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Schneewittchen-Flop: 88 Mio. Dollar Umsatz gegen 200 Mio. Kosten
Laut Berechnungen im Forum spielt Schneewittchen am ersten Wochenende nur 88 Millionen ein, bei Produktionskosten von 200 Millionen.
Schneewittchen floppt: 88 Mio. Dollar Umsatz gegen 200 Mio. Kosten
Kann ein Film mit einem Budget von 200 Millionen Dollar als Erfolg gelten, wenn er am ersten Wochenende nur 88 Millionen einspielt? Die kurze Antwort lautet nein. Die lange Antwort hängt davon ab, wen man fragt und was man unter Erfolg versteht. Das Realfilm-Remake von Schneewittchen, produziert von Disney, ist mit Zahlen in die Kinos gekommen, die laut kursierenden Schätzungen eine Rückführung der Anfangsinvestition in weite Ferne rücken lassen. Die Aufschlüsselung ist schonungslos: Von jeder verkauften Kinokarte bleibt etwa die Hälfte auf dem Weg durch Verleih und Vorführung hängen. Nach diesen Regeln müsste man die Investition verdoppeln, um überhaupt von Gewinnen sprechen zu können. Und das ohne die zusätzlichen 200 Millionen für Marketingausgaben.
Das Problem ist nicht nur der Kassenerfolg. Der Film hat einen breiten Ablehnungsschub ausgelöst, der über das Wirtschaftliche hinausgeht. Vom Design der Zwerge – nach der Kritik von Peter Dinklage, der die Rolle für Schauspieler mit Kleinwuchs als erniedrigend empfand, per CGI gelöst – bis hin zur ideologischen Botschaft, die viele dem Projekt zuschreiben, ist der Film zum kulturellen Schlachtfeld geworden. In Foren und sozialen Medien wird diskutiert, ob das Scheitern finanzieller, künstlerischer Natur ist oder einfach ein Symptom für etwas Tiefergehendes.
Wie viel muss Schneewittchen einspielen, um keine Verluste zu machen?
Die ungeschriebene Hollywood-Regel besagt, dass ein Film das Dreifache seiner Kosten einspielen muss, um als rentabel zu gelten. Bei 200 Millionen Produktionskosten und weiteren 200 Millionen für Werbung läge die Latte bei rund 1,2 Milliarden. Schneewittchen hat mit 88 Millionen gestartet. Weit davon entfernt.
Manche relativieren dies damit, dass die Einnahmen nicht nach dem ersten Wochenende enden: Der Film läuft weiter im Kino, kommt auf den Heimmarkt und zu Streaming-Plattformen. Aber der Schaden am öffentlichen Bild ist schwer wiedergutzumachen. Der Streifen hat eine Flut negativer Kritiken auf IMDb erhalten, wo seine Bewertung auf 1,5 gefallen ist, und Kommentare in sozialen Medien deuten nicht auf eine wundersame Erholung hin.
Soziale Ingenieurskunst funktioniert nicht, urteilen einige. Andere, pragmatischer veranlagt, erinnern daran, dass Disney andere Einkommensquellen hat – Parks, Merchandising, Lizenzrechte –, die den Schlag ausgleichen könnten. Aber das macht Schneewittchen nicht zu einem Erfolg. Es macht es zu einem teuren Experiment.
Der stille Boykott: Wenn das Publikum mit dem Geldbeutel Nein sagt
Die Ablehnung von Schneewittchen ist nicht nur eine Frage der filmischen Qualität. Es gibt eine Komponente der Ermüdung gegenüber dem, was viele als ständige Indoktrination empfinden. Die Wahl einer lateinamerikanischen Schauspielerin für die Hauptrolle, die Rede der Protagonistin über Repräsentation und die Entscheidung, die traditionellen Zwerge zu streichen, wurden von einigen als ideologische Aufdrängung und weniger als künstlerische Entscheidung interpretiert.
Der Fall Peter Dinklage ist exemplarisch. Der Schauspieler, bekannt für seine Rolle in Game of Thrones, kritisierte scharf, dass weiterhin Schauspieler mit Kleinwuchs für stereotype Rollen eingesetzt werden. Disney reagierte, indem sie sie durch CGI ersetzte. Ergebnis: Sieben Zwerg-Schauspieler verloren ihren Job, und der Film gewann eine neue Front der Kritik hinzu. Die Parodie ist perfekt.
Im Hintergrund schwelt eine unbequeme Frage: Für wen ist dieser Film gemacht? Nostalgische Erwachsene lehnen ihn ab, weil er das Original verrät. Kinder zeigen laut Analysen wenig Interesse. Und das allgemeine Publikum bleibt einfach fern.
Disney und das Geschäft mit Erinnerungen: Das wahre Modell
Jenseits des Kassenerfolgs behaupten manche, dass Disneys wahres Geschäft nicht im Kino liegt. Themenparks, Merchandising und geistige Eigentumsrechte generieren deutlich stabilere Einnahmen. Remakes von Klassikern zielen in dieser Logik weniger auf direkten Gewinn ab, sondern darauf, Rechte zu halten und die Marke lebendig zu halten.
Die sogenannten Disney Adults – Erwachsene mit einer fast kindlichen Hingabe zum Unternehmen – sind ein sehr profitables Marktsegment. Menschen, die weltweit Parks besuchen, alle möglichen Produkte kaufen und die Marke gegen Kritik verteidigen. Für sie ist Schneewittchen kein Film, sondern ein Ereignis.
Aber dieses treue Publikum reicht nicht aus, um ein Scheitern dieser Größenordnung zu tragen. Der Film brauchte ein breiteres Publikum, und das hat er nicht erreicht. Die schwebende Frage ist, ob Disney es sich leisten kann, einen Teil seines traditionellen Publikums zugunsten einer Agenda zu vergraulen, die ihm laut Daten keinen Gewinn bringt.
Am Ende wird Schneewittchen als perfektes Beispiel dafür in Erinnerung bleiben, wie eine Kommunikationsstrategie ein Produkt ruinieren kann. Oder vielleicht als Symptom für etwas Größeres: Eine Branche, die aufgehört hat, ihrem Publikum zuzuhören. Klar ist: 88 Millionen retten keine 200 Millionen. Nicht einmal mit Magie.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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