Sánchez-Regierung schiebt Wohnungskrise auf Ayuso

Kritik an der Regierung **Sánchez**: Sie lenke von ihrer Verantwortung in der Wohnungspolitik ab und mache **Ayuso** verantwortlich, während Zwangsräumungen weiter steigen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Dem **Sanchismo** wird vorgeworfen, **Ayuso** als imaginären Feind zu benutzen, um sein Scheitern in der Wohnungspolitik zu verdecken – und dabei die realen Zahlen zu Zwangsräumungen und die nicht eingehaltenen Versprechen zu ignorieren.

Die Regierung von **Pedro Sánchez** sieht sich wegen ihres Umgangs mit der Wohnungskrise zunehmender Kritik ausgesetzt, insbesondere weil sie die Präsidentin der Comunidad de Madrid, **Isabel Díaz Ayuso**, als Verantwortliche für die Probleme darstellt. Diese Strategie, so manche Analysen, solle von den eigenen Verantwortlichkeiten und vom Scheitern bei der Einhaltung der Wahlversprechen in diesem Bereich ablenken.

## Das Gespenst der Zwangsräumungen

Die Zahlen zu Zwangsräumungen in Spanien bleiben besorgniserregend. Lag das Wohnungsproblem **2018** erst auf Platz fünfzehn der größten Sorgen der Bevölkerung, ist es heute das Problem Nummer eins. Trotz der Versicherung von **Sánchez** aus dem Jahr **2015**, es werde mit einer sozialistischen Regierung keine Zwangsräumungen mehr geben, sieht die Realität ganz anders aus. Schätzungen zufolge gibt es rund **fünfundzwanzigtausend** Zwangsräumungen pro Jahr – eine Zahl, die in scharfem Kontrast zu den zweihunderttausend versprochenen und nie gebauten Wohnungen steht.

## Die Strategie des „Schieb das mal…“

Die Taktik, Probleme anderen zuzuschieben – zusammengefasst in der Formel „schieb das mal…“ –, ist zu einem wiederkehrenden Instrument geworden. Nach dem Fall von **Maricarmen**, einer Frau, die in Madrid geräumt wurde, zielte die Antwort der Zentralregierung darauf, die Aufmerksamkeit auf die madrilenischen Verwaltungen zu lenken. Dieselbe Strategie wurde zuvor bereits in der Migrationskrise in Ceuta angewandt, wo die erste Reaktion lautete: „schieb das mal an **Vivas**“. Nun rückt **Ayuso** in den Fokus, der vorgeworfen wird, sich mehr für Immobiliengeschäfte mit öffentlichem Geld zu interessieren als für die sozialen Anliegen.

## Ein Einzelfall, ein allgemeines Problem

Der Fall **Maricarmen** wird eher als Beispiel für Sozialpolitik denn als Ausdruck eines allgemeinen Wohnungsproblems dargestellt. Die Betroffene habe eine Altmiete in einer teuren Gegend Madrids gehabt – ein Regime aus der Franco-Zeit, das gegen ein sozialistisches Gesetz von **1994** zur Untermietnachfolge verstieß. Obwohl ihr eine öffentliche Wohnung angeboten wurde, lehnte sie diese ab. Wenn man dem Unternehmen mangelnde Flexibilität vorwerfen kann, so richtet sich die Hauptkritik doch auf die Untätigkeit der Zentralregierung, die keinen rechtlichen Rahmen für solche Fälle geschaffen hat. Trotz allem wird sich **2027** wohl weiterhin als Lösung der Wohnungskrise präsentieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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