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Spanien: 400-Vorwahl wird für alle Werbeanrufe Pflicht
Ab Samstag blockieren die Anbieter Werbeanrufe, die nicht mit 400 beginnen. Die spanische Regulierungsbehörde CNMC hat bereits 98.000 Nummern für diese Anrufe zugeteilt.
Ab Samstag blockieren die Anbieter Werbeanrufe, die nicht von Nummern mit der Vorwahl 400 getätigt werden. Diese Nummern sind ausschließlich zur Kundengewinnung reserviert und dürfen weder für den Kundendienst noch für After-Sales-Services genutzt werden.
Die Pflicht tritt an diesem Samstag in Kraft. Telekommunikationsanbieter müssen alle Werbeanrufe blockieren, die der Gewinnung neuer Kunden dienen und nicht von Nummern beginning mit **400** getätigt werden. Die Maßnahme setzt das spanische Kundendienstgesetz um, das im **Dezember 2025** in Kraft getreten ist, und ergänzt den Regierungsplan gegen Telefon- und SMS-Betrug, der im **März desselben Jahres** gestartet wurde.
## Was sich für Unternehmen und Nutzer ändert
Unternehmen, die dieser Pflicht unterliegen, müssen neunstellige Nummern mit der Vorwahl **400** verwenden. Diese Nummern sind ausschließlich für Werbeanrufe reserviert. Die Verordnung verbietet ausdrücklich, diese Nummern für den Kundendienst oder After-Sales-Services zu nutzen. Nur ausgehende Anrufe sind möglich, sodass Nutzer sie nicht zurückrufen können.
Wer einen Werbeanruf von einer anderen Nummer erhält, kann dies bei der **Comisión Nacional de los Mercados y la Competencia** (CNMC), der spanischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde, melden, die die Einhaltung der Entscheidung überwacht. Das Gesetz räumt den betroffenen Unternehmen bis zum **Dezember 2026** Zeit ein, ihre Dienste anzupassen.
## Die CNMC hat bereits 98.000 Nummern zugeteilt
Zur Vorbereitung der Einführung der 400 startete die CNMC im vergangenen **April** ein Verfahren zur Erstvergabe an die Anbieter. Dabei wurden **98 Blöcke mit je 1.000 Nummern**, insgesamt **98.000**, vergeben, wie aus Kreisen der Regulierungsbehörde verlautete. Außerdem legte sie die Bedingungen fest, damit die Netze fristgerecht für diese Anrufe bereitstanden.
Die Verordnung aktivierte zudem die Nummernbereiche **800** und **900** für diese Anrufe, damit Nutzer sie kostenlos zurückrufen können. Schon seit **2023** erkennt das spanische Telekommunikationsgesetz das Recht an, unerwünschte Werbeanrufe nicht zu erhalten – sofern keine vorherige Zustimmung oder eine andere Rechtsgrundlage vorliegt, wie es die Datenschutzvorschriften vorsehen.
## Erreichbarkeit in unter drei Minuten und mehr als 400 Millionen blockierte Anrufe
Das spanische Kundendienstgesetz verlangt, dass **95%** der eingehenden Anrufe im Durchschnitt in weniger als **drei Minuten** angenommen werden. Es garantiert, dass Kunden die Hilfe einer echten Person verlangen können, ohne dass der Service ausschließlich von automatisierten Systemen abhängt. Seit **Juni 2026** ist es verboten, Mobilfunknummern für den Kundendienst oder unaufgeforderte Werbeanrufe zu nutzen.
Der Anti-Betrugs-Plan, der in Zusammenarbeit mit den großen Anbietern entwickelt wurde, hat mehr als **400 Millionen Anrufe** und **32 Millionen betrügerische Nachrichten** blockiert, wie das **Ministerio para la Transformación Digital y de la Función Pública** (spanisches Ministerium für digitale Transformation und öffentlichen Dienst) mitteilte. Der Plan sieht außerdem ein von der CNMC verwaltetes Alias-Register vor, um Unternehmen und Verwaltungen zu identifizieren, die Nachrichten unter einem Namen statt einer Telefonnummer senden.
Seit dem **15. September 2026** müssen Anbieter Nachrichten mit nicht registrierten Aliasen oder von nicht zugelassenen Anbietern blockieren. Im ersten Monat wurden so mehr als **sechs Millionen Nachrichten** von nicht registrierten Absendern blockiert, so das Ministerium.
Wer einen Werbeanruf von einer Nummer erhält, die nicht mit 400 beginnt, kann dies bei der CNMC melden. Bei Fragen zu den Rechten als Verbraucher empfiehlt es sich, die geltenden Vorschriften zu prüfen oder eine spezialisierte Fachkraft zu konsultieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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