Sánchez sagt wöchentliches Treffen mit Spaniens König ab – wegen TV-Interview

Der spanische Ministerpräsident sagt sein wöchentliches Treffen mit Felipe VI. in der Zarzuela ab, um an einer Fernsehsendung teilzunehmen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der spanische Ministerpräsident **Pedro Sánchez** hat sein wöchentliches Treffen mit König **Felipe VI.** abgesagt, das für Montag, den **15. September 2026**, angesetzt war, um an einem Fernsehinterview teilzunehmen.

Das Treffen zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Staatsoberhaupt, das Teil der regelmäßigen Zusammenkünfte zur Unterrichtung des Königs über Staatsangelegenheiten ist, war für **17:00 Uhr** im Palast Zarzuela angesetzt. Am Wochenende wurde der Termin jedoch aus Sánchez' internem Terminkalender entfernt und schließlich abgesagt. Die Absage erfolgte am selben Tag, an dem der Ministerpräsident ein Interview in der Sendung *El intermedio* von **Atresmedia** geplant hatte, das gegen **22:00 Uhr** begann.

Weder der **Königliche Haushalt** noch das **Präsidialamt der Regierung** haben eine offizielle Erklärung für die Absage abgegeben, wie **THE OBJECTIVE** erfuhr. Diese Treffen sind zwar traditionell, folgen aber nicht immer einem strengen Rhythmus und können je nach Terminkalender beider Seiten angepasst werden. Das Ungewöhnliche an der Situation sei, so beratete Quellen, dass sich beide in **Madrid** befanden und die Absage eines Treffens dieser Art als "anomal" gilt.

## Amtlicher Terminkalender und parallele Verpflichtungen

Trotz der Absage seines Treffens mit dem König hielt **Felipe VI.** seinen amtlichen Terminkalender an diesem Montag in **Madrid** bei. Der Monarch leitete die Zeremonie zur Überreichung der Beglaubigungsschreiben der neuen Botschafter aus **Palästina**, **Chile**, **Venezuela**, **Ghana**, **Nigeria** und **Thailand** im Königspalast.

**Pedro Sánchez** absolvierte seinerseits ebenfalls sein geplantes Vormittagsprogramm. Um **9:30 Uhr** nahm er im **Gesundheitsministerium** an der Vorstellung der zweiten Phase des Plan Veo teil, ein Förderprogramm für Brillen und Kontaktlinsen für Kinder unter **16 Jahren**. Dabei kündigte er eine Aufstockung um **23 Millionen Euro** an, um das Programm bis **2027** fortzusetzen. Nach Regierungsangaben haben bisher **454.650 Personen** von diesen Förderungen profitiert. **Sánchez** betonte die Bedeutung des Sehvermögens für die kindliche Entwicklung und wies darauf hin, dass mehr als **700.000 Kinder** in Spanien unter Seharmut leiden und dass ein Drittel der Schüler mit schlechten schulischen Leistungen möglicherweise unerkannte Sehprobleme haben.

Anschließend begab sich **Sánchez** um **11:00 Uhr** in die Zentrale in der **Ferraz**-Straße, um an der Sitzung des Bundesensbunde der **PSOE** (spanische sozialistische Arbeiterpartei) teilzunehmen. Der nächste Termin in seiner ursprünglichen Planung war genau das Treffen mit dem König in der Zarzuela um **17:00 Uhr**, das schließlich abgesagt wurde.

## Die verfassungsrechtliche Funktion der Königsempfänge

Die Treffen zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Staatsoberhaupt sind einer der verfassungsrechtlichen Mechanismen, durch die der König über die politischen und institutionellen Angelegenheiten des Landes informiert wird. Artikel **62.g** der **Spanischen Verfassung** weist dem König die Funktion zu, "über die Staatsangelegenheiten unterrichtet zu werden". Darüber hinaus kann er auf Wunsch des Ministerpräsidenten die Sitzungen des Ministerrats leiten. Diese Begegnungen sind ein grundlegender Pfeiler der institutionellen Beziehung zwischen Staatsoberhaupt und Regierungschef und gewährleisten eine reibungslose Kommunikation über die Lage des Landes.

## Ein vorheriges Treffen von ungewöhnlicher Dauer

Die Absage an diesem Montag erfolgt nur zwei Wochen nach dem letzten bekannten Treffen zwischen **Sánchez** und **Felipe VI.** in der Zarzuela, einem Gespräch, das aufgrund seiner beträchtlichen Länge Aufmerksamkeit erregte. Am **31. August** führten **Sánchez** und der König ein Gespräch, das **dreieinhalb Stunden** dauerte: Es begann um **16:00 Uhr** und endete gegen **19:35 Uhr**.

Dieses vertrauliche Treffen, das nicht in den öffentlichen Terminkalernern stand, wurde von **THE OBJECTIVE** gemeldet. Solche Empfänge sind zwar üblich, doch die Dauer von dreieinhalb Stunden war atypisch. Das Gespräch fand vor dem Hintergrund einer politischen Kontroverse rund um **Ceuta** und die Rolle der Krone in der autonomen Stadt statt. Am selben Tag hatte **Sánchez** öffentlich die Abwesenheit des Königs in **Ceuta** nach **20 Jahren** Regierungszeit kritisiert und angedeutet, dass er die autonome Stadt besuchen sollte, wenn die Bedingungen dafür günstig seien. Zu beachten ist, dass die Angabe von **20 Jahren** Regierungszeit **Felipe VI.** zu diesem Zeitpunkt auf einer Verwechslung beruhte, da der Monarch seit seiner Proklamation **2014** erst **9 Jahre** auf dem Thron war. Der letzte Besuch eines Monarchen in **Ceuta** war der von **Juan Carlos I.** im Jahr **2007**.

## Institutionelles Schweigen nach der Absage

Einmal mehr prägte das Fehlen offizieller Erklärungen die institutionelle Kommunikation. **THE OBJECTIVE** hat den **Königlichen Haushalt** und das **Präsidialamt der Regierung** kontaktiert, um die Gründe für die Absage des Montagstreffens zu erfahren. Bis zum Redaktionsschluss hatte keine der beiden Institutionen eine Antwort gegeben. Die Situation erinnert an die nach dem Treffen vom **31. August**, als **Moncloa** (Sitz des Ministerpräsidenten) dieser Zeitung zunächst ebenfalls keine Erklärung gab und ihre Version erst nach Veröffentlichung der Meldung über die Nachrichtenagentur **EFE** übermittelte.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (13 Antworten).

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