Altea XL 1.2 TSI: Steuerkette, 6 Gänge und ein Liter mehr als der TDI
Ein 1,2-Liter-Motor mit Steuerkette in einem fast 4,5 Meter langen Van. Die Kombination verspricht keine Emotionen, und dennoch behaupten Befürworter, er leiste mehr als angegeben. Der Seat Altea XL des Facelifts (2009-2015) wurde mit diesem 1.2 TSI mit 105 PS und dem 1.4 mit 85 PS als Benziner sowie dem 1.6 TDI als Dieseloption verkauft. Der Streit geht nicht um das Design: Es geht darum, ob es sich lohnt, auf den Diesel zu verzichten für einen kleinen Block mit Kette und sechs Gängen.
Die Ausgangslage ist konkret. Ein Käufer lehnt den Diesel wegen seines dicken Gefühls ab und schließt große Hubräume wegen des Verbrauchs aus. Ihm bleiben der 1.4 mit 85 PS, der ihm knapp erscheint, oder der 1.2 TSI, geräumiger, mit Kette, Tempomat und, so behauptet er, bis zu einem Liter weniger Verbrauch als der 1.4, den er ersetzt. Er bittet um Erfahrungsberichte und warnt: Keine Vergleiche mit Sportwagen.
Warum erzeugt der Altea XL so viel ästhetische Ablehnung?
Hier beginnt die erste Scharmützel. Eine Strömung tut ihn als hässliches, vulgäres Auto mit schrecklichen Proportionen ab, ein „Ich will, aber kann nicht“, das nichts rettet. Die gegenteilige Antwort kommt aus der Erfahrung: Wer jahrelang mit ihm gelebt hat, verteidigt ihn als eines der bequemsten Fahrzeuge für große Menschen, mit so hohen Rücksitzen, dass wenige Modelle, außer Transportern, sie übertreffen.
Das praktische Argument wiegt, hat aber eine Grenze. Gegenüber dem C-Max gewinnt der Altea XL an Laderaumlänge bei gefalteten Sitzen: 14 Zentimeter mehr Auto nach homologierten Zahlen, ein Spielraum, der für Reisende mit Ladung zählt. Das Paradoxon ist, dass dasselbe Auto, das wegen seines Aussehens verachtet wird, wegen seines Innenraums gelobt wird.
Ist der 1.2 TSI mit 105 PS zuverlässig?
Der Starpunkt der Verteidigung ist die Steuerkette, die den regelmäßigen Riemenwechsel vermeidet. Aber Zuverlässigkeit erfordert Nuancen. Gewarnt wird, dass TSI-Motoren mit Kette aus einigen Serien ernsthafte Probleme hatten und dass der 1.4 TSI mit 125 PS besonders schlecht war, einer der unzuverlässigsten seiner Zeit. Man sollte Blöcke nicht vermischen: Der 1.2 Dreizylinder des Fabia, mit 82 PS ohne Turbo und 110 mit, ist nicht derselbe Motor, der im Altea verbaut wurde, der viersilbrig wäre.
Zur tatsächlichen Leistung schrumpft die Legende. Manche behaupten, kein VAG verschenke PS und dieser 1.2 mit 105 PS werde 105 haben, mit Drehmoment darüber oder darunter. Gegenüber dem 1.4 mit 85 PS wird es reichen; für einen voll besetzten XL wird es nicht gerade üppig sein. Die Lösung, sagen sie, ist die Nutzung des Getriebes.
Wie viel verbraucht der 1.2 TSI wirklich?
Die Verbrauchszahlen stammen von einem 1.2 TSI mit 110 PS in einem anderen Modell: 5,5 Liter pro 100 km zwischen Stockholm und Berlin, mit zwei Personen, Ladung und Klimaanlage; 4,7 Liter auf Straßen bei 80 und 90 km/h; und bis zu 10 Liter auf kurzen Stadtstrecken, die auf 7,5 sinken, wenn ruhig gefahren wird. Auf der Autobahn bleibt eine Reisegeschwindigkeit von 150 km/h kaum bemerkbar.
Gegenüber dem Diesel liegt der Unterschied bei etwa einem Liter zugunsten des Diesels. Wer den 1.2 TSI verteidigt, akzeptiert diesen zusätzlichen Liter und kompensiert ihn, versichert er, mit weniger EGR-Problemen, weniger Überraschungen bei der HU und weniger Fahrverboten. Der Preis von Normalbenzin zum Zeitpunkt der Diskussion, 1,369 Euro pro Liter, macht diesen Mehrverbrauch erträglicher als es klingt.
Wie viele Kilometer hält ein Altea XL durch?
Zeugnisse zur Langlebigkeit betreffen Dieselmotoren. Ein 1.6 TDI sammelt 450.000 Kilometer ohne Pannen und ein anderes Exemplar desselben Blocks in einem Octavia erreicht 650.000 mit Standardmotor. Auch ein Felicia wird zitiert, der 378.000 Kilometer mit kleineren Defekten erreichte — Kühler, Wasserpumpe und Thermostat —, heute selten. Ein Besitzer prahlt mit einem Skoda von 135.000 Kilometern und 16 Jahren wie am ersten Tag, gekauft für 2.800 Euro mit 45.000.
Die schwebende Frage ist, ob niedervolumige Diesel der letzten Generation so lange halten werden wie die alten, mit leichteren Teilen und Aluminiumblock. Angewandt auf den 1.2 TSI Benziner liefert niemand eine so hohe eigene Laufleistung.
Bekannte Mängel des Altea XL
Komfort verschont das Modell nicht vor seinen Fehlern. Häufig versagende elektronische Schlösser werden erwähnt und vor allem die Dicke des vorderen A-Säulenpfostens: Er ist so breit, dass bei niedriger Geschwindigkeit in der Stadt der tote Winkel sich mit Fußgängern an Zebrastreifen synchronisiert, mit mehreren Gefahrensituationen pro Jahr, auch ohne jemanden überqueren gesehen zu haben. Andere Zeugnisse hingegen registrieren nur den Wechsel des Mikroschalters der Heckklappe und der Sonnenblende des Fahrers in einem Auto, das in der Garage steht.
Der Kern der Sache bleibt: Ein seelenloses Auto für manche, ein zuverlässiger Abstellraum für andere, und ein 1,2-Liter-Motor im Zentrum einer Diskussion, die nie endete. Kauft man den Altea XL für das, was er ist, oder für das, was er kostet?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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