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63 % der französischen Muslime halten Homosexualität für eine Krankheit
Laut einer Umfrage halten 63 % der französischen Muslime Homosexualität für eine Krankheit. Die Debatte über Integration und Laizismus ist in Frankreich wieder voll präsent.
Der Konflikt zwischen Laizismus und Religion verhärtet sich in Frankreich
Eine aktuelle Umfrage — die die Debatte in Frankreich neu entfacht hat — zeigt, dass 63 % der französischen Muslime Gaiität als Krankheit betrachten. Die Zahl ist nicht neu: IFOP-Umfragen aus 2021 deuteten bereits in eine ähnliche Richtung. Geändert hat sich der politische und gesellschaftliche Kontext, in dem sich die Spannungen zwischen dem laizistischen Republikmodell und den Religionsgemeinschaften verschärfen.
Der Befund öffnet das klassische Dilemma erneut: Wie weit kollidiert die Integration von Bevölkerungsgruppen mit traditionellen Werten mit den Prinzipien individueller Freiheit, die das Mai 1968 verankerte? Das Gayssot-Gesetz, das Hassrede unter Strafe stellt, ist der rechtliche Rahmen, auf den sich einige berufen, um die Debatte zum Schweigen zu bringen. Andere hingegen halten dagegen, dass Schweigen den kulturellen Konflikt nur verschärft.
Verteidiger des Republikmodells weisen darauf hin, dass Schule und Institutionen es nicht geschafft haben, die Werte der Toleranz zu vermitteln. Wer die Zahl hingegen relativiert, argumentiert, Umfragen spiegelten nicht zwangsläufig das tatsächliche Verhalten wider, und die muslimische Jugend sei stärker säkularisiert. Dennoch deutet das Fortbestehen dieser Zahlen darauf hin, dass sich die Kluft nicht schließt.
Die 63 % sind ein Weckruf. Aber auch ein Symptom eines Tabus: Über die Vereinbarkeit bestimmter religiöser Traditionen mit den Rechten von LGBTIQ+ zu diskutieren, bleibt in der französischen Politik ein Minenfeld.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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