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Mieter wegen Kopfstoß gegen Vermieter verurteilt
Ein Mieter brach seinem Vermieter in Cáceres die Nase mit einem Kopfstoß nach einem Schlüsselstreit und muss 3.341 Euro zahlen.
Kopfstoß gegen Vermieter nach Schlosswechsel: Verurteilung zu 3.341 Euro
Am Abend des 5. Juli 2021, um 21:20 Uhr, stritten ein Mieter und sein Vermieter vor dem Eingang eines Gebäudes in Cáceres. Der Grund: Der Eigentümer hatte das Schloss ausgetauscht und weigerte sich, dem Mieter einen Schlüssel auszuhändigen, da der Vertrag angeblich bereits abgelaufen sei. Die Auseinandersetzung endete damit, dass der Vermieter mit gebrochenen Nasenbeinen, einem zerrissenen Hemd und einer Heilungsdauer von 30 Tagen (davon drei Tage mittelschwerer, 27 leichte Beeinträchtigung) in die Notaufnahme des Krankenhauses San Pedro de Alcántara gebracht wurde. Der Angreifer, der einen Monat später seinerseits den Vermieter anzeigte und behauptete, er selbst sei angegriffen worden, sah seine Verurteilung vom Provinzgericht bestätigt.
Was das Urteil besagt: Geldstrafe von 1.820 Euro und Entschädigung von 1.236 Euro
Das Strafgericht Nr. 1 von Cáceres verurteilte den Täter zur Zahlung einer Geldstrafe von 1.820 Euro wegen Körperverletzung, zur Entschädigung seines ehemaligen Vermieters in Höhe von 1.236 Euro sowie zur Übernahme von 285 Euro Behandlungskosten für den SES (Gesundheitsdienst) und der Prozesskosten. Das Provinzgericht bestätigte das Urteil und merkte an, es sei überraschend, dass jemand einen so starken Kopfstoß versetzen könne, dass eine Nase breche, während das Opfer "keinerlei Schaden" aufweise. Der Verurteilte bestand darauf, dass er durch den Schlag zu Boden gegangen sei und beim Aufstehen am Hemd des Vermieters festgehalten habe, wodurch dieses riss. Das von ihm vorgelegte ärztliche Attest nannte Symptome, doch die diagnostischen Tests zeigten keine entsprechenden Befunde.
Im Verfahren sagte der Sohn des Vermieters aus, dass der Mieter seinen Vater mit einem Kopfstoß angegriffen und geschüttelt habe, ohne dass dieser ihn bedroht oder geschlagen hätte. Der Sohn rief die Polizei, die den stark blutenden Verletzten vor Ort vorfand.
Die tatsächlichen Kosten einer gebrochenen Nase: 3.341 Euro und steigend
Die Summe aus Geldstrafe, Entschädigung und Behandlungskosten beläuft sich auf 3.341 Euro. Manche halten diese Zahl für niedrig: Addiert man Anwalts- und Gerichtskosten beider Instanzen, schießt der Gesamtpreis in die Höhe. Eine im Fall analysierte Berechnung schätzt die Gesamtkosten auf 6.000 bis 7.000 Euro – ein Vermögen für den durchschnittlichen Spanier. Die Geldstrafe übersteigt die Entschädigung, ein Detail, das Aufmerksamkeit erregt hat: Einige sehen darin ein Zeichen dafür, dass Gerichte wie die DGT (Verkehrsbehörde) und Hacienda (Finanzamt) als Einzieher fungieren.
Die Debatte über die Doppelbelastung durch Strafe und Entschädigung hat eine technische Antwort: Die Geldstrafe ist eine strafrechtliche Sanktion für Gesetzesverstöße, während die Entschädigung eine zivilrechtliche Zahlung für verursachte Schäden ist. Sie sind nicht identisch und erfüllen unterschiedliche Funktionen.
Darf der Vermieter das Schloss wechseln, bevor der Vertrag endet?
Nein. Bei Beendigung eines Mietvertrags muss ein Übergabeprotokoll unterzeichnet werden, das den Zustand der Wohnung dokumentiert und den Vertrag auflöst. Dies kann mündlich geschehen, ist aber nicht empfehlenswert, da Worte flüchtig sind. Ohne formelle Übergabe gilt der Mieter rechtlich weiterhin als Bewohner, und eine Räumungsklage muss gerichtlich eingeleitet werden. Ein eigenmächtiger Schlosswechsel kann rechtliche Konsequenzen für den Eigentümer haben.
Manche weisen darauf hin, dass der Vermieter das Ende des Vertrags vier Monate im Voraus per Burofax (eingeschriebener Brief) hätte anzeigen müssen und die Räume frei und zugänglich halten sollen. Es wird auch spekuliert, ob es sich um ein unversteuertes Mietverhältnis handelt, obwohl dies in den festgestellten Tatsachen nicht erwähnt wird.
Das Risiko, direkt mit dem Mieter zu kommunizieren
Eine Grundregel für Vermieter lautet, nicht persönlich mit dem Mieter zu interagieren, besonders wenn schlechte Nachrichten zu überbringen sind, um solche Situationen zu vermeiden. Schlechte Nachrichten sollten besser telefonisch oder per E-Mail übermittelt werden. Die Szene in Cáceres ist die wörtlichste Demonstration dieses Prinzips.
Der Fall lässt eine offene Frage zurück: Hätte der Eigentümer bei Einhaltung des legalen Verfahrens das gleiche Ergebnis erzielt? Die Antwort findet sich nicht im Urteil. Sicher ist jedoch eine gebrochene Nase, 30 Tage Arbeitsunfähigkeit und eine Verurteilung, die in Summe mehr kostet als die strittige Miete.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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