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Sieben Ministerien im Visier: der Mega-Prozess bedroht Spaniens Regierung
Aldamas Aussage belastet sieben spanische Ministerien. Namen wie Bolaños, Montero und Marlaska stehen im Fokus. Eine Frist von 72 Stunden und das Suplicatorio-Hindernis stehen im Raum.
Der Aldama-Fall zielt auf sieben Ministerien: die halbe Regierung im Visier
Víctor de Aldamas Aussage vor dem Richter, mit der er Beweise für angebliche Machenschaften in sieben Ministerien übergab, hat einen politischen Sturm entfacht, der ein Paradoxon aufwirft. Trotz der Schwere der Vorwürfe, die nach internen Quellen zur Anklage der Hälfte der Exekutive und zu Haftstrafen für mehrere hohe Amtsträger führen könnten, erschweren die rechtlichen und politischen Mechanismen, dass der Fall bis zum Ende getragen wird. Der größte Skandal der Demokratie, wie manche ihn nennen, stößt auf eine Mauer: die Suplicatorios des Kongresses (die parlamentarischen Zustimmungen, die für die Verfolgung amtierender Amtsträger nötig sind).
Die Namen auf dem Tisch
Die genannten Ministerien sind für alle, die den Ermittlungen gefolgt sind, keine Überraschung. Zu den Beschuldigten gehörten laut kursierenden Nachrichten Félix Bolaños, María Jesús Montero, Óscar Puente, Ángel Víctor Torres und Fernando Grande-Marlaska. Die Liste, die sich noch erweitern könnte, zeigt das Ausmaß eines Netzwerks, das – bestätigt es sich – hohe Amtsträger in ein Korruptionssystem verstricken würde, das seit Jahren operiert haben soll. Die Ermittlung, die eine Frist von 72 Stunden für einen entscheidenden Schritt hat, hat den gesamten PSOE-Apparat in Alarmbereitschaft versetzt.
Die 72-Stunden-Frist und der Zapatero-Präzedenzfall
Eine kuriose zeitliche Übereinstimmung ist aufgefallen: Die 72-Stunden-Frist im Fall erinnert an andere Schlüsselmomente der spanischen Politik. Der Fall der Schmuckstücke von José Luis Rodríguez Zapatero, der inzwischen verjährt sein dürfte, erinnert derweil daran, dass die Justiz die Mächtigen nicht immer erreicht. Ein Gefühl der Straflosigkeit breitet sich unter den Bürgern aus, doch der Richter scheint entschlossen, keinen Stein unumgedreht zu lassen.
Das Hindernis der Suplicatorios
Der Strafweg hat jedoch ein fast unüberwindbares Hindernis: Der Kongress muss die Suplicatorios (parlamentarische Zustimmungen) erteilen, damit Amtsträger mit Immunität angeklagt werden können. Die die Regierung stützende Parlamentsmehrheit macht eine Zustimmung unwahrscheinlich, was eine Konfrontation der Gewalten offenlässt. Wenn die Richter bestehen und die Legislative ablehnt, könnte Spanien eine beispiellose institutionelle Krise erleben. Viele fragen sich, ob die Exekutive, in die Enge getrieben, vorgezogene Neuwahlen ansetzen wird, um Zeit zu gewinnen, oder sich mit allen Mitteln wehren wird – notfalls sogar aus dem Gefängnis, wie bereits spekuliert wurde.
Das Gespenst der Wiederholungswahl
Die Möglichkeit, dass Pedro Sánchez aus dem Gefängnis Neuwahlen ausruft, klingt nach Dystopie, wurde aber in mehreren Analysen erwogen. Das Szenario, so fern es auch liegt, spiegelt die angespannte Lage wider. Währenddessen spaltet sich die öffentliche Meinung zwischen denen, die glauben, dass der Aldama-Fall die Regierung stürzen wird, und Skeptikern, die erwarten, dass der parlamentarische Schutz ihn zunichtemacht. Die jüngere Geschichte mit den PP-Fällen, die im Nichts endeten, nährt diese Skepsis.
Wird es der Justiz gelingen, der halben Regierung die Türen des Gefängnisses zu öffnen, oder verhindert das politische Schutzschild dies? Die nächsten Stunden werden entscheidend sein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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