Satirisches Spiel mit KI entwickelt und in den Play Store gebracht

El Perro Sánchez, ein satirisches Spiel, das mit Dreamcore, GPT und Emergent erstellt wurde, ist nach bestandener Google-Prüfung jetzt auf Google Play verfügbar.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein Entwickler ohne Programmiererfahrung hat mit mehreren generativen KIs ein satirisches Endless-Obstacle-Spiel erstellt und es geschafft, auf Google Play zu veröffentlichen. Der Prozess kombinierte Dreamcore, Emergent, GPT, Gemini und SUNO, mit zwölf Testern und einem Monat Prüfung.

## Von geschenkten Dreamcore-Credits zu einem Spiel auf Google Play

Es begann mit einem Geschenk. Einige Credits für **Dreamcore**, eine chinesische KI, die auf die Erstellung von Spielen spezialisiert ist, landeten in seinen Händen, ohne dass er sie angefordert hatte. Von da an nahm die Idee Gestalt an, mit einer Geschwindigkeit, die er selbst als vollständigen Download beschreibt: ein Endless-Game, leicht zu verstehen, witzig. Er nannte es **El Perro Sánchez**. Es gab keinen Businessplan und kein Studio dahinter. Nur eine Idee, die mehr wuchs als erwartet, bis sie schließlich im größten App-Store der Welt landete. Die Idee kam nicht aus einer Marktanalyse oder Trendforschung. Sie kam aus einem Bauchgefühl.

Die Mechanik war von Anfang an klar. Der Spieler weicht Demonstrationen aus, sammelt "charos", vermeidet Brokkoli auf Scootern, Busse der Organisation **Hazte Oír**, Influencer, die sich filmen, und Autos, die beleidigen und einen überfahren. Zu den Boni gehörten ein "moruno"-Auto, das Geschwindigkeit verlieh, und ein Bus mit israelischer Flagge, der Unverwundbarkeit gewährte. Alles Pixel-Art, alles satirisch, alles darauf ausgelegt, zu fesseln. Der Schwierigkeitsgrad stieg mit dem Spielfortschritt: mehr Hindernisse, mehr Chaos, immer vollerere spanische Straßen.

In Dreamcore schrieb er die erste Version des Spiels: die Mechanik, den Stil, die Formen. Das Ergebnis war, mit seinen eigenen Worten, schlecht. Dreamcore ist "sehr, aber auch sehr basic", so seine direkte Erfahrung. Er empfiehlt es für nichts anderes als eine extrem einfache Idee. Trotzdem funktionierte es als erster Prototyp. Er verstand das Konzept zur Hälfte. Es war sein erster Sieg und der Ausgangspunkt für alles, was danach kam.

## Gemini, GPT und Emergent: die Aufgabenverteilung zwischen mehreren KIs

Der erste Rat, den er jedem gibt, der etwas Ähnliches versuchen will, ist, von Anfang an die stärksten KIs zu verwenden. **GPT** und Gemini können die Details entwickeln, die einem entgehen. Das gesamte Spiel beschreiben, mit Normen, Regeln, Physik, Kamerawinkel, Tasten, Figuren und Boni, bevor man mit dem Programmieren beginnt. Wenn man Dinge für später aufspart, bricht die Programmierung zusammen und das Chaos ist gewaltig. Das lernte er auf die harte Tour: Der Versuch, mitten in der Entwicklung Details hinzuzufügen, zerstörte seinen Code mehr als einmal.

Seine Methode war es, Werkzeuge zu verketten. Er schrieb einen detaillierten Prompt mit der Mechanik und schickte ihn zuerst durch Gemini, um schnell zu entwickeln, und dann durch GPT, um zu verfeinern. "Gemini ist der verrückte Junge und GPT der alte Programmierer", fasst er zusammen. Danach schickte er das Ergebnis an Dreamcore, das es zur Hälfte verstand. Der Qualitätssprung kam, als er **Emergent** ausprobierte, eine kostenpflichtige KI. Mit **150 Credits für 1 Euro** —er nutzte ein Erstmonats-Angebot und erstellte ein neues Konto— fügte er denselben verbesserten Prompt ein. Emergent verstand fast alles: die Mechanik, die Figuren, die Boni, die Ästhetik. Um die Credits zu bekommen, nutzte er die Werbe-E-Mails der Plattform, die Erstmonats-Angebote und die Möglichkeit, neue Konten zu erstellen. Er tat auch so, als wolle er nicht verlängern, um weitere Rabatte zu erhalten, was den Prozess allerdings verlängert.

