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US-Rendite für 10-Jahres-Anleihe übersteigt 5,30 % nach Inflationsdaten
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe überschritt nach höheren als erwarteten Inflationsdaten die Marke von 5,30 %. Britische 30-Jahres-Gilts erreichten 6 %, was die Umschuldungskosten erhöht.
US-Rendite für 10-Jahres-Anleihe übersteigt 5,30 % nach Inflationsdaten
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe wechselte innerhalb weniger Minuten von einem leichten Rückgang zu einem Anstieg über 5,30 %. Auslöser waren die US-Inflationsdaten, die höher als erwartet ausfielen und den Rest der Kurve mitrissen: Die siebenjährige Anleihe notierte bereits auf diesem Niveau, und der Markt begann, höhere Zinsen über einen längeren Zeitraum einzupreisen. Die Reaktion beschränkte sich nicht auf festverzinsliche Wertpapiere. Aktienmärkte fielen deutlich, und die Stimmung kippte.
Die seit Wochen andauernde Debatte dreht sich um eine unbequeme Frage: Ist dies ein vorübergehendes Phänomen oder der Beginn etwas Ernsterem? Die im Laufe der Zeit veröffentlichten Daten laden nicht zum Optimismus ein. Der britische 30-Jahres-Gilt erreichte 6 %, die zweijährige US-Anleihe wurde bei 4,9 % gehandelt, und ausstehende Umschuldungen beginnen Kosten zu verursachen, die nicht im Budget vorgesehen waren.
Der Tag, an dem der CPI den Markt brach
Die Abfolge war schnell. Die zehnjährige US-Anleihe hatte Terrain verloren, wobei die Rendite knapp unter 5,20 % lag. Dann wurden die Inflationsdaten veröffentlicht, schlechter als erwartet, und binnen weniger Minuten durchbrach sie die 5,30 %-Marke. Die Bewegung griff auf den Rest der europäischen Kurve über: Der deutsche Bund kehrte in positives Terrain zurück, während der französische OAT, der sich besser gehalten hatte, der widerstandsfähigste im Verbund blieb.
Der Schlag für die Börsen war sofort. Der S&P 500 und der Nasdaq schlossen im Minus, wobei letzterer nur knapp Schlimmeres vermeiden konnte. Die vorherrschende Lesart war klar: Wenn die Inflation nicht sinkt, bleiben die Zinsen hoch und billiges Geld rückt in die Ferne. Für einen Markt, der an ein Jahrzehnt Liquidität gewöhnt ist, ist dies ein Regimewechsel.
Warum steigt die Anleiherendite, wenn der Preis fällt?
Die Rendite einer Anleihe bewegt sich entgegengesetzt zu ihrem Preis. Wenn der Markt höhere Zinsen für den Kauf von Schulden verlangt, fällt der Preis und die Rendite steigt. Genau das ist passiert: Investoren verkauften Anleihen angesichts der Aussicht auf dauerhaft hohe Zinsen, und die Renditen kletterten auf das aktuelle Niveau.
Einige argumentieren, dass diese Bewegung Käufer von festverzinslichen Wertpapieren anzieht, die eine unkomplizierte jährliche Rendite von 5 % suchen. Wenn das geschieht, treibt die Nachfrage den Preis nach oben und die Rendite sinkt. Dies ist die Theorie des technischen Rebounds. Andere glauben, dass die US-Regierung darauf drängt, dass die zehnjährige Anleihe vor den Zwischenwahlen unter 5 % bleibt. Der Verdacht ist unbewiesen, aber die Bewegung von 5,30 % auf 5,10 % an einem einzigen Tag nährt alle möglichen Spekulationen.
Die Kosten der Umschuldung
Auf diesen Niveaus wird jede Fälligkeit, die umgeschuldet wird, teurer. Eine in der Debatte kursierende Berechnung deutet darauf hin, dass Umschuldungen und neue Schulden im nächsten Jahr allein durch Zinskosten Mehrkosten von 3 Milliarden Euro verursachen könnten. Diese Zahl übersteigt das Budget der meisten Ministerien.
Das Problem sind nicht nur öffentliche Schulden. Auch private Schulden werden zu höheren Zinsen umgeschuldet, wobei der Handlungsspielraum geringer ist. Unternehmen, die sich jahrelang zu Nullzinsen finanzierten, müssen nun 5 % oder mehr für denselben Betrag zahlen. Das führt zu weniger Investitionen, weniger Einstellungen und in einigen Fällen zu Schließungen.
Was ist mit dem britischen 30-Jahres-Gilt?
Der britische 30-Jahres-Gilt hat 6 % erreicht, ein Niveau, das seit Jahrzehnten nicht gesehen wurde. Die Daten überraschten, da Großbritannien grundsätzlich nicht das schwächste Glied in der Kette ist. Aber Märkte verzeihen nichts: Wenn ein Land Finanzierung benötigt und die Inflation anhält, steigen die Renditen.
Im Fall Frankreichs ist die Situation anders. Die französische Anleihe hat sich besser gehalten als andere und zeitweise im Plus geschlossen. Es ist der am häufigsten kommentierte Kontrast: Während der Rest der europäischen Kurve der amerikanischen folgte, blieb Frankreich stabil. Niemand kann das vollständig erklären.
Brent und der Dollar treten in den Hintergrund
Das Brent-Öl blieb leicht negativ, hielt sich aber. Der Dollar-Index (DXY) und der VIX bewegten sich ebenfalls, jedoch ohne die Volatilität der Anleihen. Die Aufmerksamkeit liegt auf festverzinslichen Wertpapieren, was erklärt, warum andere Assets in den Hintergrund gerückt sind.
Einige behaupten, dass Geld, das Halbleiter verlässt, massiv US-Anleihen kauft. Wenn dem so ist, sollten die Renditen fallen. Es könnte aber auch sein, dass die Regierung den Markt bis zu den Wahlen stützt. Beide Thesen sind kompatibel, und keine ist bestätigt.
Der genaue Punkt, an dem die Analyse ins Stocken gerät, ist dieser: Niemand weiß, ob die zehnjährige Anleihe über 5 % bleiben oder nachgeben wird. Die Inflationsdaten bestimmen, und die nächste Veröffentlichung könnte alles ändern. Bis dahin laufen die Schuldenkosten weiter.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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