SpaceX-Aktien kaufen: Chance oder Trugbild?

Während manche hoffen, ihre SpaceX-Investition zu verhundertfachen, warnen andere vor einer Blase und einer Liquiditätskrise. Lohnt sich der Kauf von Aktien?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

SpaceX-Aktien kaufen: Chance oder Trugbild?
SpaceX-Aktien kaufen – oder nur ein Weltraum-Trugbild?

Ein Thread zur Wirtschaftsanalyse hat die Frage aufgeworfen: Wie viele SpaceX-Aktien soll man kaufen? Die Antworten reichen von euphorischer Vervielfältigungsrechnung bis zu blankem Skepsis. Während manche ausrechnen, dass 200 Euro zu 20.000 werden würden, wenn sich der Apple-Effekt der achtziger Jahre wiederholt, nennen andere das Ganze ein „Luftschloss in der Weltraumversion“. Manche handeln bereits: Eine Investition von 10.000 Euro über eine Proxy-Firma, um den Kursanstieg nicht zu verpassen. Doch es gibt auch Stimmen, die vor einem perfekten Sturm warnen: Die drei für diesen Sommer erwarteten Börsengänge würden dem Markt Liquidität entziehen und die Bewertungen drücken.

Das Versprechen des x100

Die optimistische Erzählung stützt sich auf das Apple-Beispiel der achtziger Jahre: Wer damals kaufte, verhundertfachte seine Investition. Auf SpaceX angewendet, würden 200 Euro zu 20.000. Eine verlockende Rechnung – die aber ignoriert, dass das Unternehmen bereits mit über 100 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Eine ähnliche Rendite würde eine absurde Marktkapitalisierung oder eine spekulative Blase erfordern.

Proxy-Investition: der schnelle Weg

SpaceX ist nicht börsennotiert. Um Anteile zu erhalten, greifen manche Anleger auf Proxy-Firmen zurück, die an Sekundärmärkten für Startups kaufen. Ein Vorgehen, das frühen Zugang verspricht, aber mit Liquiditätsrisiken, hohen Gebühren und mangelnder Transparenz verbunden ist. „Wer auf den Börsengang wartet, kommt schon zu spät“, argumentieren die Befürworter dieses Weges.

Die Warnung vor der Liquiditätskrise

Gegen den Optimismus spricht eine Analyse, wonach die drei für diesen Sommer erwarteten Börsengänge eine massive Liquiditätsabwanderung vom US-Markt auslösen werden. Wer Positionen in den USA hält, sollte sich auf erhebliche kurzfristige Verluste einstellen. Eine Sichtweise, die mit derjeniger kollidiert, die lieber „durchhalten und Dividenden kassieren“ wollen.

Die Debatte bleibt offen. Auf der einen Seite die Versuchung, es den frühen Apple-Investoren gleichzutun; auf der anderen Seite die Realität eines überbewerteten Unternehmens und eines Marktes, der am Rand einer Korrektur stehen könnte. Hundertfach dein Geld – oder ein Direktticket ins schwarze Loch? SpaceX verspricht viel, aber der Weltraum ist auch voller Asteroiden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).

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