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SEC genehmigt Spot-Bitcoin-ETFs in den USA
Die US-Börsenaufsicht SEC hat Spot-Bitcoin-ETFs genehmigt. BlackRock führt zwölf Anbieter an, während Analysten Kursziele von bis zu einer Million Dollar pro Bitcoin diskutieren.
SEC gibt grünes Licht für Spot-Bitcoin-ETFs mit BlackRock als Vorreiter
Bitcoin wurde erfunden, um unabhängig von Banken zu sein. Nun verpackt einer der größten Fondshäuser der Welt die Kryptowährung und bringt sie an die Börse. Die US-Börsenaufsicht SEC hat offiziell Spot-Bitcoin-ETFs zugelassen – einen Tag nachdem ein vermeintlicher Hack des SEC-Accounts auf X eine falsche Genehmigung verkündet hatte. Trotz des vorangegangenen Schreckens ist die Zulassung da. Das reicht aus, um im Internet Spekulationen über mögliche Kurssteigerungen anzufachen.
Was genau hat die SEC genehmigt?
Die US Securities and Exchange Commission hat die ersten börsengehandelten Fonds (ETFs) freigegeben, die direkt Bitcoin halten. Nicht nur BlackRock steht dahinter: Das Unternehmen führt eine Gruppe von bis zu zwölf Finanzfirmen an, die ähnliche Produkte angeboten haben. Der entscheidende Unterschied zu bestehenden Instrumenten ist, dass diese ETFs sich am tatsächlichen Preis des Basiswerts orientieren, nicht an Derivaten oder Futures.
Für Teile des Marktes macht dies Bitcoin zu einem vollwertigen Vermögenswert im traditionellen Finanzsystem. Die Ironie liegt auf der Hand: Die Währung, die dem System entfliehen sollte, wird nun innerhalb davon gehandelt. Was früher eine Übertragung in eine eigene Wallet erforderte, wird zu einem weiteren Produkt, das über jedes Depot gekauft werden kann.
Hochgespielte Prognosen
Die kursierenden Zahlen sind atemberaubend. Verschiedene Analyseansätze gehen von massiven institutionellen Kapitalzuflüssen aus und sehen einen neuen Bullenmarkt voraus. Aggressive Prognosen stellen den Bitcoin-Kurs kurzfristig bei über 500.000 Dollar oder sogar einer Million Dollar infrage.
Diese Szenarien sollten mit Vorsicht genossen werden. Es handelt sich um Hypothesen, keine Ergebnisse, oft getrieben von Akteuren mit Interesse an steigenden Preisen. Langfristig gesehen wird jedoch oft darauf verwiesen, dass Bitcoin seit zehn Jahren zu den renditestärksten Assets gehört – trotz regelmäßiger Crashs.
Schützt BlackRock Anleger oder zieht ihnen das Geld aus der Tasche?
Hier wird es interessant. Manche sehen in dem Fondsgiganten keinen Verbündeten, sondern eher einen Fuchs im Hühnerstall. Das Argument: Wenn eine Firma mit hunderten Fonds Bitcoin anbietet, will sie ihren Anteil am Markt, und solche Player schützen nicht unbedingt Kleinanleger. Es wird angemerkt, dass das Unternehmen bereits beim Coinbase-Rettungspaket involviert war, was ihm eine privilegierte Position zur Marktbeeinflussung verschafft.
Der häufigste Vergleich ist der Gold-ETF. Kritiker behaupten, dieses Instrument habe jahrelang dazu gedient, den Goldmarkt zu manipulieren und die Entwertung von Fiat-Geld zu kaschieren. Bei Bitcoin könnte Ähnliches passieren: Preise hochtreiben, spätere Käufer anlocken und die letzten Verlierer tragen lassen. Ein klassisches Blasenmuster, wobei hier kein Tulpenzwiebeln- oder Immobilien-Asset zugrunde liegt.
Dient der ETF zum Halten oder zum Short-Trading?
Es gibt eine konkrete Warnung für alle, die den ETF als langfristiges Sparinstrument betrachten. Dokumenten zufolge handelt es sich um ein gehebeltes Vehikel im Verhältnis 1 zu 5, konzipiert für kurzfristige Trades. Wer langfristig kauft, riskiert laut Kritikern schwere Verluste.
Dieses Bedenken ist berechtigt, wenn man die Funktionsweise solcher Instrumente betrachtet. Allerdings können Investoren auch direkt Bitcoin ohne Intermediäre, ETF-Verträge oder Hebel kaufen. Die Frage bleibt, ob sie dies tun werden, wenn der Kurs korrigiert und Panik entsteht.
Ist Bitcoin Geld oder spekulatives Asset?
Die Grundsatzdebatte ist älter als der ETF selbst. Für Skeptiker ist Bitcoin kein Geld, sondern ein weiteres Fiat-Asset, referenziert auf den Dollar, ohne Deckung und mit einer Volatilität, die es als Wertaufbewahrungsmittel disqualifiziert. Sie argumentieren, der Preis steige nur durch neues Geld und hänge an der Kreditexpansion der Zentralbanken.
Die Gegenposition lautet: Bitcoin ist hartes Geld, begrenzt in der Menge, prüfbar, ohne Gegenparteirisiko und unabhängig von Notenbankentscheidungen. Weder Regierungswechsel noch Zinspolitik ändern daran etwas. Zwei Weltbilder, die sich durch ETF-Zulassungen kaum versöhnen lassen.
Der vorherige Fehlstart und die doppelte Genehmigung
Erinnerlich ist der Vortag: Der offizielle SEC-Account auf X verkündete fälschlicherweise die Genehmigung der ETFs, bevor sie tatsächlich erfolgt war. Später stellte sich heraus, dass es sich um einen Hack handelte. Der Vorfall bewegte den Markt kurzzeitig und offenbarte die Fragilität eines Systems, in dem eine einzige Nachricht Milliardenwerte verschiebt.
Die Ironie unterstrich ein bekannter Branchenakteur mit der Bemerkung, Bitcoin sei das einzige Asset, das vom US-Regulator doppelt genehmigt wurde – erst falsch, dann richtig.
Offen bleibt die Frage: Wird Bitcoin durch massive institutionelle Zuflüsse noch dieselbe Währung bleiben oder sich fundamental verändern? Dies wird letztlich der Preis entscheiden. Und wer zu spät kommt, zahlt drauf.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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