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Spanien: Erste Terrorfestnahmen mit ETA-Bezug seit der Auflösung
Die baskische Polizei nahm am 26. September 2026 in Escoriaza drei Personen fest; zwei sitzen wegen Terrorismusdelikten in Untersuchungshaft. Sie führten den Inhalt eines Polizeitelefons mit sich.
Zwei Personen sitzen wegen Terrorismusdelikten in Untersuchungshaft, nachdem sie am 26. September 2026 bei einer Alkoholkontrolle in Guanoza (Guipúzcoa) festgenommen wurden. In ihrem Fahrzeug befanden sich der vollständige Inhalt des Telefons eines Beamten der spanischen Nationalpolizei sowie Unterlagen über ein mögliches Versteck.
Das erste Mal seit dem Ende der ETA. Das ist der Kern des gerichtlichen Beschlusses in dem Fall: Die baskische Polizei wirft zwei spanischen Staatsbürgern Terrorismusdelikte vor, was seit der Auflösung der Gruppe nicht mehr vorgekommen war. Die Festnahme erfolgte bei einer routinemäßigen Alkoholkontrolle um vier Uhr morgens am Samstag, den **26. September 2026**, in der Gemeinde **Guanoza**. Die Beamten hielten einen Toyota Yaris mit drei Insassen an: die Basken Aratz Bilbao und Malen Grünig sowie den Iren Naoise O'Conarain. Die Frau saß am Steuer, Bilbao auf dem Beifahrersitz, der Ausländer hinten.
## Was sich im Rucksack befand
Die Polizisten kontrollierten zunächst die Fahrerin und richteten dann ihre Aufmerksamkeit auf den Rucksack, den Aratz Bilbao zu seinen Füßen hatte. Darin fand sich der vollständige Inhalt des Telefons eines Beamten der **Nationalpolizei**. Außerdem Informationen über ein mögliches Versteck, Daten von Angehörigen anderer Polizeikörper und Dutzende handschriftliche Notizen mit Kfz-Kennzeichen. Die Unterlagen umfassten Papiere und USB-Sticks, meist verschlüsselt, mit Bezug zu **Jardun**, der abertzale-Organisation, der die Festgenommenen angehörten.
Das beschlagnahmte Material war nicht improvisiert. Die Fotos von Fahrzeugen und Kennzeichen, die „mit Polizeifahrzeugen übereinstimmen könnten“, deuten auf Beobachtung und Überwachung von Beamten hin. Der THE OBJECTIVE vorliegende Gerichtsbeschluss beschreibt diesen Inhalt als Teil der Beweise, die die Anklage stützen.
## Untersuchungshaft und Tragweite des Falls
Die beiden baskischen Festgenommenen sitzen nun wegen Terrorismusdelikten in Untersuchungshaft. Der dritte Insasse des Fahrzeugs, der Ire Naoise O'Conarain, bleibt nach vorliegenden Informationen von dieser Maßnahme ausgenommen. Die Operation führte die Ertzaintza, die baskische Autonomiepolizei, durch; der Fall ist nun beim Untersuchungsrichter.
Dass eine Verkehrskontrolle in ein Terrorverfahren mündet, sagt etwas über die Art der Überwachung aus, die betrieben wurde. Es handelte sich nicht um Propagandamaterial oder Parolen: Es gab ein geklontes Polizeitelefon, Pläne eines möglichen Verstecks und eine Liste von Kennzeichen. Die Mischung deutet auf operative Vorbereitung hin, nicht nur auf Militanz.
## Der Kontext, der nachwiegt
Der Fall kommt Jahre nachdem die ETA 2011 das endgültige Ende ihrer bewaffneten Aktivität verkündete und sich 2018 auflöste. In dieser Zeit drehte sich die öffentliche Debatte darum, ob noch handlungsfähige Erbstrukturen bestanden. Dieser Beschluss ist das erste Mal, dass die Ertzaintza seitdem Festgenommene wegen Terrorismusdelikte beschuldigt, so der Inhalt der Akte.
Vorsicht ist geboten: Untersuchungshaft ist keine Verurteilung, und das Ermittlungsverfahren läuft weiter. Was es bisher gibt, ist eine Anklage, die auf dem im Fahrzeug beschlagnahmten Material beruht, kein Urteil.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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