehen jene, die认为, dass das Justizsystem genutzt wird, um einen unbequemen Kommunikator zum Schweigen zu bringen. "Hundertprozentige politische Verfolgung. Wir erreichen gefährliche Niveaus", hört man in Kreisen der Sympathisanten. Vergleiche mit anderen Fällen, wie der Schauspielerin Mouliaá oder der Ehefrau von Sánchez, Begoña Gómez, sind häufig. "Sie hätten denselben Befehl gegen Begoña erlassen, wenn sie nicht erschienen wäre", behaupten sie.

Auf der anderen Seite steht die skeptischere Version: Quiles hat Katz und Maus mit dem Richter gespielt, und dieser hat ihm einen Riegel vorgeschoben. "Er hatte tausend Gelegenheiten, die Vorladungen abzuholen; er wollte blöffeln, und der Richter hat ihn ausgebootet", argumentieren sie. Der Haftbefehl ist in Wirklichkeit ein administrativer Mechanismus, der automatisch aufgehoben wird, wenn die vorgeladene Person erscheint. "Es ist keine Suche nach einem Kriminellen, sondern nach jemandem, der nicht zum Gericht geht, wenn er gerufen wird", präzisieren sie.

Gratis-Werbung: Das Geschäft mit der Kontroverse

Manche weisen auf eine kühlere Lesart hin: Der Skandal hat ihm Millionen an Medienberichterstattung beschert. "Ist sich die Richterin bewusst, welche kostenlose Werbekampagne sie Vito ermöglicht hat?", fragen sie. Quiles lebt von Klicks auf seine Videos, und drei Tage lang auf allen Titelseiten zu erscheinen, bringt ihm Trinc und Bekanntheit ein. "Das passiert eben, wenn man ein Kommunikationsgenie ist", spotten sie.

Am Ende schließt sich der Vorfall ohne Festnahme, aber hinterlässt Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme und der Entwicklung des Konflikts zwischen bestimmten Medienakteuren und der Justiz. Während manche eine Bananenrepublik sehen, andere bloßes Folklore mit einem jungen Mann, der genau weiß, wie man die Fäden zieht.


Beim nächsten Mal erscheint er vielleicht nicht. Oder vielleicht doch. Das Spiel geht weiter.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (126 Antworten).

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