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Spanien: Diesel könnte um 24 Cent pro Liter teurer werden
Das Ende der Steuerermäßigung bei Kraftstoffen könnte Diesel um 24,2 Cent pro Liter und Benzin um 6,05 Cent verteuern. Mehr zum Impact.
Der Dieselpreis könnte um bis zu 24 Cent pro Liter steigen, der von Benzin um rund 6 Cent, wenn die spanische Regierung die auslaufende Steuerermäßigung nicht verlängert.
Der 1. Oktober könnte ein Wendepunkt für die Geldbörsen der Autofahrer sein. Wenn die Regierung die Steuerermäßigungen auf Kraftstoffe nicht verlängert, könnte Diesel um **24,2 Cent pro Liter** und Benzin um **6,05 Cent pro Liter** teurer werden – vorausgesetzt, die übrigen preisbestimmenden Faktoren bleiben stabil und die Steuererhöhung wird vollständig an den Zapfsäulen weitergegeben. Die derzeit geltenden Vergünstigungen, die am Mittwoch auslaufen, betragen **20 Cent** für Diesel und **fünf Cent** für Benzin.
## Auswirkung an der Zapfsäule
Die endgültige Entscheidung hängt davon ab, wie der Ministerrat das neue Anti-Krisen-Paket konkretisiert. Ministerpräsident **Pedro Sánchez** hatte die Verlängerung von Maßnahmen zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen angekündigt, doch der konkrete Umfang für die Kraftstoffvergünstigungen ist noch nicht bekannt. Gesichert ist hingegen die Fortführung der Hilfen für den Agrarsektor, einschließlich des Ausgleichs für die Mehrkosten bei Agrardiesel. Für den durchschnittlichen Autofahrer wäre das Ende der Steuerermäßigung beim Diesel spürbarer: Das Volltanken eines **50-Liter-Tanks** mit Diesel würde rund **12,10 Euro mehr** kosten, bei einem Benziner wären es etwa **3,03 Euro**. Diese Rechnung beruht allein auf der direkten Steuerwirkung, ohne Schwankungen der Rohölpreise, der Vertriebskosten oder der Handelsspannen zu berücksichtigen.
## Unterschiede und Mechanismus
Der unterschiedliche Effekt auf Diesel und Benzin erklärt sich durch die Funktionsweise der Schutzklausel. Diese im Juni beschlossene Regelung sah einen schrittweisen Abbau der Steuerentlastung über den Sommer hinweg vor. Der Anstieg der Dieselpreise im Jahresvergleich, der im Juli **15,7%** erreichte, löste jedoch eine Reduzierung von **20 Cent** für September aus. Benzin behielt den im Kalender vorgesehenen Rabatt von fünf Cent. Die Mehrwertsteuer (MwSt.) auf Kraftstoffe war bereits am 1. Juli auf **21%** zurückgekehrt.
## Blick in die Zukunft der Branche
Während über die unmittelbare Hilfe debattiert wird, fordert der **Spanische Verband des Kleinhandels mit Kraft- und Brennstoffen (AEVECAR)** von der Regierung einen stabileren Rahmen für die Transformation des Sektors. Gefordert werden die zügige Umsetzung der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien **RED III** und das Inkrafttreten des neuen Systems mit Zielen für erneuerbare Kraftstoffe zum **1. Januar 2027**. Der Verband argumentiert, diese Konkretisierung sei entscheidend, um einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Ländern zu vermeiden, die das System bereits **2026** anwenden. **AEVECAR** setzt auf eine langfristige Planung, die nicht nur die Emissionen im Verkehr senkt, sondern auch Investitionen in erneuerbare Kraftstoffe ankurbelt.
Der Verband ist überzeugt, dass Spanien das Potenzial hat, europäischer Vorreiter bei der Produktion dieser Kraftstoffe zu werden, knüpft diese Chance aber an regulatorische Stabilität. Klare Ziele und eine verlässliche Planung des Investitionsbedarfs würden, so die Einschätzung, Rechtssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie stärken. Darüber hinaus unterstützt **AEVECAR** die Forderung des **Spanischen Verbands der Kraftstoffindustrie** an das Ministerium für ökologische Transition, Maßnahmen abzuschaffen, die nach Ansicht beider Organisationen inländische Hersteller gegenüber Importeuren diskriminierend belasten. Es wird gewarnt, dass dieses Ungleichgewicht Investitionen in spanische Raffinerien bremsen und die Energieunabhängigkeit schwächen könnte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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