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So rekrutiert Dutzende Peruaner für den Krieg in der Ukraine
Dutzende Peruaner werden in Lima mit Versprechen von Geld und Arbeit für den Kampf in der Ukraine angeworben. Das Außenministerium hat 459 Gemeldete erfasst.
Ein organisiertes Netzwerk rekrutiert Peruaner in wirtschaftlich prekären Lagen in Lima und bietet ihnen Arbeitsverträge in Russland an, die am Ende an die Kriegsfront in der Ukraine führen.
Das Angebot klang zu gut, um wahr zu sein – und in vielen Fällen war es das auch. Dutzende peruanische Staatsbürger, angelockt von der Aussicht auf üppige Gehälter und sichere Jobs, wurden in **Lima** angeworben, um sich den Reihen der russischen Armee im Konflikt in der **Ukraine** anzuschließen. Was als das Verschwinden einiger Einzelpersonen begann, hat eine groß angelegte Rekrutierungsoperation offenbart, die nach Schätzungen seit Anfang **2024** rund **1.200 Peruaner** nach **Russland** gebracht haben könnte. Das peruanische Außenministerium hatte bis zum **18. August** bereits offiziell **459 Peruaner** erfasst, die in russischen Truppen dienten.
## Der Köder: Geld und Sicherheit
Die Anwerbestrategie hat sich als methodischer Prozess entpuppt, der darauf ausgelegt ist, Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten zu identifizieren und anzulocken. Rekrutierer, die unter Aliasnamen wie **'Poco Pinto'**, **'Visio'**, **'Freddy'** und **'Pantro'** bekannt sind, operieren über persönliche Kontakte und soziale Netzwerke in Peru. Ihr Ziel sind Männer, viele mit früherer Erfahrung als Soldaten oder Sicherheitskräfte, für die die Möglichkeit, zwischen **2.000 und 3.000 US-Dollar** monatlich (etwa **1.730 bis 2.600 Euro**) zu verdienen, eine nahezu unwiderstehliche Gelegenheit darstellt. Dazu kamen Anwerbeprämien von bis zu **20.000 US-Dollar**, kostenlose Unterkunft und Verpflegung sowie das Versprechen, ihren Migrationsstatus in Russland zu legalisieren. Das Werben verglich die Situation mit früheren Jobs im **Irak** und erzeugte so ein falsches Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit.
## Das Netzwerk: von Lima an die Front
Die Organisation hat ein gestuftes System aufgebaut, das von der ersten Anwerbung in Peru bis zum Transport an die Kampffront reicht. Sobald die Kandidaten zustimmen, werden ihnen Werbematerialien gezeigt, darunter Fotos, Videos und Aussagen anderer Peruaner, die angeblich bereits im Ausland arbeiten – alles zur Stärkung der Glaubwürdigkeit des Betrugs. Die Rekrutierer halten ständigen Kontakt und erzeugen Vertrauen und ein Gefühl der Exklusivität. Die meisten Angeworbenen waren fest davon überzeugt, gewöhnliche Arbeitsverträge zu unterschreiben, ohne die wahre Natur ihres Schicksals zu ahnen. Der Prozess wurde als Puzzle beschrieben, bei dem Familien mit Aussagen, Nachrichten und Dokumenten die Rekrutierungskette rekonstruieren.
## Die brutale Realität
Die Illusion zerplatzt an der russischen Grenze. Was als sicherer und risikofreier Job präsentiert wurde, verwandelt sich in die Kriegsfront in der Ukraine. Die Familien haben den Kontakt zu ihren Angehörigen verloren, die ohne ein Verständnis für das tatsächliche Ausmaß des Geschehens nach Russland reisten. Die Untersuchung, durchgeführt von Anwälten mit Unterstützung der betroffenen Familien selbst, hat es ermöglicht, dieses Netzwerk zu rekonstruieren, das nach Schätzungen rund **350 Familien** in Peru betreffen könnte, die verzweifelt nach Informationen über den Verbleib ihrer Angehörigen suchen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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