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Schwarze Magie und Kontrolle: der Mythos, der immer mehr Anhänger findet
Schwindel, unmögliche Zufälle und die Behauptung, 30 Prozent der Menschen seien schwarze Magier: So entsteht die Paranoia vor spiritueller Verfolgung. Zensur oder Suggestion?
Schwarze Magie als Kontrollinstrument: der Mythos, der nicht endet
Die Weltmacht braucht keine Auftragskiller mehr: ein Ritual genügt. Das ist die These, die in Verschwörungskreisen zunehmend Anhänger findet, wo der Hexer den Magnaten als Verwalter des Bösen abgelöst hat. Die Symptome sind immer dieselben: ein Schwindelanfall, kurz nachdem man ein unbequemes Video hochgeladen hat, ein Arzttermin, der auf ein unheilvolles Datum fällt, eine Kette von Menschen, die einem begegnen, als hätte ein Drehbuch sie geschrieben.
Der Mechanismus hat seine eigene innere Logik. Zuerst das Signal: Wenn jemand zum Ziel wird, scheint sich sein Leben zu verbessern. Dann die Wendung: Genau dieser Wohlstand wird verdreht und in eine Falle verwandelt, aus der es kein Entkommen gibt. Das Schlechte, so heißt es, kommt immer als Gutes verkleidet. Einen Beweis gibt es natürlich nicht. Doch für diejenigen, die es erlebt haben, ist gerade die Abwesenheit von Beweisen der Beweis.
Die unsichtbaren Feinde organisieren sich
Das Bestiarium hat sich verändert. Es sind nicht mehr nur „die Illuminaten“: Zum Ensemble gehören inzwischen die „Kinder der Sonne“, die „Luziferianer“ und eine Legion von Praktizierenden, die – einer in diesen Kreisen kursierenden Schätzung zufolge – nahe an 30 Prozent der Bevölkerung heranreichen soll. Die Zahl lässt sich nicht überprüfen, aber sie erfüllt ihren Zweck: Jeder könnte einer von ihnen sein, sogar derjenige, der einem an der Supermarktkasse zulächelt.
Der ausgefeilteste Teil der Erzählung verknüpft schwarze Magie mit organisiertem Mobbing. Wer sich in bestimmte Angelegenheiten einmischt, bemerkt angeblich unmögliche „Synchronizitäten“, immer wieder auftauchende Personen, verschlüsselte Botschaften im Stadtmobiliar. Manche nennen es Gang Stalking; die Mystischeren eine Operation, die von außerhalb der Simulation ausgeführt wird. Das Ziel: dich verrückt machen, während du bei klarem Verstand bleibst.
Der Verschwundene, der die Legende nährt
Unter den Referenzfällen sticht der von Pedro Bustamante hervor, ein Content Creator, der jahrelang Videos und Bücher über diese angeblichen verborgenen Eliten veröffentlicht hatte. Über Nacht war alles verschwunden: ohne Erklärung, ohne Abschied. Die Versionen reichen von einer direkten Bedrohung bis zur eigenen Entscheidung, keine Angst mehr zu verbreiten. Das Milieu tendiert jedoch zur düstersten Erklärung: Man habe schwarze Magie gegen ihn betrieben, und er habe es rechtzeitig bemerkt. Geblieben sind als Erinnerung ein letztes Video, aufgenommen in einem Berliner Park, und das Versprechen eines Symposiums in Cádiz, das nie stattfand.
Auch die künstliche Intelligenz verschwört sich
Sogar die Technologie hat sich der Theorie gebeugt. Wer zu diesen Themen recherchiert, versichert, dass KI-Assistenten ausweichend antworten und an psychiatrische Beratungsstellen verweisen, wenn man sie direkt auf schwarze Magie anspricht. Der Trick, so heißt es, bestehe darin, sie um Mitarbeit an einer Fiktionsgeschichte zu bitten: Dann sprächen sie tatsächlich ohne Filter. Die Anekdote bestärkt, ob wahr oder nicht, die Vorstellung, dass der Algorithmus selbst Teil der Vertuschung ist.
Das eigentliche Problem ist, dass die Erzählung immun ist: Keine Erfahrung kann sie widerlegen. Die Besserung ist der Köder, das Unglück der Angriff, die Gleichgültigkeit die Tarnung. Wenn der Trend anhält, werden immer mehr Menschen Verschwörungen im Kalender sehen, in Krankenschwestern mit Schmetterlingskitteln und in Terminen, die auf den 11. September um 9:11 Uhr fallen. Oder vielleicht ist das ohnehin schon der Plan; in diesem Geschäft gibt niemand zu, der Magier zu sein, der an den Fäden zieht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Gerüchte über ein dringendes Treffen zwischen König Felipe VI und der Militärführung gegen Sánchez kursieren ohne offizielle Bestätigung; Ursprung ist ein Instagram-Post.
Goodreads listet 'Demoníacos', ein Buch von Pedro Bustamante aus dem Jahr seines Verschwindens. Niemand hat ein Exemplar gesehen oder kennt den Verleger.