Fast alles. Es fehlten die Details. Der Pixel-Art-Stil, den er wollte, war nicht das, was herauskam. Emergent lieferte ihm fünf Quadrate und ließ ihn sich den Hund vorstellen. Er ging zurück zu GPT, um das technische Datenblatt der Ästhetik zu definieren: Epoche der Pixel-Art, wie er die Figuren wollte, das Terrain. GPT erzeugte ein fiktives Screenshot des Spiels, und daraus entstand das endgültige Datenblatt. Damit traf Emergent endlich ins Schwarze. Die Figuren bewegten sich so, wie er es wollte, in der natürlichen Umgebung, die er beschrieben hatte, und überquerten immer chaotischere spanische Straßen. Die App Expo ermöglichte es ihm, jedes Update direkt auf seinem Handy zu testen und sofort zu prüfen, ob das Ergebnis dem entsprach, was er im Kopf hatte.

## Pixel-Art, Pasodobles und ein hundertprozentig eigener Soundtrack

Auch die Musik stammte von einer KI. **SUNO** schenkte ihm Credits, und damit erstellte er einen eigenen Soundtrack aus Pasodobles. Er wollte etwas Wiedererkennbares, aber ohne Urheberrechtsrisiko. "Pasodobles ähnlich den superbekannten, aber originell", erklärt er. So wird verhindert, dass ein Dritter Rechte geltend macht, wenn das Spiel verkauft wird. Das ist ein Detail, das viele übersehen: Musik ohne Lizenzgebühren zu verwenden ist in Ordnung, aber eigene zu kreieren ist eine andere Liga.

Auch die restlichen Details feilte er einzeln aus. Baumarten, Böden, Müll, Ausschnitte. Emergents KI versteht Anweisungen gut, wenn sie bis ins Kleinste erklärt werden. Sein Trick: die Änderungen auflisten, höchstens sieben Dinge auf einmal, damit sie nicht verloren geht. Nach und nach näherte sich das Spiel dem, was er im Kopf hatte. Es wurde nicht perfekt —es gibt immer etwas, gibt er zu—, aber es war solide genug, um eine Veröffentlichung in Betracht zu ziehen.

Er betont, dass man sich das zutrauen sollte. "Wir haben die Macht, absolut alles selbst zu erschaffen", sagt er. In **drei Tagen**, mit Kaffee und Motivation, lässt sich mit dieser Kombination von Werkzeugen ein funktionierendes Projekt auf die Beine stellen. Er zahlte ein paar Monate länger für Emergent, um genug Credits zu haben und weiterzuentwickeln. Es ist nicht kostenlos, aber es braucht auch kein großes Startkapital. Angebote und kostenlose Credits ermöglichen es, mit sehr wenig anzufangen. Der Schlüssel liegt darin, die kostenlosen Versionen und Aktionen zu nutzen, bevor man in die Tasche greift.

## Zwölf Tester, ein Monat Wartezeit und grünes Licht auf Google Play

Die Veröffentlichung auf **Google Play** ist ein anderes Spiel. Daten ausfüllen, Fragebögen, Anforderungen erfüllen. Dafür nutzte er Gemini, da es von Google ist, und fragte es nach dem gesamten Prozess Schritt für Schritt. Die Plattform verlangt eine geschlossene Testphase: **12 Tester über zwei Wochen**. Die bekam er. Dann kam die Freigabe, dann noch eine, und nach **einem Monat Wartezeit** das grüne Licht für die Produktion. Die Google-Entwicklerkonsole ist ein Labyrinth aus Formularen und Erklärungen. Gemini führte ihn Schritt für Schritt durch jedes einzelne davon.

Er selbst zweifelte daran, dass das Spiel genehmigt würde. Die Sättigung des Stores und die Besonderheit des Inhalts ließen eine Ablehnung vermuten. Es geschah nicht. El Perro Sánchez ist auf Google Play verfügbar. Er erzählt es als einen Triumph von jemandem, der nicht programmieren konnte und mit ein paar geschenkten Credits einer chinesischen KI begann. Das Gefühl, das grüne Licht in der Entwicklerkonsole zu sehen, war nach seiner Schilderung wunderbar.

Sein letzter Rat: groß denken. "Armut macht uns schlauer", sagt er halb im Scherz. Das fehlende Geld zwang ihn, die kostenlosen Versionen und Angebote der KIs voll auszureizen. Das Ergebnis ist im Store. Für alle, die eine Idee und den Willen haben, ist die Botschaft klar: Heutzutage ist es mit den richtigen Werkzeugen und etwas Hartnäckigkeit möglich. Man braucht kein Team von hundert Personen. Es reicht zu wissen, wie man der Maschine erklärt, was man will. Allerdings gilt, wie bei jedem Projekt mit Kosten oder Veröffentlichungen auf Plattformen Dritter: Man sollte die Geschäftsbedingungen prüfen, bevor man Geld investiert oder Inhalte hochlädt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (8 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver