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Schweiz gegen Spanien: Lärm, Dreck und die Kluft, die man erst bei der Rückkehr sieht
Jemand, der in der Schweiz lebt und für eine Woche nach Spanien zurückkehrt, beschreibt den Lärm, den Schmutz und den Verfall, die man nur im Kontrast wahrnimmt. Stille als Luxus.
Aus der Schweiz zurückkehren und den Lärm in Spanien nicht mehr überhören können
Ein Nachbar, der seit drei Stunden bei offenem Fenster dieselben sechs Töne auf einer Flöte spielt. Ein Gebäude, in dem die Wände aus Papier sind und jedes fremde Videoanruf in dein Wohnzimmer dringt. Wer im Ausland gelebt hat und für eine Woche Urlaub zurückkommt, beschreibt eine Erfahrung, die viele kennen: die Unmöglichkeit, das Land wieder so zu hören wie früher. Die These, die sich durch das Gespräch zieht, ist einfach und etwas unbequem: Der Verfall ist von innen nicht wahrnehmbar, er lässt sich nur im Vergleich messen.
Der Kontrast, den man erst bei der Rückkehr sieht
Der Vergleich mit der Kindheit dient als Bild: Wer ein Kind täglich sieht, merkt nicht, wie es wächst; wer es alle sechs Monate sieht, schon. Mit Ländern ist es genauso. In der Schweiz zu leben und nach Spanien zurückzukehren macht sichtbar, was die Routine normalisiert: der Lärm, der Schmutz auf den Gehwegen, die ungepflegten Fassaden, das Gefühl, dass nichts erhalten wird. Die Stille erscheint als der am häufigsten genannte Indikator – und als der schwerste zu objektivierende.
Manche widersprechen der Diagnose über die Nachbarschaft: In der Madrider Innenstadt, so das Argument, gebe es ebenfalls Ruhe, und beschrieben werde nur die Verhältnisse in Vierteln mit niedrigen Einkommen. Die Antwort auf diesen Einwand: Das Phänomen hängt weniger vom Einkommensniveau ab als von den Gewohnheiten im Zusammenleben und vom Zustand der öffentlichen Räume.
Ist die Schweiz das Paradies, als das sie dargestellt wird?
Nicht ganz. Dasselbe Gespräch bringt Nuancen ein, die die Idealisierung entkräften. In der Schweiz, so wird angemerkt, kollidiert es nach zehn Uhr abends mit strengen Ruhezeiten, wenn man die Toilette spült oder die Waschmaschine laufen lässt, und das bürgerschaftliche Verhalten hat eine Komponente gegenseitiger Überwachung, die viele als erdrückend empfinden. Im Winter verstummt das soziale Leben ab fünf Uhr nachmittags. Der Individualismus und der fehlende Anreiz, auf die Straße zu gehen, sind der Preis für die Ordnung.
Das Schweizer Gleichgewicht, so diese Lesart, hält nur, solange Geld da ist: Steigen die Mieten weiter und verteuert die obligatorische Krankenversicherung das Leben, kann der ungeschriebene Pakt zerbrechen. Und in den Großstädten sei es inzwischen schwierig geworden, einen gebürtigen Schweizer zu finden.
Die Lebenshaltungskosten und der Vergleich, der nicht angestellt wird
Das Gespräch driftet Richtung Steuer- und Arbeitsunfrieden: Beamte, Rentner und Subventionen werden zum Ziel der Frustration jener, die behaupten, das Land ruhe auf einer arbeitenden Minderheit. Es ist die innerstaatliche Version eines breiteren Missmuts – dem der Mittelschicht, die sieht, wie sich ihre Anstrengung nicht in angemessene Dienstleistungen übersetzt.
Darauf die überzeugendste Antwort: die von jemandem, der in Spanien ein Haus und zwei Gehälter hat und gut lebt. Das Problem ist weniger das absolute Niveau als der Verlust an Lebensqualität im unmittelbaren Umfeld: Lärm, Schmutz, empfundene Unsicherheit. Die Frage, die in der Luft bleibt: Wie viel von diesem Verfall ist real, und wie viel ist der Peine bei jemandem, der mit woanders geschulten Sinnen zurückkehrt?
Die verstörende Erkenntnis ist nicht der Lärm des Nachbarn oder die Flöte mit sechs Tönen. Sondern dass die meisten Gesprächsteilnehmer in etwas übereinstimmen, das sich nicht statistisch messen lässt: das Gefühl, dass das Land lauter, schmutziger und ungepflegter geworden ist, und dass man das nur bemerkt, wenn man von außen kommt. Wenn das stimmt, ist das Problem nicht bei denen, die zurückkehren. Es liegt bei denen, die nie weggegangen sind.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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