Spanien genehmigt Quarzit-Steinbruch in Oencia trotz Protesten

Die Junta de Castilla y León hat den Quarzit-Steinbruch Mesa de Reis in Oencia genehmigt und dabei 34 Einsprüche abgelehnt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanien genehmigt Quarzit-Steinbruch in Oencia trotz Protesten
Regionalregierung genehmigt Quarzitabbau in Oencia nach Bränden

Die von der Partido Popular geführte Junta de Castilla y León hat die Umweltgenehmigung für das Bergbauprojekt „Mesa de Reis“ erteilt. Das von Neopiedras S.L. vorangetriebene Vorhaben sieht die Eröffnung eines Quarzit-Steinbruchs in Gestoso innerhalb der Gemeinde Oencia in El Bierzo vor. Der Plan umfasst fast zehn Hektar und sieht eine jährliche Förderung von 9.600 Tonnen Gestein vor, wobei die Betriebsdauer sich über drei Jahrzehnte erstrecken könnte. Diese im Boletín Oficial de Castilla y León veröffentlichte Entscheidung fällt zeitlich mit der Bewertung der schweren Schäden durch die jüngsten Waldbrände in der Region zusammen, bei denen das Dorf Lusio vollständig zerstört wurde.

Der Genehmigungsprozess war von starkem Widerstand seitens der Nachbarschaft und der Zivilgesellschaft geprägt. Es wurden 34 Einsprüche eingereicht – dreißig von Privatpersonen und vier von Organisationen –, die vor irreversiblen Umweltschäden, Risiken für das Kulturerbe und einer Beeinträchtigung der Lebensqualität der Bewohner warnten. Auch die Nähe zum geschützten Gebiet LIC/ZEC Ancares–Courel, nur 200 Meter entfernt, wurde betont. Alle diese Einwände wurden im Mai 2023 abgelehnt.

Das Projekt: 342.000 Tonnen Quarzit nahe einem Schutzgebiet

Der Bergbauplan sieht die Förderung von 342.000 Tonnen Quarzit über die gesamte Nutzungsdauer vor, mit einem Durchschnitt von 9.600 Tonnen pro Jahr über drei Jahrzehnte. Die Firma Neopiedras S.L. ist verpflichtet, vorbeugende und korrigierende Maßnahmen zum Schutz von Fauna, Vegetation, Wasserressourcen und Böden umzusetzen, ergänzt durch einen aktiven Umweltüberwachungsplan während der gesamten Lebensdauer des Steinbruchs. Nach Beendigung der Aktivitäten muss das Unternehmen Restaurierungsarbeiten durchführen, um dem Boden seinen ökologischen und landschaftlichen Wert zurückzugeben.

Die Nähe zum geschützten Gebiet LIC/ZEC Ancares–Courel, nur 200 Meter entfernt, ist einer der Punkte, die Gegner am meisten mobilisiert haben. Einige behaupten, die versprochene Renaturierung sei reine Makulatur und dass es Jahrzehnte dauern werde, bis sich das Gebiet erholt, wenn überhaupt. Dagegen wird argumentiert, dass die Genehmigung strenge Umweltbedingungen und kontinuierliche Überwachung enthält.

Wer steckt hinter Neopiedras S.L.?

Die Identifizierung der Verantwortlichen des Unternehmens war ein zentraler Aspekt der Analyse. Ein wiederkehrender Hinweis deutet darauf hin, dass Neopiedras eine kleine Gesellschaft mit Sitz in einer Ortschaft in der Provinz Ourense und wenigen Mitarbeitern ist, was für ein Projekt, das Hunderttausende Tonnen Gestein bewegen soll, bemerkenswert erscheint. Manche haben Verbindungen zu anderen Firmen im Telekommunikations- und Immobilienbereich verfolgt, obwohl keine direkten Beziehungen zu politischen Amtsträgern bestätigt wurden.

Eine detaillierte Aufschlüsselung zeigt überraschende Differenzen. Beobachter der Unternehmensstruktur argumentieren, dass die Konstruktion hinter solchen Konzessionen undurchsichtiger ist als sie scheint. Die vorläufige Schlussfolgerung lautet, dass offizielle Daten fehlen, um den Kreis zu schließen.

Brände und Steinbrüche: Eine Zufälligkeit, die niemand benennen will

Zuerst wütete das Feuer, dann kam die Bergbaugenehmigung. Diese Abfolge, die als zeitliche Koinzidenz dargestellt wird, hat verschiedene Deutungen ausgelöst. Ein Teil der Beteiligten vertritt die Ansicht, dass die Zerstörung des Waldes und die anschließende Ressourcengewinnung derselben Logik der verbrannten Erde folgen; andere, vorsichtiger, erinnern daran, dass es keinen Beweis gibt, der beide Ereignisse verknüpft, und dass die Genehmigung bereits zuvor bearbeitet wurde.

Offizielle Daten zu Bränden in Spanien zeigen, dass mehr als 80 % vom Menschen verursacht sind und Brandstiftungen mehr als die Hälfte ausmachen, laut dem im Material zitierten Bericht. Diese Statistik, kombiniert mit der zeitlichen Übereinstimmung, führt dazu, dass einige von Kausalität statt Zufall sprechen. Die offene Frage bleibt, ob die Ermittlungen zu den Bränden eine Verbindung zu Bergbauinteressen herstellen werden.

Nachbarschaftswiderstand und Ablehnung der 34 Einsprüche

Die 34 eingereichten Einsprüche – dreißig von Privatpersonen und vier von Organisationen – wurden im Mai 2023 abgelehnt. Die angeführten Gründe umfassten irreparable Umweltschäden, Risiken für das Erbe und eine Verschlechterung der Lebensqualität der Anwohner. Die Junta knüpfte die Genehmigung an die strikte Einhaltung von Umweltschutzmaßnahmen, doch die Gegner sind der Meinung, dass diese Maßnahmen die Auswirkungen nicht kompensieren.

Die für nach dreißig Jahren Betriebszeit versprochene Renaturierung ist einer der am stärksten kritisierten Punkte. Manche behaupten, es sei eine Illusion, einem abgebrannten und anschließend ausgebeuteten Gebiet seinen ökologischen und landschaftlichen Wert zurückzugeben. Die Debatte ist offen, und es gibt kein Datum für eine mögliche Überprüfung.



Das Projekt schreitet voran, die Brände werden untersucht und die Fragen häufen sich. Wie lange wird es dauern, bis die Renaturierung sichtbare Ergebnisse liefert? Und wer garantiert, dass sie umgesetzt wird?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (116 Antworten).

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