Scalpers, Álvaro Moreno und Silbon: der Aufstieg der andalusischen Mode

Scalpers, Álvaro Moreno und Silbon fordern Zara und Mango aus Andalusien heraus. Qualität, Preis und Kontroversen beim Aufstieg der lokalen Mode.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Drei andalusische Textilmarken, die Zara und Mango Marktanteile abjagen

In Sevilla und Córdoba sieht man inzwischen häufig Polohemden mit einem Totenkopf-Logo, einem Vornamen oder zwei Tennisschlägern. Scalpers, Álvaro Moreno und Silbon haben sich von lokalen Marken zu Wettbewerbern entwickelt, die mit Giganten wie Mango, Springfield oder H&M um die Wette konkurrieren – zumindest in Südspanien. Der auffälligste Fall: Scalpers, gegründet in Sevilla, kaufte laut Branchenquellen das größte Gebäude, das Zara in der andalusischen Hauptstadt besaß.

Erfolg durch 'No-Design'
Die Analyse ihres Wachstums zeigt ein gemeinsames Muster: Sie bieten klassische, unaufgeregte Kleidung in einem Markt an, der von ausgefallenen Linien gesättigt ist. „Es fehlte an Kleidungsmarken mit normalen Linien für die breite Öffentlichkeit“, fasst eine der häufigsten Meinungen zusammen. Bei der Qualität führen Scalpers und Silbon, während Álvaro Moreno beim Preis punktet. Doch nicht alles ist Lob: Manche weisen darauf hin, dass die Produktion wie bei fast allen nach Bangladesch ausgelagert wird und der Erfolg mehr auf lokalem Marketing als auf echter Differenzierung beruht. „Kleidung aus Bangladesch mit aufgesetztem Logo“, spotten einige.

Marke für Schöngeister oder kommerzieller Erfolg?
Die Kontroverse ist vorprogrammiert. Silbon mit seinem markanten Schläger-Logo wird mitunter als „Schickimicki-Marke“ bezeichnet, Álvaro Moreno als „Kleidung für andalusische Landeier, die sich als feine Herren geben“. Kritik, die ihre Expansion jedoch nicht bremst. Die Córdobeser Marke Silbon und die Sevillaner Marke Álvaro Moreno eröffnen weiter Filialen – Letztere ist im Zentrum von Sevilla inzwischen stärker vertreten als Springfield –, während Scalpers das ehemalige Zara-Flaggschiff übernommen hat.

Die verblüffende Zahl: Während die globale Textilindustrie über Margen klagt, haben diese drei Marken mit der Rückkehr zum Klassischen eine Goldader gefunden. Und das ganz ohne sich anzustrengen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (10 Antworten).

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