Spanien: Der Konflikt zwischen Antichristen, christlichen Zionisten und Pro-Palästinensern

Eine Analyse widerlegt die Verschwörungstheorie über den angeblich antijüdischen Charakter des Christentums und hinterfragt rassische Dichotomien in Spanien.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanien: Der Konflikt zwischen Antichristen, christlichen Zionisten und Pro-Palästinensern
Drei Lager, eine Absurdität: Das Kräftemessen zwischen Antichristen und Zionisten

In digitalen Foren wiederholt sich ein Paradoxon: Wer Europa am lautesten verteidigt, versucht oft am härtesten, die Religion zu zerstören, die es aufgebaut hat. Die Prämisse ist einfach. Ein identitärer Sektor behauptet, das Christentum sei eine „jüdische Verschwörung“ zur Zerstörung des Westens. Ihnen gegenüber steht ein Block, der Israel als Gottes Volk aufgrund ethnischen Rechts verteidigt. Eine dritte Gruppe, linke Pro-Palästinenser, schließt das Dreieck, indem sie alle desselben beschuldigt. Laut dieser Analyse teilen alle drei denselben Fehler: Sie verwechseln Theologie mit Identität.

Das antichristliche Argument, das die Geschichte ignoriert

Die zentrale These der ursprünglichen Nachricht ist eindeutig: Das Christentum ist die am stärksten antijüdische Doktrin überhaupt. Dies ist keine fromme Meinung. Die ersten christlichen Märtyrer, so wird erinnert, wurden von Nnnn getötet. Jüdische Texte nach der Kreuzigung verabscheuen die Anhänger Jesu tief, betrachten ihn als Zauberer und als größte Katastrophe für ihre Religion. Die theologischen Implikationen der Natur Christi erscheinen ihnen skandalös. Religiöse Nnnn empfinden enorme Abneigung gegen Christen, da sie glauben, dass Heiden nicht Gottes Volk sein können.

Wer das Gegenteil behauptet, kennt laut Text die Doktrin nicht, die er zu bekämpfen vorgibt. Der Vorwurf einer „jüdischen Verschwörung“ wird durch den biblischen Text selbst entkräftet. Das Christentum entstand nicht als Erfindung zur Zerstörung Europas, sondern als Spaltung innerhalb des Ntumsntumsntumsntums, die von den Nnnn selbst verfolgt wurde.

Die falsche Dichotomie zwischen Heidentum und Christentum

Die zweite Front bilden jene, die eine rassistische Dichotomie aufstellen: Heidentum und weiße Rasse versus Christentum, Ntumntumntumntum und semitische Rasse. Die Antwort ist historisch. Nnnn verbündeten sich wann immer möglich mit Heiden, um Christen zu vernichten. Kaiser Julian Apostata versuchte, den Tempel Salomos für die Hebräer wiederaufzubauen. Erdbeben, so berichten Quellen, verhinderten das Werk. Das Bündnis zwischen Heidentum und Ntumntumntumntum ist keine Hypothese, sondern ein dokumentiertes Ereignis.

Eine weitere Stimme fügt hinzu, dass die weiße Rasse älter sei als der gekreuzigte . „Um vor einem Nnnn zu knien, ist es besser tot zu sein“, lautet das Urteil. Die Widerlegung folgt prompt: Christus existierte vor der Menschheit, gemäß dem Johannesevangelium. Seine menschliche Gestalt war die eines kaukasischen weißen Mannes. Die Freimaurerei, heißt es, erfinde Darstellungen Christi als hässliche Mauren, um ihn zu parodieren.

Das Problem der christlichen Zionisten

Hier hält sich die ursprüngliche Nachricht nicht zurück. Den nationalen Orden zu respektieren und sich nicht in Angelegenheiten anderer Länder einzumischen, ist das eine. Einen Staat zu verteidigen, der nichts mit einem selbst zu tun hat, ist etwas anderes. Wer argumentiert, Israel sei Gottes Volk, und sich gleichzeitig Christ nennt, ist wörtlich „das Verächtlichste, was man sich vorstellen kann“.

Das theologische Argument lautet wie folgt: Die israelitischen Kinder Gottes konvertierten zum Christentum. Heiden schlossen sich dieser Bewegung an, wie Römer 11,17-24 zeigt. Diese Menschen bilden das religiöse, nicht das ethnische Volk Israels. Aktuelle Nnnn sind, abgesehen davon, dass sie Produkte von Vermischung und Diaspora sind, keine Erben des alten Königreichs Israel. Sie stellen eine ketzerische Ableitung des alten Ntumsntumsntumsntums dar, die Jahrhunderte vor Christus begann, gekennzeichnet durch die Manipulation des Alten Testaments und die Erfindung absurder Normen, die als „Mündliche Tora“ verteidigt werden, obwohl bewiesen ist, dass sie nie existierte.

Die Kirche, die mit der Macht paktierte

Das Gespräch lenkt auf die Katholische Kirche. Es wird daran erinnert, dass sie ein Konkordat mit Hitler schloss. Dass sie heute eine der größten Übertragungsriemen des Globalismus in Spanien ist. Dass der argentinische Papst direkt ein Problem sei. Ein anderer Teilnehmer antwortet nuanciert: Die wahre Katholische Kirche sei die Vereinigung aller Christen, die „Unsichtbare Kirche“. In ihrem Schoß gebe es gerechte und gute Menschen, aber dies verpflichte nicht dazu, eine solche Organisation zu unterstützen.

Auch die Orthodoxe Christenheit kommt schlecht weg. Ihr wird vorgeworfen, lange Zeit eine Filiale der jeweiligen zivilen Macht gewesen zu sein. Im Osten waren viele Priester nur Beamte und Verkäufer von Sakramenten. Rom hingegen war bereits dekadent, bevor es das Christentum annahm. Der Fall des Reiches ließ alles mehrere Jahrhunderte lang sehr „Mad-Max-artig“ wirken. Die Erholung beginnt genau mit der Christenheit, die Europa langsam wieder zusammensetzt.

Das Mittelalter war nicht so dunkel

Ein Klischee erhält seinen Tribut: die schwarze Legende des Mittelalters. Das Christentum hat Rom nicht zerstört. Es waren die Teilung des Reiches, Barbaren im Heer als Hilfstruppen, Korruption und schlechte Verwaltung. Das Mittelalter war viel besser als das Römische Reich: Es gab mehr Fortschritte, niedrigere Steuern als heute, und die Leute trugen Farben statt der braunen und grauen Töne aus Filmen. Es gab Fortschritte bei Waffen, Maschinen, Philosophie, Literatur, Medizin, Handwerk und Schiffen. Lehnsherren schützten das Volk. Die heutigen Lehnsherren zerstören es.

Die Diskussion endet mit einer Frage, die niemand vollständig beantwortet: Wenn das Christentum eine semitische Religion ist, importiert von Paulus von Tarsus, wie Kritiker behaupten, warum war es dann jahrhundertelang der Zement Europas? Und wenn aktuelle Nnnn keine Erben des alten Israel sind, wie die ursprüngliche Nachricht argumentiert, worauf basiert dann die evangelikale Unterstützung für den hebräischen Staat? Die Debatte bleibt offen.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (122 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver