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Silvester 1988: Party für 5.000 Pesetas, Drink für 200
Laut Berichten kostete die Silvesterparty 1988 in Spanien 5.000 Pesetas inklusive Essen und Tanz bis zum Morgen. Ein Cocktail lag bei 200 Pesetas.
Silvester 1988: 5.000 Pesetas für Dinner, Party und Tanz bis zum Morgengrauen
Ein kompletter Jahreswechsel – Dinner im separaten Speisesaal, Party-Ausrüstung (Cotillón), Tanz die ganze Nacht und Schokolade mit Churros um acht Uhr morgens – kostete 1988 5.000 Pesetas, wie ein Teilnehmer berichtet. Der Cuba Libre lag bei 200, eine Flasche Cava bei 1.000 Pesetas. Im Video ist niemand mit einem Handy zu sehen. Die Preisangaben haben einige Nuancen.
Die Aufnahme stammt aus einer spanischen Diskothek an Silvester 1988 und wird oft als Caseli in A Coruña identifiziert, basierend auf Erinnerungen von Besuchern oder deren Bekannten. Andere erinnern sich an ähnliche Partys in Valencia an der Carretera del Saler. Das Bild zeigt junge Menschen auf der Tanzfläche; Kommentare betonen den Unterschied zu heutigen Clubs.
Was war in den 5.000 Pesetas für eine Silvesterparty 1988 enthalten?
Das Paket war großzügig: Dinner im separaten Raum, Cotillón, Party bis zur Dämmerung und Schokolade mit Churros um sechs oder acht Uhr morgens. Das Menü enthielt laut detaillierten Berichten Meeresfrüchtesuppe und Blätterteig-Seebarsch, beschrieben als „ein Menü wie bei einer guten Hochzeit“. Getränke wurden teils extra berechnet: Cuba Libre für 200 Pesetas, Cava-Flasche für 1.000.
Ein anderer Nutzer erinnerte sich an Silvesterpartys der Neunziger, angekündigt durch Plakate an Laternen und Bushaltestellen: Eintritt 5.000 Pesetas, Cotillón, offene Bar und Frühstück am Morgen. Er fragte, ob dieses Format noch existiert. Heute gibt es Retro-Kreuzfahrten und Afternoon-Sessions für diese Generation; manche vermuten, dass einige Clubs ähnliche Feste anbieten.
Nicht alles war idyllisch. Bei offenen Bars mischten Kellner Drinks stark, damit Gäste früh genug hatten und nicht mehr bestellten. Dazu kam der Garrafón, billiger Fasswein, der als Markengetränk ausgegeben wurde. Dies führte zu legendären Katerstimmungen und jahrelangem Misstrauen.
Vom 300-Peseten-Cocktail zum 3-Euro-Drink
Die Preisspanne zeigt einen harten Währungsumstieg. Ein Cuba Libre stieg von 300 Peseten auf 3 Euro „wie im Flug“, so ein Nutzer. Silvester-Dinner für tausend Peseten blieben dagegen stabil, zumindest bis 1994/95, wenn auch mit weniger spektakulären Menüs als 1988, aber zum gleichen Preis.
Hier liegt die Falle automatischer Vergleiche. Eine 5.000-Peseten-Party entspricht keinem heutigen Club-Eintritt, da sie Hochzeitsniveau-Essen, Getränke und Frühstück umfasste. Nur Preise vergleichen und den Inhalt ignorieren, macht die Nostalgie günstiger, als sie war.
Warum führt die Nostalgie von 1988 zur Demografie?
Weil die Szene wie eine Volkszählung wirkt. Manche schauen nicht auf Preise, sondern auf die Menschen; einige betonen, dass die Geburtenrate damals doppelt so hoch war wie heute. Andere sehen Veränderungen in den Geschlechterbeziehungen hinter dem Gefühl des Verlusts und geben Dating-Apps sowie neuer Gesetzgebung die Schuld für das Abkühlen des realen Flirts.
Eine dritte Position zerlegt das Ganze: Jede Epoche hat Licht und Schatten, und wer die Achtziger idealisiert, idealisiert meist seine eigene Jugend.
Es gibt eine vierte, härtere Reaktion, die das Gespräch auf Immigration und sozialen Wandel lenkt. Dies ist eine Ablenkung ohne Bezug zum Video: Es zeigt nur, wer 1988 eine bezahlte Diskothek besuchte und was es kostete.
Der andere Nostalgiepunkt: Die Musik
Die Songs mischen Gitarrenrock, New Wave und Drum Machines; manche finden sie moderner als viele aktuelle Hits in Mainstream-Clubs. Auch hier halfen Garrafón und offene Bar: Je schneller der Gast betrunken war, desto weniger Arbeit für die Theke.
Mit diesen Zahlen ist zu erwarten, dass Silvesterpartys den Weg der Remember-Sessions gehen: Produkte für eine bestimmte Generation, Preise weit entfernt von 1988 und ein Publikum, das sich auf der Tanzfläche wiedererkennt. Wer ein Plakat an einer Laterne sieht, wird fast sicher einen Tribut entdecken. Aber man sollte nicht zu viel wetten: Wenn Nostalgie Käufer findet, bekommt sie Marktpreis.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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