Citroën C-Elysée: das Billigauto, das am Ende teuer wird

Ein Forumsnutzer suchte einen Diesel-Kombi für 25.000 km pro Jahr und bestellte am Ende einen Opel Astra für 17.000 €; der C-Elysée überzeugte ihn weder als Diesel noch als LPG-Fahrzeug.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Citroën C-Elysée: das Billigauto, das am Ende teuer wird
Citroën C-Elysée: das Billigauto, das niemand kaufen will

Das Budget reicht nicht. Das ist die Prämisse einer der häufigsten Fragen in Verbraucherforen: Lohnt sich der Kauf eines Citroën C-Elysée, wenn man sich einen Wagen der Mainstream-Marken nicht leisten kann? Der typische Käufer hat ein klares Profil: Er fährt 25.000 Kilometer pro Jahr, braucht einen Kombi mit großem Kofferraum und hat festgestellt, dass die Angebote der Mainstream-Marken schrumpfen, wenn man nicht finanziert oder kein Altfahrzeug im Rahmen der PIVE-Prämie (ein spanisches Abwrackprogramm) abgibt. Das Kleingedruckte macht aus den beworbenen 13.000 Euro 16.000. Und da beginnt das Problem.

Der echte Preis eines Billigautos

Das erste Ergebnis der Diskussion ist unbequem: Der C-Elysée ist nicht so günstig, wie er scheint. Ein Skoda-Händler verlangte laut Aussage des ursprünglichen Käufers 19.000 Euro für einen Rapid mittlerer Ausstattung. Der Seat León mit schwächerem Motor und schlechterer Ausstattung lag bei 19.000 Euro. Der Skoda Octavia Ambition 1.2 TSI bei 21.100. Und der Ford Focus Trend+ 1.0 EcoBoost spielte in derselben Liga. Wenn der C-Elysée auftaucht, dann mit einem Preisargument, das zusammenbricht, sobald man es mit Alternativen aus dem höheren Segment vergleicht.

Manche halten das Problem nicht für das Auto, sondern für den Markt. Die Preise der Mainstream-Marken sind gestiegen, während sich der Absatz mit dem billigen Geld der EZB erholte. Das Fazit des Käufers, der die Anfrage startete, ist aufschlussreich: Er bestellte am Ende einen Opel Astra Sports Tourer 1.4T mit 140 PS für 17.000 Euro, ohne Finanzierung und ohne Inzahlungnahme. Also einen Kombi der Kompaktklasse für dasselbe Geld, das man ihm für Limousinen der Kleinwagenklasse abverlangte.

Der C-Elysée ist kein Auto, er ist ein Konzept

Der C-Elysée leitet sich vom C3 ab. Es ist eine Stufenhecklimousine mit ordentlichem, aber wenig vielseitigem Kofferraum. Der Unterschied zu einem Toledo oder Rapid: Diese haben eine Heckklappe, was die Praktikabilität vervielfacht. Wer schon versucht hat, ein Ikea-Sofa in den Kofferraum einer Stufenhecklimousine zu packen, versteht den Unterschied. Der C-Elysée ist ein Auto für alle, die diese Vielseitigkeit nie brauchen werden.

Der häufigste Kritikpunkt ist die Sicherheit. Ein Teilnehmer behauptet sogar, der C-Elysée halte mit diesem Motor keine zehn Jahre, und die Sicherheit sei auch nicht berauschend. Das ist eine Meinung, kein Fakt, aber sie spiegelt den Konsens wider: Das Auto wird als Produkt aus Schwellenländern wahrgenommen, das für Europa recycelt wurde. Das Wort Dritte-Welt fällt in der Diskussion mehrfach.

Und der Diesel?

Der ursprüngliche Käufer wollte wegen der Kilometer einen Diesel. Die Antwort des Forums war fast einstimmig: Nein. Das Argument: Der moderne Diesel bringt Partikelfilter, Turbo und Wartungskosten mit, die die Kraftstoffersparnis auffressen. Ein Teilnehmer behauptet, der 1.2 TSI mit 110 PS sei unendlich viel besser als der entsprechende Diesel, und dieser habe fünf Gänge, weil er den sechsten nicht schaffe. Die wiederkehrende Empfehlung lautet: LPG oder CNG anschauen oder einen Benziner umbauen.

Das Problem: Citroëns LPG-Version ist ein 1.2 mit 75 PS. Für 25.000 Kilometer pro Jahr hält der Käufer das für unzureichend. Damit schließt sich der Kreis: Der C-Elysée überzeugt weder als Diesel noch als LPG-Fahrzeug.

Die Alternative, die niemand erwartete

Die Diskussion driftet zu einem Fazit, das der ursprünglichen Prämisse widerspricht. Wenn das Budget für einen Mainstream-Wagen nicht reicht, lautet die Antwort nicht, ein Low-Cost-Auto zu kaufen, sondern nach unverkauften Lagerfahrzeugen oder rabattierten Angeboten auf Rabattportalen zu suchen. Ein Hyundai i30 der Kompaktklasse war für wenig mehr als 12.000 Euro zu haben. Ein Diesel-Peugeot 308 SW für wenig mehr als 13.500. Ein Diesel-Dacia Logan SW für 10.000.

Der ursprüngliche Käufer landete am Ende beim Astra-Kombi. Es war nicht das Auto, das er wollte, als er die Anfrage startete. Es war das Auto, das ihm der Markt hinstellte, als er aufhörte, auf den Aufkleberpreis zu schauen, und anfing, auf den echten Preis zu achten.



Die Frage bleibt unbeantwortet: Gibt es einen Käufer für den C-Elysée? Auf dem Papier ja. In der Praxis hat der spanische Markt ihn zur Unsichtbarkeit verurteilt. Und die Verkaufszahlen scheinen niemandem recht zu geben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (70 Antworten).

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