Spanien: 12-Euro-Münzen des Banco de España im Parallelmarkt

In Spanien werden die 12-Euro-Silbermünzen des Banco de España zu unterschiedlichen Preisen gehandelt, wobei der Standort entscheidend ist.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanien: 12-Euro-Münzen des Banco de España im Parallelmarkt
12-Euro-Münzen des Banco de España: Preise zwischen 13,49 und 18 Euro

Ein Sammler möchte seine 12-Euro-Münzen des Banco de España loswerden. Er findet einen Käufer, aber nur wenn er sich persönlich in Madrid trifft: Auf der anderen Seite zahlt jemand 13,49 Euro pro Stück, immer bar bei Übergabe. In Bizkaia bietet ein anderer 13,75 Euro, mit einer Obergrenze von 250 bis 300 Münzen. Und etwas weiter unten werden dieselben Münzen für 18 Euro verkauft, inklusive Versand. Zwischen Kauf- und Verkaufspreis entsteht ein eigener Markt mit spezifischen Regeln, wo nicht das Metall, sondern die Postleitzahl den Ton angibt.

Was sind die 12-Euro-Münzen des Banco de España?

Es handelt sich um Gedenkmünzen aus Silber, herausgegeben vom Banco de España, mit einem Nennwert von 12 Euro — etwa 2.000 Peseten — verteilt auf Serien von acht Prägungen. Ihr Interesse ist doppelt: numismatisch und metallurgisch. Außerhalb des offiziellen Handels weicht ihr Preis vom Nennwert ab und wird durch einen Parallelmarkt bestimmt, einen ständigen Fluss aus Kaufangeboten (BID) und Verkaufsangeboten (ASK), der in den aktivsten Listen täglich erneuert wird.

Kaufen für 13,75, verkaufen für 18: Die Marktspreizung

Auf der Kaufseite bewegen sich die Angebote zwischen 12,50 und 14,40 Euro; auf der Verkaufsseite zwischen 13,49 und 18,00 Euro. Theoretisch sollte jemand, der für 14 Euro kauft, keinen günstigeren Verkäufer finden, doch es passiert: In derselben Liste koexistieren Kaufangebote zu 14 Euro mit Verkaufsangeboten zu 13,49 Euro. Diese Diskrepanz hat eine Erklärung. Fast alle Käufe erfolgen „bei persönlicher Übergabe“, gebunden an eine bestimmte Provinz. Der Käufer, der 14 Euro zahlt, tut dies nur, wenn man sich vor Ort trifft; der Madrider Verkäufer, der für 13,49 Euro anbietet, versendet nicht.

Warum der Abstand den Preis bestimmt

Es wird argumentiert, dass mehr als ein Angebot verschwunden wäre, sobald ein Verkaufsangebot erschien, wenn der Versand funktionieren würde. Aber das tut er nicht. Der Transport ist die Variable, die den Preis am stärksten beeinflusst: Ein Verkauf mit MRW-Versand für 18 € konkurriert mit einem Angebot von 100 Münzen für 13,80 € plus Porto aus Navarra. Große Partien von 400 bis 600 Stück konzentrieren sich in Madrid und Valencia; Bizkaia und Navarra kämpfen mit der Distanz. Der Markt verhält sich wie mehrere Märkte, die zusammengeklebt sind.

Warum zahlt man bis zu 19 Euro für eine 12-Euro-Münze?

Wegen des Jahres, des Zustands und der Serie. Der höchste registrierte Preis liegt bei 15–19 Euro pro Stück (entspricht 2.000 Peseten), unter einer Bedingung: vollständige Serien aller acht Prägungen, ohne Oxidation und in Originalverpackung; die komplette Serie wird für 120 Euro bezahlt. Die Prämie über dem Nennwert reicht von 4 % für die günstigste Einzelstück bis zu 58 % für das bestbezahlte Exemplar. Man kauft keine Euros: Man kauft Kontinuität, Verpackung und Fleckenfreiheit.

Abgelaufene Angebote, schwebende Preise und kopierte Anzeigen

Das Problem ist nicht der Preis, sondern die Nachvollziehbarkeit. Es gibt Kaufangebote ohne konkreten Betrag — „verhandelbar“, „Preis nach Vereinbarung“ — was in einem offenen Buchmarkt Betrug gleichkommt: Niemand kennt die tatsächliche Position des Schweigenden. Tauchen Konten auf, die Angebote zurückziehen und neu einstellen, Kopien alter Listen mit falschen Mengen und Editionen, die sich unkontrolliert verbreiten. Eine Partie sprang von 200 auf 600 Stück wegen einer Bearbeitung, die andere kopierten, bevor sie korrigiert wurde. Die Liste drohte mit einem Neustart, um tote Daten zu bereinigen.

Mit dieser Spreizung wäre es logisch, dass kein Geschäft zustande kommt. Und die Mengen verschwinden. Vierzehn Jahre später hängt der Preis derselben Münze weiterhin von der Stadt des Besitzers ab.


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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (627 Antworten).

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