Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spanien erkennt Palästina am 28. Mai an; Israel bricht Beziehungen ab
Spanien wird die Anerkennung Palästinas am 28. Mai genehmigen. Israel zieht seine Botschafterin ab und bricht die Beziehungen zu Spanien, Irland und Norwegen ab.
Spanien erkennt Palästina am 28. Mai an; Israel bricht Beziehungen ab
Die spanische Regierung wird die Anerkennung des Staates Palästina auf einer Kabinettssitzung am 28. Mai genehmigen. Die Ankündigung wurde von der PSOE-Partei in den sozialen Medien gemacht und vom Premierminister Pedro Sánchez im Parlament bestätigt. Israels Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Außenminister Israel Katz ordnete den sofortigen Abzug seines Botschafters aus Spanien sowie aus Irland und Norwegen an, die dieselbe Entscheidung getroffen haben. Die offizielle Botschaft aus Jerusalem war eindeutig: „Terrorism pays“, schrieb Katz und spielte direkt auf die Hamas an.
Was die Anerkennung bedeutet und warum sie mit Irland und Norwegen zusammenfällt
Die spanische Ankündigung erfolgt in Abstimmung mit Dublin und Oslo. Der irische Außenminister Micheál Martin bestätigte dasselbe Datum und betonte die „eindeutige“ Unterstützung für das Recht auf Sicherheit, Würde und Selbstbestimmung der Palästinenser und Israelis. Nach den in der Debatte kursierenden Zahlen erkennen rund 75 % der Länder der Welt bereits Palästina an. Diese Daten machen die spanische Entscheidung auf internationaler Ebene eher symbolisch als disruptiv, wenn auch nicht diplomatisch: Israel hat die Kosten des Bruchs erhöht.
Die am häufigsten wiederholte Lesart ist, dass Spanien spät dran ist und hinterherläuft. „Es ist bedauerlich und eine Schande, dass erst der Völkermord in Gaza geschehen musste, damit das Königreich Spanien endlich den Staat Palästina anerkennt“, argumentiert ein Teilnehmer. Ein anderer fügt hinzu, dass die UN-Resolution von 1948 bereits zwei Staaten vorsah, sodass die nun propagierte „Zwei-Staaten-Lösung“ seitdem Fakt war.
Die These der Vertreibung: Anerkennung zur Umsiedlung?
Eine der unbequemsten Linien der Debatte besagt, dass die Anerkennung Teil einer größeren Operation ist. Eine virale Nachricht beschreibt einen angeblichen „GAZA-Plan“ des israelischen Geheimdienstes: Zuerst macht Israel Gaza unbewohnbar, dann erkennt Spanien Palästina an und schließlich wird die Bevölkerung Gazas nach Saudi-Arabien finanziert auf spanisches Gebiet vertrieben. Es gibt keinen Beweis für diesen Plan in dem verfügbaren Material; es handelt sich um eine Hypothese, die ohne dokumentarische Grundlage zirkuliert und als solche gelesen werden muss.
Auf dieser Grundlage lautet die gestellte Frage direkt: Welche Länder nehmen palästinensische Flüchtlinge auf? Die Antwort eines anderen Teilnehmers ist historisch: Welche Länder nahmen 1938 Nnnn auf? Der Austausch verdichtet die Spannung der Angelegenheit, die weit über den diplomatischen Akt hinausgeht.
Besetzungsargument gegen Terrorargument
Der Kern des Konflikts liegt darin, wie Palästina definiert wird. Einige behaupten, dass „Palästina eine Diktatur in den Händen einer terroristischen Gruppe“ sei und dass die Anerkennung gleichbedeutend mit der Anerkennung dessen sei. Die Antwort kommt sofort: „Palästina kann keine funktionierende Regierung haben, weil es ein besetztes Gebiet ist.“ Und die Gegenantwort: „Besetzt von der Hamas.“
Die Debatte leitet über zur langen Geschichte des Konflikts. Ein Teilnehmer erinnert daran, dass die UN zwischen Januar 2008 und September 2023 6.407 getötete Palästinenser gegenüber 308 Israelis registrierte, und sieht den Ursprung in Landkäufen durch zionistische Bewegungen während des britischen Mandats. Ein anderer entgegnet, dass es bereits in der Zwischenkriegszeit Zusammenstöße und Anschläge gab und dass die Palästinenser selbst sich mit Ägypten, Jordanien, dem Libanon und Syrien verbündeten, um Israel dreimal zu zerstören, statt ihren eigenen Staat zu gründen.
Stadtguerilla, Kollektivstrafe und der Preis der Antwort
Die militärische Diskussion nimmt einen großen Teil der Unterhaltung ein. Es wird argumentiert, dass kein Heer auf den Guerillakrieg vorbereitet ist, bei dem die Bevölkerung kooperiert und Kämpfer versteckt, was zu präventiven Maßnahmen mit zivilen Opfern führt. Der Einwand lautet, dass es sehr effektive spezialisierte Einheiten für den Stadtkrieg gibt und dass Israels Problem die Truppenqualität ist: „Jungs“ aus dem Zivilleben, unerfahren, ergänzt durch Söldner.
Die schärfste Kritik richtet sich gegen die Art der Antwort. Es wird behauptet, Netanjahu habe eine Kollektivstrafe angewandt, die „absolut barbarisch und jeder zivilisierten Gesellschaft widerspricht“, statt proportional gegen konkrete Ziele vorzugehen. Eine unbequeme Schlussfolgerung für die westliche Erzählung wird hinzugefügt: Ein Land, das sich als demokratisch und liberal präsentiert, kann mit derselben Brutalität handeln wie eine Diktatur.
Die sich ändernde Karte und die unbeantwortete Frage
Die Geopolitik schließt den Bogen. Die Karte der Anerkennungen zeigt eine Welt, in der die Mehrheit sich für Palästina entschieden hat und in der der Westen zunehmend isoliert erscheint. Die wiederholte These lautet, dass dies kein Multipolarismus ist, sondern „der Westen gegen den Rest des Planeten“. Parallel dazu lässt der Bruch Israels mit Spanien, Irland und Norwegen eine offene Frage: Ob die symbolische Anerkennung etwas vor Ort ändert oder nur ein weiteres Stück zur diplomatischen Isolation beiträgt.
Mit diesen Bausteinen ist es vorhersehbar, dass das Datum des 28. Mai ohne materielle Konsequenzen in Gaza und mit dauerhaften Konsequenzen für die bilateralen Beziehungen vergehen wird. Allerdings sollte man nicht zu viel wetten: In diesem Konflikt taucht jedes Mal, wenn jemand etwas als abgeschlossen betrachtet, ein neuer Akteur auf, der es widerlegt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (127 Antworten).
Über 2.000 Künstler, darunter Almodóvar und Banderas, fordern im Rahmen eines Manifests die Lieferung von Waffen an die Ukraine zur Selbstverteidigung.
Der Influencer Francisco Adolfo pilgert nach Fátima und kauft ein Kreuz. Ist dies der Beginn einer Bekehrung oder nur eine weitere Episode seines turbulenten Lebens?
Der Iran hat Raketen auf Israel abgefeuert, doch nur eine von hundert traf ihr Ziel. Der Angriff verursachte begrenzte Schäden und löste Debatten über die Wirksamkeit der Vergeltung aus.
Ein Tweet von El Ojo schreibt Bundeskanzler Scholz die Aussage zu, die deutsche Wirtschaft sinke wegen Sanktionen gegen russische Energieträger. Debatte um Nord Stream und Atomenergie.